Alltagschronik mit Eisglätte, Montag 26.1.2026

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Recht gut geschlafen, nur zwischendrin etwas wach gelegen und mich über die Helligkeit vor dem Fenster gewundert – das war wohl einfach der Kombination aus Mondschein und geschlossener Schneedecke geschuldet. Beim Aufstehen war der Schnee allerdings schon deutlich geschmolzen und die Dachterrasse mehr oder weniger frei. Da auch Regen vorhergesagt war, stellte ich mich auf ziemliches Schmuddelwetter ein.
Magi war die ganze Nacht nicht vorbeigekommen, obwohl ich die Tür diese Nacht offen gelassen hatte, er kletterte erst um kurz nach sechs ins Bett und wartete dann manierlich, bis das Weckerlicht anging und ich schließlich aufstand. Großer Hunger bei beiden Katzen, das Futter (Kitekat, probieren wir gerade neu) scheint ihnen allerdings nicht so richtig zuzusagen: Sie schlecken zwar das Gelee weg, lassen den Rest dann aber liegen. Toll. (…mein nächstes Haustier wird ein Labrador.) Zumindest war das Futter vom Vortag gut gefressen worden und die Medikamente nahmen sie auch, also alles okay.

Ansonsten Montagmorgenroutine halt, ich kochte Tee, der Kater bettelte, der Liebste machte uns ein Müsli. Wir hatten beide einen Tag im Büro geplant und waren nicht so wahnsinnig motiviert vor der neuen Arbeitswoche. Aber ich war ganz froh, dass sich die Erkältung bis auf ein paar Husten- und Schnupfenreste tatsächlich erledigt zu haben schien.
Um kurz vor acht verabschiedete sich der Liebste und ich ging ins Bad. Er war allerdings nach zwei Minuten schon wieder da, um mir zu sagen, dass er bei uns vor dem Haus noch einmal nachgestreut hatte, ich aber auf jeden Fall aufpassen sollte: Es war teilweise spiegelglatt. Als ich eine Dreiviertelstunde später aus dem Haus ging, war ich dementsprechend verkrampft unterwegs. Allerdings war es recht mild und man konnte den Eisresten quasi beim Schmelzen zusehen. Ich kam deshalb auch langsamen Schrittes, aber trotzdem pünktlich um neun im Büro an.

Recht intensiver Arbeitstag, angefangen damit, dass viele Kolleg:innen vor Ort waren, weil unsere Remoteverbindung nicht funktionierte. Ich machte mir gleich morgens eine Liste, weil ich wieder das Gefühl hatte, dass ich am besten alles gleichzeitig erledigt hätte, und arbeitete dann einigermaßen konsequent ab. Vormittags noch ein netter Unterrichtstermin, dann eine schnelle Mittagspause (Nudelsalat, eine große Portion), nachmittags ein recht produktives Abteilungsmeeting, und als ich um halb sechs auf meine Liste schaute, waren alle wirklich dringenden Punkte weg und ein großer Teil der anderen Sachen auch. Sah alles gut aus. Also machte ich um Viertel vor sechs guten Gewissens Schluss. Auch deshalb froh heimzukommen, weil ich mich zwar wieder ganz fit fühlte und das Arbeiten gut geklappt hatte, aber ich merkte den Schnupfen natürlich schon noch und war vor allem irgendwann heiser. Letzte Erkältungsreste halt.

Auf dem Heimweg Plusgrade (wenn auch unangenehm windig) und sämtlicher Schnee weggeschmolzen. Der Liebste war kurz vor mir gekommen, hatte die Nasen schon versorgt und war gerade dabei, Wäsche abzuhängen. Weil er für ein paar Tage beruflich verreist, packte er seine Sachen und ich startete schon einmal mit Kochen. Später kam er dazu und kochte zu Ende: Bratkartoffeln, Zwiebeln, Tofuwurst, generell kriegt er Bratkartoffeln immer besser hin als ich.
Zu den Kartoffeln machten wir  ein letztes halbes Glas Kichererbsen, und damit hatten wir tatsächlich noch vor Monatsende und obwohl ich eine Woche weg gewesen war unser Ziel von zwei Dritteln Aufbrauchliste erreicht. SEHR stolz auf uns. Es war allerdings dieses Jahr auch eine kürzere Liste, muss ich sagen – wir scheinen die letzten Monate vernünftiger eingekauft zu haben. Oder vielleicht haben wir auch einfach nicht mehr so viel Quatsch geschenkt bekommen, weil wir ja keine Freunde mehr haben oder so. Könnte durchaus sein.

Restlicher Abend auf dem Sofa, wo wir die zweite Staffel der Seenotretter zu Ende schauten (vielleicht kommen da noch neue Folgen, die Staffel kam mir mit sechs Folgen sehr kurz vor) und dann auf ARD Live Handball-EM der Männer wechselten. Das ist ja mal ein Sport, wo ich nicht nur keine Ahnung habe (während des Spiels googelten wir beide, was das überhaupt für ein Turnier ist, wo es stattfindet und in welcher Runde man gerade ist (anscheinend Viertelfinale, aber kein KO-System), sondern was ich auch eher mühsam anzuschauen finde, vermutlich der mangelnden Zuschauer-Übung geschuldet. Wie ich jetzt gerade sehe, wurde das Spiel auf jeden Fall mit vielen Toren gegen noch mehr Tore verloren oder so – abends sahen wir es nicht mehr, denn ich begann auf dem Sofa einzuschlafen und wir krochen deshalb einfach ins Bett.