Mal wieder die Tür zum Schlafzimmer offen, was ausdauernden, doppelten Katzenbesuch bedeutete – grundsätzlich eigentlich kein Problem, bis ich nachts aufs Klo musste und damit den Nasenkater aufweckte, was er mit langanhaltendem, lauten Schnurren quittierte. Egal, ich nahm ein Paar Ohrstöpsel und schlief wieder ein. Auch dass sich um kurz nach fünf Magi auf meine Decke legte und damit meine Bewegungsfreiheit deutlich einschränkte, war noch so einigermaßen tolerierbar. Aber um halb sechs begannen halt beide herumzuzappeln und im Fünfminutentakt nachzuschauen, ob ich vielleicht nicht doch schon wach war oder so. Nun ja. Um zwanzig nach sechs war ich dann wach genug („ausgeschlafen“ würde ich es nicht nennen wollen) und stand mit den Katern auf. Katzenmaintenance, Küchenrunde, Tee, während draußen ein (extrem heller) Vollmond auf den verschneiten Garten schien. Der Liebste schlief ein bisschen länger – eigentlich ganz praktisch, wenn wir uns so abwechseln (am Tag davor waren beide Kater bei ihm).
Zum Frühstück Brot mit Mandelfrischkäse und Quittengelee, und dann kochte ich mir eine Kanne grünen Tee (dieses Mal den White Downy Guangxi, wirklich sehr mild, schon leichte Anklänge von Blumen und Vanille, aber im zweiten Aufguss war das eher so die vage Idee eines Geschmacks) und setzte mich den restlichen Vormittag an meinen Laptop. Neben normalem Bloggen schrieb ich (endlich) die Liste gelesener Bücher 2025 zusammen. Eher durchwachsenes Lesejahr, aber das habe ich im Blogeintrag alles ausführlich zusammengefasst, und egal, jetzt ist auf jeden Fall 2026. Noch ein bisschen Internet leerlesen, ein bisschen Esszimmer aufräumen (die Roboter fuhren in Erd- und Untergeschoss, wir räumten den Adventskranz endgültig weg), dann war der Vormittag vorbei.
Zum Mittagessen machte der Liebste uns aus einem angebrochenen Glas Pesto, einer halben Packung Tiefkühlerbsen, einer Zwiebel und einer offenen Packung Streukäse so eine Art Pastagericht, das wirklich gar nicht schlecht schmeckte (etwas fettig halt). Danach eine Tasse Kaffee und mit Buch in den Lesesessel. Wo es mit Lesen allerdings nur kurz etwas wurde, denn innerhalb einer Viertelstunde schlief ich ein. Das geht im Sessel eigentlich gar nicht so gut, aber scheinbar irgendwie doch. Ich wurde auf jeden Fall erst gegen zwei wieder wach.
Restlicher Nachmittag auf dem Sofa, Skispringen in Innsbruck anschauen. (Eigentlich hätte ich noch so ein paar Sachen für den Tag vorgehabt, Wäsche waschen oder so, aber auch eigentlich hatte ich mir „ein bisschen rumbummeln“ für den Tag vorgenommen, also machte ich halt das.) Gegen halb vier war das Springen zu Ende und ich las dann doch noch ein bisschen.
Gegen sechs mit dem Liebsten gemeinsames Kochen, zunächst mixten wir uns aber aus dem von Silvester übrigen Rosé Secco (der ja nicht so berauschend gewesen war) und zwei Fläschen Sanbitter einen Aperitif. Sehr gute Kombination, passte hervorragend (und nicht nur wegen der Farbe).
Essen war ein einfaches Ofengemüse, ein paar Kartoffeln, etwas Grünkohl mit scharfem Chiliöl, ein paar Karotten, eine Portion Rosenkohl mit Walnüssen. Während das Essen im Ofen war, noch eine Runde Phase 10, das ich GANZ KNAPP verlor, gerade mal um FÜNF Punkte, was ja eigentlich überhaupt gar nicht sein kann. Mäh.
Restlicher Abend zu den Raumschiffen aufs Sofa (ohne Nachrichten – ich hatte über das Internet schon genug gelesen und mich geärgert). Ein bisschen unzufrieden, dass ich weniger „gemacht“ hatte als gewollt, dann unzufrieden über mich, dass ich trotz Urlaub unzufrieden war. (Immer die gleiche Gedankenspirale.) Deshalb nicht mehr drüber nachdenken, stattdessen ein bisschen herumfläzen (soweit das mit Kater auf dem Bauch geht – Magi nach wie vor ausdauernd, wenn es darum geht, und auf dem Sofa zu belagern) und als Tagesabschluss schenkte der Liebste uns einen wunderbaren irischen Blend und anschließend einen rauchigen schottischen Single Malt ein (for the record: Caol Ila, genau das richtige Maß an Rauch). Und dann recht früh ins Bett.