Technikfails, Samstag 29.3.2025

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Gut geschlafen, bizarr aber nicht schlimm geträumt, und im Morgenlicht wach geworden – der Wecker zeigte 6:12. Natürlich etwas absurd, dass ich am Wochenende zur gleichen Zeit wie unter der Woche aufwache, aber halt komplett glockenwach bin (im Gegensatz zur Arbeitswoche), aber egal, ich stand auf und schaute nach den Katern und allem. Der Liebste schlief noch bis sieben. Draußen leichter Rieselregen. Zeitumstellung kommende Nacht: Da wäre es dann also schon 7:12, und in Anbetracht der Tatsache, wie ich seit ein paar Wochen schon wieder um neun todmüde werde, kommt sie genau richtig.

Ruhiger Morgen. Der Liebste machte uns ein Müsli, ein Blick in die Zeitung, oben fuhr Harold, und Erdgeschossroboter Howard wurde vom Liebsten ins Kellergeschoss getragen und fuhr dort auch. Begleitet vom sonoren Klang zweier Saugroboter tranken wir also Kaffee und ich kümmerte mich ein bisschen um meinen Blog und schrieb ein bisschen. Um kurz nach halb zehn ging der Liebste aus dem Haus, er hatte einen Tag im Bastelverein geplant. Nicht ohne vorher Howard, der die Reinigung unten abgebrochen hatte wegen „mimimi Akku leer heul“, nach kurzer Aufladezeit wieder nach unten zu setzen und mit sanftem Zwang zu überreden, die Reinigung doch jetzt schon fortzusetzen und nicht erst in zwei Stunden.
Ich schrieb also vor mich hin, machte mir dazwischen eine Kanne Tee und hörte irgendwann Howard fiepsen: Der Depp hatte die komplette Zimmerreinigung von vorn begonnen (statt nur das übrige Stück zu saugen – eigentlich sollte er sich das merken, aber mit dem Herumgetrage über zwei Stockwerke und vor allem weil der Liebste vorzeitig wieder auf Start gedrückt hatte, hatte das Merken offensichtlich nicht geklappt). Und logischerweise war dann natürlich wieder der Akku leer, bevor er fertig war. Ich trug ihn also zum zweiten Mal an seine Ladestation zurück.

Und überhaupt war das der Tag der ruckeligen Elektronik: Als ich auf dem Blog einen Eintrag posten wollte, hatte ich plötzlich keinen Zugriff mehr. Ich kam noch nicht mal auf die Login-Seite, es kam sofort eine Fehlermeldung („Sie haben keine Berechtigung, auf diese Ressource zuzugreifen“). Ich konnte mich also nicht als Admin anmelden, nicht als Autorin, ich hatte gar keine Zugriffsmöglichkeit und konnte deshalb auch nichts fixen, und das nachdem ich so brav einen Blogartikel geschrieben hatte. Und der Liebste war natürlich den ganzen Tag weg. Ich war SO genervt. Schrieb erst einmal tausend Threems mit wütenden Emoji und ging dann das obere Stockwerk gründlich putzen und anschließend duschen.
Und währenddessen mal schnell runterrennen, weil Howard fertig aufgeladen war und weitersaugen wollte, sich aber natürlich im falschen Stockwerk befand. Er verklemmte sich erst einmal unter dem Lesesessel, und nachdem ich ihn daraus befreit hatte, löschte ich den laufenden Reinigungsvorgang und ließ ihn unten noch den Bad/Waschküche-Bereich saugen und den Rest sein lassen, er wäre sonst nur ein drittes Mal überfordert gewesen. Seriously.

Anschließend schnell in den Supermarkt nebenan, wo ich mir zwei Brötchen und eine Packung vegane Rügenwalder Scheiben fürs Mittagessen holte (und noch ein paar Kleinigkeiten, wie es halt immer so ist). Vesper zum Mittagessen, dabei heftige Diskussionen mit dem Kater, der friedlich auf dem Stuhl am Esstisch geschlafen hatte, aber plötzlich SEHR wach wurde, als ich die „Wurst“-Packung öffnete, durch die gespreizten Nasenlöcher witternd die Luft einsog und dann versuchte auf den Esstisch zu klettern. Ich war völlig baff. Aber immerhin noch wach genug, dass ich ihn wieder runterschob, dreimal hintereinander, bis er es schließlich einsah, dass er wirklich nicht durfte, obwohl es so gut roch.
…dieses vegane Fleischersatzzeugs wird allmählich deutlich zu realistisch, würde ich mal sagen.

Ein bisschen im Haus herumgeräumt, ein Blick ins Handy, dann war es zwei und ich nicht müde und nicht vollgefressen und überhaupt gab es keine Ausrede: Ich holte mir meine Sporttasche und ging ins Fitness. Dort erschrak ich erst einmal ein bisschen, als ich in der Anzeige sah, wie lang mein letzter Besuch her war (Mitte Februar)… Das machte mich tatsächlich sehr unzufrieden. (Von allem abgesehen zahle ich ja auch dafür.) Aber egal, jetzt war ich da und trainierte meine Runde. Ging ganz in Ordnung, fand ich, nur bei den Knien musste ich wirklich aufpassen. Kam aber schmerzfrei durch.
Und passend zum Elektronikthema stellte der Gelenkknecht irgendwann während der Gerätemessung das Zählen ein wegen „low battery“. Ich hoffe sehr, dass sich der Akku bei Garmin-Uhren nicht als die Sollbruchstelle herausstellt (die letzten Wochen hatte ich schon ein paar Mal Schwierigkeiten beim Laden gehabt, nur weißes Dreieck im Display, nicht richtig geladen). Hm. Leicht genervt, aber ich tröstete mich damit, dass die Aktivität in der eGym-App ja trotzdem gespeichert wird. (Und ich mache das Training ja nicht nur wegen der Fitnesspunkte.)

Der Nachmittag wurde dann ausgesprochen entspannt: Als ich um halb vier nach Hause kam, war der Liebste schon da und hatte WordPress gefixt (um genau zu sein hatte er WordPress gesagt, dass es einem bestimmten Set an IP-Adressen, die von uns genutzt werden, Zugriff gewähren soll, allen anderen aber nicht). Ich beendete also das Bloggen, machte mir dann einen Tee und zog mich für die nächsten guten anderthalb Stunden zum Lesen in den Sessel zurück. Hihi.
Um kurz nach fünf gemeinsamer Wocheneinkauf, ich räumte den Krempel weg und ging nahtlos zum Kochen über, ein Rezept aus dem März-Heft VF&L (Orzo mit grünem Blattgemüse – im Original Cavolo Nero, bei uns Pak Choi und Rucola – und Pilzen, mit Schmand und Knoblauch verrührt und im Ofen überbacken, bei uns noch um einen Rest gekauften Mandelkäse zum Überbacken ergänzt). Während ich kochte und der Liebste beim Schnippeln half, machte ich uns zwei alkoholfreie G&T. Und weil uns das im Restaurant so angetan hatte und ich sowieso gern ein bisschen alkoholfreie Aperitif-Varianten daheim hätte, ging der Liebste noch schnell in den Supermarkt (mit der bereits erwähnten großen Getränkeabteilung) und fand dort neben alkoholfreiem Prosecco tatsächlich den Crodino. Laut Wikipedia „gehört Crodino zu den erfolgreichsten Getränken in Italien“, aber ich hatte halt vorher noch nie davon gehört. Nun ja. Ein paar Flaschen Sanbittèr brachte der Liebste auch noch mit. Ich sehe uns die nächsten Wochen schon beim Cocktailmixen.

Auf jeden Fall schöner Abend. Gutes Essen, wir schauten zwei nette Folgen Sternentor, die Katzen leisteten uns Gesellschaft (der Nasenkater nur punktuell, es war den ganzen Tag zwar bewölkt, aber trocken, und er wollte dringend ganz viel raus), ich las nebenher ein ganzes Stück. Zu einer einigermaßen zivilisierten Uhrzeit ins Bett.