Abendyoga, Montag 31.3.2025

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Seit längerem mal wieder vom Lichtweckerlicht wach geworden, kein Wunder, eine Stunde früher und so, draußen Dämmerlicht. So ein bisschen müde war ich schon, aber nicht mehr als an einem sonstigen Montagmorgen. Also übliche Katzenmaintenance und Morgenroutine, die Spülmaschine war über Nacht durchgelaufen, ein bisschen aufräumen und versuchen, den frisch-geputzt-Zustand der Wohnung in die neue Woche zu retten (bei zwei Katern im Haus ein Kampf gegen Windmühlen). Und leicht genervt von mir selbst, weil ich eigentlich am Vorabend noch einen Brotteig hatte ansetzen wollen. Nun ja.
Der Liebste kam auch nicht so richtig in die Gänge, und plötzlich war es schon kurz vor knapp und er musste ohne Frühstück aus dem Haus. Ich machte mir also mein Müsli selbst und war um kurz nach neun am Schreibtisch, vor mir ein Heimarbeitstag und wenige Termine.

Der Tag wurde trotzdem voll, also so gefühlt. Morgens eine kurze Unterrichtsvorbereitung, ein paar schnelle Nachrichten beantwortet, dann ein neuer Online-Einzelunterricht. Die Person wollte erst einmal schauen, wie der erste Termin lief, und sich dann entscheiden, ob sie mit mir weiterlernen wollte. Sie schien offenbar zufrieden gewesen zu sein, denn sie buchte gleich die Anschlusstermine. Dadurch wurden mir die kommenden Wochen zwar etwas voller, aber das war schon okay. Noch ein bisschen wichtige Kommunikation (meine Inbox füllte sich mal wieder), um eins machte ich Mittagspause (restliche Wirsinglasagne, am zweiten Tag leicht bitter und irgendwie nicht mehr so lecker – vielleicht habe ich aber auch nur keine zwei Tage hintereinander Lust auf Wirsing). Kleines Erfolgserlebnis: Ich dachte endlich daran, einen Brotteig anzusetzen.

Nachmittagsarbeit ab zwei, Erlediliste abarbeiten, viel Kommunikation, ein Meeting mit einer Kollegin (leider nicht so erfolgreich, weil sie viel weniger Zeit für die angedachten Aufgaben hatte als erhofft, also wirklich halt gar nicht, wegen im Ausland und so – hätte sie mir theoretisch auch vorher mitteilen können, dann hätten wir uns das Meeting gespart). Außerdem Korrekturen und Unterrichtsvorbereitung für den nächsten Tag.
Um Viertel nach vier kam schon der Liebste nach Hause, wie von mir erbeten (ich hatte allerdings nur gesagt „nicht so spät, sonst reicht es mit Kochen und Essen nicht mehr“, so früh hatte ich nicht erwartet). Ich konnte allerdings trotzdem erst um sechs Feierabend machen, aber immerhin war dann schon der Brotteig einmal durchgeknetet und die Küche aufgeräumt.

Der Liebste übernahm das Kochen, ich schaute nach den Katzen, und um Viertel vor sieben hatten wir unser gutbürgerliches Essen aus Kartoffelbrei, Gravy (der deutsche Begriff „Bratensauce“ passt halt irgendwie nicht), zwei gebratenen Tofuwürsten und einer Schüssel Krautsalat. Sehr lecker, allerdings von meiner Seite aus etwas hektisches Essen, denn ich war abends beim Yogakurs und musste um zehn nach sieben aus dem Haus. Nicht die optimale Voraussetzung fürs Yoga, aber oh well. (Ich frage mich, wie das andere Leute mit Abendterminen machen: Essen die dann schon um fünf zu Abend und hören früher mit der Arbeit auf? Gibt es da nur belegtes Brot? Oder Tiefkühlzeugs? Oder essen die einfach nichts?)

Ich ging auf jeden Fall auf zwanzig nach sieben ins Nachbarstadtviertel zum Yogakurs. (Mit roter Jacke und Mütze, es hatte nur noch einstellige Temperaturen.) Den Kurs kannte ich nicht (die Yogaschule schon, weil ich dort mit dem Liebsten vor ein paar Jahren – präpandemisch – mal einen halben Kurs gemacht hatte), die Trainerin war aber „meine“ Trainerin (und Kollegin) aus dem Dienstags- und Freitagsyoga. Sie hatte mir angeboten, einmal in ihrem Montagkurs zu schnuppern, auch so ein bisschen als Ersatz dafür, dass der Freitagstermin mehrmals ausgefallen war. Da ich in dieser Woche keine Abendkurse hatte, nahm ich diesen Montag gern an.
Schöne anderthalb Yogastunden in einer sehr netten Gruppe. (Mal abgesehen vom Anfang, wo ich mit Straßenschuhen in den Yogaraum latschte, weil das der der Hauptzugangsweg war, die Tür offenstand und es weder irgendwo stand noch mir einer sagte, dass man zum Ankommen den Hintereingang benutzen sollte. Naja.) Das Programm war sehr ähnlich wie das vom letzten Freitag, regenerativ mit passiven, lang gehaltenen Positionen, recht anstrengend für Knie, unteren Rücken und Hüften. Aber siehe da: Es ging viel besser als am Freitag. Also wirklich ganz erstaunlich viel besser. Und das, obwohl ich vormittags noch Muskelkater von unserem Sonntagsspaziergang gehabt hatte. Auf Dauer ist das Montagsyoga für mich zwar nichts, die Uhrzeit passt einfach nicht, aber für dieses Mal war es eine super Ergänzung und ich ziemlich stolz.

Daheim dann noch ein bisschen Austausch mit dem Liebsten, ich ließ ihn Zeugs auf Netflix ansehen, das mich nicht so interessierte, und schaute ein bisschen im Internet durch die Gegend. Ins Bett um kurz nach zehn, leicht aufgekratzt nach dem Yogaabend, aber nach dem etwas hektischen Tag doch sehr entspannt.