Am Donnerstag kein Internet im Haus, deshalb keine Schreibmöglichkeit (also außer mit Handyhotspot oder so, war aber unpraktikabel). Also gibt es zwei Tage zusammengefasst. Sowieso wenig passiert, außer dass ich daheim halt die Stellung hielt.
Am Mittwoch vor fünf aufgewacht, was ich deshalb so genau weiß, weil eine laute, alte Schnurrkatze ins Bett kam und mal nachschaute, ob ich vielleicht so allmählich…? Nein? Und als ich nach ein bisschen Ignorieren auf die Uhr schaute, war es halt 5:03. Ich hatte natürlich aus lauter Mitleid mit den armen Katern, die jetzt ohne den Liebsten durch die Nacht kommen müssen, meine Schlafzimmertür aufgelassen und Magi ließ sich nicht zweimal bitten – schließlich waren wir am Dienstag auch um fünf aufgestanden. Ich blieb tapfer liegen, bis das Weckerlicht um sechs anging, aber schlafen konnte ich natürlich nicht mehr. Dass ich ziemlich übles Kopfweh hatte, half leider auch nicht.
Nun ja. Morgenroutine, Katzenmaintenance, in der Küche wartete das Bananenbrot. Tee, außerdem schrieb ich dem Liebsten zum Geburtstag (seine Geschäftsreise ist echt nicht optimal getimt). Oben fuhr Harold, und nach einem sehr üppigen Frühstück mit Bananenbrot und Butter (etwas schwer für mich einzuschätzen, wie viele Scheiben ich zum Sattwerden brauchen würde – weniger als abgeschnitten, stellte sich heraus) ging ich auf acht nach oben zum Yogakurs. Ich mag gar nicht mehr nachschauen, wann ich das letzte Mal im Yogakurs war, dieses Jahr auf jeden Fall noch nicht. Und auch sonst halt sehr wenig Sport gemacht, mit Reise und krank und so.
Anyway. Wenig überraschend sehr anstrengender Kurs, ich fühlte mich bei jeder Bewegung steif und verklebt und verkrampft. War aber trotzdem natürlich super, klar. Am Ende der Stunde war ich beim Shavasana dann allerdings kurz vorm Einschlafen.
Schnelles Zusammenpacken, dann am Schreibtisch (Heimarbeitstag für mich) ab halb zehn. Ich startete den Morgen mit einem Meeting und hatte danach einen recht geruhsamen Tag: Es gab zu tun, ich bekam Antworten und konnte Zeugs organisieren, aber es war alles anstrengungsmäßig im Rahmen.
Mittagessen mit den restlichen Bratkartoffeln und einem Espresso danach, recht ausführliche Mittagspause, und den Nachmittag in gleichem (nicht langsamem, aber nicht gehetztem) Tempo weiter. Nur so richtig früh aufhören konnte ich nicht, weil ich nach fünf noch einen Beratungstermin hatte, am Ende wurde es sechs, bis ich fertig war. War aber in Ordnung.
Draußen war es den ganzen Tag feucht und grau gewesen und ich war froh, dass ich nicht aus dem Haus musste. Katzenversorgung, leicht genervt: erstens vom Kater, der sich eine wirklich nervige Bettelei angewöhnt hat (sind wir schuld, ich weiß schon), zweitens von mir, weil uns ein Medikament am Morgen endgültig ausgegangen war, und als mir tagsüber einfiel, bei der Tierärztin anzurufen, hatte ich das Zeitfenster der Erreichbarkeit schon verpasst. Mäh.
Nun ja. Zum Abendessen einfaches Vesper mit Rügenwalder Zeugs und einem halben Glas eingelegter Roter Bete (etwas zu sauer für meinen Geschmack), danach noch ein (gekaufter) Vanillepudding. Und dann aufs Sofa, mit erst einer, dann bald zwei Katern und ein bisschen Blaulichtquatsch. Und sehr früh ins Bett, ich war todmüde. Sodass ich dann prompt vor halb zehn schon komplett einschlief und den Anruf des Liebsten verpasste (er war zu seinem Geburtstag mit Kolleg:innen im Restaurant gewesen). Ziemlich schade, aber wie gesagt sowieso blödes Timing – wir müssen das Feiern halt am Wochenende nachholen.
Am Donnerstag gut und lang geschlafen, was vermutlich daran lag, dass ich die Schlafzimmertür wieder zu hatte. Der Schreck kam nach der Katzenmaintenance und Küchenroutine, als ich erst auf das normale Telefon, dann aufs Handy, dann auf meinen Laptop schaute: Wir hatten im ganzen Haus kein Internet. Das änderte meine Pläne für den Tag ziemlich: Ich hatte mir einen ruhigen Tag daheim ohne größere Arbeitstermine vorgestellt, stattdessen musste ich mich jetzt etwas sputen. Nach einem schnellen Frühstück (Bananenbrot mit Erdnussbutter, keine super Kombi, den Rest Bananenbrot fror ich ein) und einer ebenso schnellen Dusche packte ich mich wasserdicht ein – draußen intensiver Schneeregen. Mit Schirm und Wintermantel kam ich um halb zehn recht trocken im Büro an.
Ganz gut eigentlich, dass ich ungeplant im Büro war: Es war ein Stapel Dokumente gekommen, der bearbeitet werden musste. Damit war ich den größten Teil des Tages beschäftigt, neben einem Spontanmeeting mit dem Chef und dem üblichen Zeug aus Mails und Kolleg:innenanfragen und so. Mittagspause um halb zwei mit einer Portion Börek, das der Liebste vor zwei Wochen gemacht und eingefroren hatte: Gar nicht so schlecht, so mit Spinat und Feto. Der Yufkateig dafür war schon etwas alt und deshalb trocken, aber ich fand es in Ordnung. Vielleicht hatte das Einfrieren geholfen. Oder ich bin einfach weniger anspruchsvoll.
Am Nachmittag machte ich meine Zeitabrechnung für den Monat fertig und stellte fest (was ich schon geahnt hatte), dass die ganze Indien-Aktion mein Stundenkonto völlig zum Explodieren gebracht hatte. Und ich hatte noch nicht einmal ausgleichen können, weil ich ja direkt danach krank geworden war. Weil ich bei der Arbeit auf einem guten Stand war und ich außerdem am Morgen die Tierärztin erreicht hatte und nachmittags für die Medikamente vorbeikommen konnte, beschloss ich deshalb, um halb drei mit der Arbeit aufzuhören. Im Regen nach Hause.
Dort erst einmal Tee und Katzenbespaßung, dann eine halbe Stunde mit Buch aufs Sofa (Internet ging immer noch nicht, und der Liebste war so aus der Ferne etwas ratlos). Um vier aus dem Haus und zur Tierärztin, Medikamente holen und gleich für beide Kater einen Checkup-Termin ausmachen. (Bräuchte ich für mich selbst vermutlich auch irgendwann wieder. Allerdings bin ich nicht so alt wie die Kater.)
Leicht genervt vom Auto übrigens, das beim Start erst eine Fehlermeldung brachte, weil ich anfangs vergessen hatte, beim Anlassen auf die Kupplung zu treten – okay, mein Fehler, aber die Fehlermeldung im Display machte trotzdem keinen Sinn. Und beim Abstellen verschloss das Auto automatisch alle Türen bis auf die Fahrertür, und als ich den Schlüsselchip in die Halterung klemmte, meldete der Bordcomputer meine Buchung ab. Was normal ist, nur hätte das Auto an der Verriegelung nichts machen sollen – jetzt ließ sich das Auto nämlich mit Chipkarte nicht mehr verschließen. Ich musste den Carsharing-Service anrufen, der mir den Tipp gab, noch einmal alles aufzumachen (mit Schlüssel) und dann nochmal zu probieren. Das ging dann, aber ehrlich, was ist das für ein Quatschsystem? Nerv.
Da ich das Auto direkt hinter dem Alnatura gebucht hatte, ging ich dort noch vorbei, einmal ausführlich (ich hatte ja Zeit, freier Nachmittag und so) den ganzen neu gestalteten Laden anschauen. Sie haben definitiv ihr Sortiment erweitert in dem Sinn, dass sie jetzt einige neue Marken anbieten, aber auch ein paar neue Produkte konnte ich entdecken. Ich kaufte ein paar Kleinigkeiten (unter anderem italienische Paprika, deutsche Süßkartoffel, spanische Avocado – wenn die Avocado nicht aus Südamerika kommen, bin ich ja schon sehr zufrieden) und war gegen halb sechs wieder daheim.
Dort erst einmal Katzenversorgung, dann kochte ich mir aus der Paprika, Currypaste und einer Packung Sommergemüse ein einfaches Curry. Ein wenig lesen, dazwischen etwas mit dem Liebsten konferiert, weil unser Internet immer noch weg war: Er hatte die Idee, einfach den ganzen Netzwerkschrank und Router und was weiß ich auszustecken, weil sich dann (nach dem Einstecken) das System eigentlich neu konfigurieren müsste. Das machte ich, und siehe da: Internet wieder da. Keine Ahnung, was das eigentliche Problem war.
War aber egal, ich verbrachte den restlichen Abend mit Blaulichtquatsch und Kater auf dem Bauch, während der Liebste mir Bilder von Restaurants und Whiskybars schickte (leicht neidisch). Um zehn ins Bett, ganz zufrieden mit dem Tag.