Hindernisse, Donnerstag und Freitag 3.-4.4.2025

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Wecker blöderweise nicht auf frühes Aufstehen eingestellt, er wurde also zu spät hell (für Aufgehzeit halb sieben) – war aber nicht schlimm, weil der Liebste um sechs wach wurde, aufstand und die Katzen fütterte. Und ich von dem Geklapper um kurz nach sechs auch aufwachte. Draußen noch ganz dunkel interessanterweise. Die letzten Tage hatte ich morgens das Gefühl gehabt, es würde schon dämmrig. Nun ja. Ich war auf jeden Fall einigermaßen ausgeschlafen und würde mal sagen: Zeitverschiebungs-Umstellung definitiv abgeschlossen. (Gestern eigentlich schon.)

Wenig Zeit am Morgen: Es waren zwei Prüfungstage geplant, und für beide trug der neue Kollege (also neu in dieser Funktion) die Verantwortung, das erste Mal „allein“. Ich musste also auf jeden Fall da sein und als Backup fungieren. Ich beeilte mich deshalb und ging um Viertel vor acht mit dem Liebsten zusammen aus dem Haus, das Frühstücksmüsli packte ich ein. Kühl morgens und weniger sonnig, dafür aber immer noch windig: Grüne Jacke und Halstuch brauchte man auf jeden Fall.

Der Tag war insgesamt dann recht erfolgreich, auch weil ich neben Prüfungs-Backup fast keine anderen Termine eingeplant hatte (eigentlich noch einen Unterricht morgens, aber den sagte die Person mir ab). So konnte ich tatsächlich mit schauen, ob alles passte, und klar, alles in Ordnung, es lief alles wunderbar glatt. Sogar Zeit für eine Mittagspause mit den Kolleg:innen und den restlichen Hoisin-Mie hatte ich. Nachmittags ein bisschen mithelfen, ein paar Tipps, es klappte alles prima.
Ab vier war die Prüfung vorbei und ich hatte ein paar Termine (eine Beratung, einen neuen Einzelunterricht, ein Meeting mit Kolleginnen). Um kurz nach sechs war ich endgültig fertig, ziemlich müde (klar, früher Start) und froh heim zu kommen. (Der neue Kollege war übrigens eine gute Stunde vor mir schon gegangen – er hatte aber auch keine Abendtermine mehr gehabt. Oh well.)

Daheim konnte ich endlich wieder einmal mit dem Liebsten gemeinsam kochen: ein großer Topf klassische Kartoffelsuppe, mit Suppengemüse und Räuchertofu, um ein Bund Rucola ergänzt (was wunderbar passte). Ein bisschen Austausch über den Tag, ein Blick in die Nachrichten (leicht genervt dadurch, dass Deutschland ausgerechnet jetzt keine „richtige“, nur eine kommissarische Regierung hat, damit auch keinen richtigen Ansprechpartner nach außen, gerade wo die USA völlig hohldrehen und man europäisch klar zusammenstehen und kommunizieren müsste), dann ab in Richtung Sternentor.

Der Freitag sollte laut meiner Planung mehr oder weniger gleich verlaufen, aber nun ja. Nicht so ganz. Zunächst gleicher Verlauf am Morgen, ich packte Müsli und Kartoffelsuppe ein und war um acht im Büro. Der Kollege war schon da und startete die Prüfung souverän, alles prima. Und ich machte mich an meinen sehr vollgepackten Vormittag: Einige Korrekturen, viel Kommunikation, ein paar sehr wichtige Dinge abzuhaken, dazwischen eine Stunde Onlineunterricht. Und Nachrichten hin- und herschreiben mit dem Kairo-Kollegen, der seit Donnerstag (da war er ins Flugzeug gestiegen) ein Kerala-Kollege war: Er war in Indien unterwegs und schickte Updates. Hotel mit Pool und Fußweg zum Strand, direkter Blick auf den Indischen Ozean, 30 Grad im Schatten, Klimaanlage im Zimmer. Trotzdem Arbeit, man ist ja schließlich nicht zum Spaß unterwegs.

Mittags die restliche Kartoffelsuppe, dieses Mal allein. Ein bisschen Unterstützung für den Kollegen, weil die Orga an diesem Tag ein paar Herausforderungen hatte (Personen Räume), insgesamt war es alles ein wenig hektisch, und ab halb drei war ich dann selbst auch im Unterricht. Da war die Prüfung schon so gut wie vorbei, alles glatt gelaufen und ich konnte beruhigt unterrichten.
Nach dem Gruppenkurs hatte ich noch einen Einzelunterricht, bis ich mit Unterrichten fertig war, war es sechs Uhr. Und ich traf auf einen sehr geknickten Kollegen: Er hatte prompt auf den letzten Metern noch einen administrativen Bock geschossen. Sehr doof, ich ärgerte mich, über mich am meisten, dass ich gedacht hatte, nachdem die Prüfung rum war, wäre alles abgehakt, aber auch über die Umstände, dass wir nicht noch einmal alles durchgegangen waren, dass er nicht gewartet hatte, bis ich rauskam, dass… naja. Beim Durchsprechen fiel mir dann gleich noch ein zweiter Fehler auf, den er gemacht hatte, weil er über einen Ablauf falsch informiert gewesen war. Nicht so dramatisch, und den ersten bügelte er gleich noch aus, halt trotzdem etwas ärgerlich. Aber alles glimpflich, würde ich sagen.

Das kostete mich alles aber ziemlich viel Zeit, und da ja eine Woche Urlaub ansteht, musste ich auf jeden Fall noch einige wichtige Dinge erledigen und abhaken. Ursprünglich hatte ich ja mal gedacht, ich könnte abends ins Fitness – Yoga fiel nämlich aus. Aber harhar, das konnte ich komplett vergessen, es wurde 20 nach sieben, bis ich fertig war und Autoresponder/Teams-OOO eingeschaltet hatte. Dafür war ich aber dann so wirklich fertig und meine Mailbox angenehm leer. Und ich konnte in den Feierabend und die Urlaubswoche gehen.

Der Liebste wartete schon hungrig daheim. Kurze Begrüßung, etwas Katzenkraulen, dann gingen wir direkt zum Asian Fusion Restaurant, Date Night und so. Dort anderthalb Stunden gutes Essen (Edamame, Udon mit Pilzen) und gute Gespräche. Den Rückweg dehnten wir etwas aus, um noch auf ein paar Schritte zu kommen, und als Abschluss schauten wir noch kurz beim Supermarkt nebenan vorbei, Vorräte an alkoholfreiem Aperitif auffüllen (einen alkoholfreien Prosecco und einen italienischen Botanical, dessen Namen ich schon wieder vergessen habe, aber er sah gut aus).
Daheim begann der Liebste einen Katastrophenfilm auf Netflix (the Core, so eine Art „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ trifft „Armageddon“), aber ich wurde um halb elf viel zu müde und verschwand ins Bett. Frühes Schlafen als Urlaubsauftakt.