Letztes Ausruhen, Dienstag 6.1.2026 (Dreikönig)

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Um halb sechs das erste Mal wach, um halb sieben das zweite Mal – nach ein bisschen Herumgedenke stand ich auf, obwohl ich mich nicht so richtig ausgeschlafen fühlte und mir ziemlich die Augen brannten. Aber blöd herumliegen wollte ich halt auch nicht. Übrigens kein Katerbesuch trotz offener Tür, okay. Sie kamen dann nach ein paar Minuten nach oben.
Katzenmaintenance, Küchen- und Aufräumrunde, Tee. Der Liebste stand kurz nach mir auf und machte uns zum Frühstück einen Milchreis. Etwas ungewöhnlich, aber der Reis steht auf der Aufbrauchliste, in erster Linie, weil ich nicht mehr weiß, ob es ein Arborio für Risotto ist oder ein klassischer Rundkornreis für eben Milchreis – und beides gehört nicht zu unseren sonderlich häufig gekochten Gerichten. Für einen Milchreis eignete er sich auf jeden Fall.

Gleich zum Frühstück ein neues Spiel (nachdem ich gegen Phase 10 intervenierte): Wir bauten Parks auf, inklusive Wildtier-Erweiterung. Das beschäftigte uns die nächsten anderthalb Stunden, und meine Güte, ist das ein nettes Spiel. Schon allein optisch (die kleinen Holztierchen), und auch sonst. Sehr, sehr schön zu spielen.  Nach ein paar Runden schnelle Dusche, und da Harold oben gesaugt hatte, putzten wir noch schnell das Bad.
Restlicher Vormittag: Ich verbloggte den Vortag und zog mich dann mit Laptop aufs Sofa zurück und las das komplette Internet leer. Zwei Kater um mich herum, ein Feuer im Ofen, eine Kanne grünen Tee auf dem Couchtisch, großartig.

Zum Mittagessen etwas Improvisation (weil wir am Vorabend im Unverstand die Pizza komplett aufgegessen hatten): Der Liebste machte aus Pilzen, Creme Vega und Zwiebeln eine schöne Pilzrahmsauce, dazu ein paar Nudeln. Sehr gutes Essen.
Nach dem Essen kurze Ruhepause, die ich nutzte, um einmal durchs Haus zu gehen und die Weihnachtsdeko wieder einzupacken. Obwohl es noch ein außerordentlich winterlicher Tag war: Es hatte gleich morgens zu schneien begonnen und schneite ausdauernd und intensiv bis in den Nachmittag. Und weil der Boden so kalt ist, blieb auch alles liegen. SO schön.

Gegen halb vier hatte der Schnee aufgehört und ich hatte das Bedürfnis nach Bewegung. Deshalb stapfte ich mit dem Liebsten, warm eingepackt, in einem großen Bogen in Richtung Innenstadt. Erstaunlich viele Leute unterwegs, und die Cafés, die trotz Feiertag offen hatten, waren ziemlich voll. Im liebsten italienischen Bistro war aber noch Platz. Kurzes Aufwärmen mit einem Hafermilchkaffee. (Leicht genervt, als mir die Jacke des Liebsten auf den Boden fiel, der natürlich durch die ganzen Schneematschstiefel total nass war, blargh. Diese tausend Klamotten und das Schmuddelige überall sind echt unangenehm am Winter.)

Gegen halb sechs waren wir wieder daheim. Kurze Katerversorgung, dann gleich gemeinsames Kochen (wir waren beide leicht unterzuckrig, keine Ahnung warum – der Kaffee eventuell): Ein selbst zusammengerührtes Stir Fry mit Tofu, Edamame, Brokkoli, Karotten und Mie und einer süß-scharfen Sauce. Ach ja, und mit den restlichen Champignons und einer Packung getrockneten Shiitake – damit war der erste Punkt auf der Aufbrauchliste abgehakt. Hihi.

Frühes Essen, dann noch eine Runde Parks (danach packten wir es wieder ein, damit für den Start der Arbeitswoche der Esstisch frei ist). Und dann zurück aufs Sofa: Wir sahen (im Live Stream, den wir einfach zwei Stunden zurückstellten) das letzte Springen der Vierschanzentournee an. Ein bisschen Generve, weil es nicht sofort klar war, wo wir die Übertragung im Livestream finden konnten, und dann nochmal genervt, weil man den Livestream nur maximal zwei Stunden zurückstellen kann. Dadurch verpassten wir die erste Stunde der Übertragung, aber egal.
Auf jeden Fall dann entspannt aufs Sofa. Entspannung war sowieso eine gute Idee: Wir hatten beide ziemlich Bauchweh, keine Ahnung warum, vermutlich zumindest teilweise durch das Urlaubsende verursacht. Und durch sonstige Stress-Faktoren – unter anderem hatte ich mal die Reisehinweise des Auswärtigen Amts für Indien durchgelesen. Soweit ich das sehe, bin ich aber okay aufgestellt: Die schwierigen, gefährlichen Reisegebiete sind weit von meinem Aufenthalt entfernt, was die Kriminalität angeht, klingt das alles recht „normal“, und Visum und Pass sind wohl okay. Jetzt muss es halt nur noch klappen. Oh well.

Auf jeden Fall letzte Urlaubsentspannung mitnehmen, und dann mit Buch früh ins Bett. So ein ganz, ganz kleines bisschen freue ich mich sogar wieder auf die Arbeit. Nicht auf den Stress, natürlich, aber auf die Abwechslung und – klingt komisch – auch auf den strukturierten Arbeitsalltag. Das wird mir wahrscheinlich zwar schon am Donnerstagabend zu viel sein, aber bis dahin fühlt es sich ganz gut an.