Erster Arbeitstag nach dem Urlaub: Wenig überraschend, dass ich sehr durchwachsen schlief, ab halb fünf war die Nacht mehr oder weniger vorbei. Trotzdem im leichten Dämmerschlaf, als um Viertel nach sechs der Wecker piepste, und insgesamt noch ziemlich müde. Und fröstelig, das lange Wachliegen hatte dazu geführt, dass mir insgesamt trotz dicker Decke recht kalt war. Draußen frostig und sternklarer Himmel, der Schnee im Garten glitzerte (wunderschön) im Licht des fast vollen Mondes.
Schnelle Katzenmaintenance und Küchenrunde, Tee, der Liebste machte uns ein Müsli (das ich einpackte). Blick in die Zeitung, aber alles mit einem Blick auf die Uhr, und ziemlich zeitig Dusche, Tasche packen, mich selbst warm einpacken und um Viertel vor acht aus dem Haus. Wir hatten tatsächlich, am ERSTEN Arbeitstag des Jahres, gleich eine Prüfung, für die zwar der Kollege verantwortlich war, aber ich wollte trotzdem früh da sein. Und natürlich auch wegen allem anderen.
Relativ voller, aber nicht überfüllter Arbeitstag. (Naja: aber schon sehr voll.) Die Prüfung tangierte mich am Vormittag erst einmal nicht, ich konnte also in Ruhe meine Mails durchgehen, sortieren und abarbeiten. Der Vertretungskollege hatte einiges aufgefangen (und viele Leute waren natürlich auch im Urlaub gewesen), es hielt sich also in Grenzen.
Den restlichen Vormittag Vorbereitungen für Indien, was von mir etwas gesichtet und dann an die Kollegin delegiert wurde (mit jeder Menge Absprachen zwischendrin und so). Leider fehlten uns einige wichtige Informationen und Dokumente, und ich sag mal, die Zeitverschiebung hilft auch nicht gerade, wenn man mit Kollegen im Ausland Sachen organisieren muss. Nun ja.
Kurze Mittagspause allein mit dem restlichen Stir Fry. Ab eins war ich den Nachmittag über mit der Prüfung beschäftigt: Erst nahm ich mit einer Kollegin zusammen mündliche Leistungen ab, dann unterstützte ich den anderen Kollegen bei der schriftlichen Auswertung. Das beschäftigte mich insgesamt bis vier. Danach noch anderes Zeugs erledigen, Dokumente bearbeiten, kurzes Meeting mit dem Chef wegen Indien, und um kurz nach fünf war ich komplett durch.
Quasi Feierabend, zuerst allerdings noch drei Punkte abzuhaken: Erst einmal zur Post, Dokumente zum Versand, und dann zum O2-Shop. Mein Handy ist theoretisch e-SIM-fähig, und es wäre auch eine gute Idee, eine e-SIM zu benutzen, weil die physische SIM ziemlich alt ist und deshalb vom Format her gar nicht mehr in den Slot des Handys passt (wir haben damals, als ich das neue Fairphone gekauft habe, mit einem Teppichmesser den Plastikrand der SIM so zugeschnitten, dass man sie mit Mühe und Not in den Slot schieben konnte). Ich fragte also, ob man mir eine e-SIM einrichten könnte, und siehe da: Es ging problemlos. Ein bisschen Herumgeklicke durch den Händler, ein Code, den er mir aufs Handy schickte und dann bei sich einrichtete, und dann hatte ich eine e-SIM. Daheim aktivierte ich sie dann noch und fummelte die Plastik-SIM aus dem Schlitz. Damit ist der Platz frei, damit ich eine Prepaid-SIM fürs Ausland benutzen kann.
Dritter Stopp war die Apotheke für ein Notfall-Durchfallmedikament, weil, keine Ahnung, Indien und fremdes Essen und so. Und ich sollte da ja schon fit sein, schließlich fliege ich zum Arbeiten hin.
Um sechs daheim (trotz langsamem Gehtempo: Es liegt immer noch Schnee und die Temperatur war den ganzen Tag nicht in den Plusbereich gekommen). Mit dem Liebsten gemeinsames Kochen, eine große Portion Bolognese mit Pilzen und Linsen. Das war zumindest der Plan, aber nachdem die Sauce fröhlich fertiggeköchelt hatte und wir uns die Spaghetti auf die Teller luden, sahen wir die eingeweichten, ungekochten Linsen traurig auf der Anrichte stehen. Super.
(Nicht so richtig schlimm: Der Liebste kochte die Linsen anschließend und rührte sie unter die übrige Sauce – damit ist es auf jeden Fall genug, um noch ein paar Portionen einzufrieren. Und wenn man kurz vor dem Schlafengehen keine Linsen gegessen hat, hat das ja durchaus auch gewisse Vorteile.)
Restlichen Abend ein paar Folgen auf die Raumstation, währenddessen las ich mich durch die Timeline und googelte Reiseinformationen (zum Beispiel dass ein Steckdosenadapter keine schlechte Idee wäre – bekomme ich vom Kollegen, und dass dort aktuell Temperaturen um die 30 Grad herrschen – na super).
Kurz vorm Schlafengehen noch die Nachrichten (keine wirklich grandiose Idee). Die Kaper-Aktion der USA auf zwei venezolanische Öltanker hatte ich tagsüber schon mitbekommen, der Rest war auch nicht gerade viel besser. Beispielsweise dass der Winter in einigen Regionen in Europa (Paris, Niederlande – ich erinnere meinen Mexikoflug via Amsterdam vor einem Jahr) zu Verkehrsproblemen und Flugausfällen geführt hat. Harhar, da habe ich ja noch etwas Zusätzliches, über das ich mir Sorgen machen kann: Alles wochenlang vorbereitet, und dann klappt der Flug wegen des Wetters nicht… Aber das Winterwetter kann ich halt definitiv nicht wegorganisieren. So gesehen schiebe ich diesen Gedanken jetzt erst einmal beiseite.