Geselligkeit, Mittwoch 18.2.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Nicht sonderlich gut geschlafen, in der Nacht hatte ich solche Kopfschmerzen, dass ich schließlich aufstand und eine Tablette nahm. Half dem Schlaf aber auch nur bedingt. Leider mittlerweile eine recht häufige Folge, wenn ich am Abend zuvor Hülsenfrüchte esse – und da es davon bei uns oft gibt, muss ich mir da mal was überlegen. Hm. Auf jeden Fall dementsprechend kaputt und auch nicht so sonderlich positiv gestimmt gegenüber dem Tag. Nun ja.
Erst einmal Katzenmaintenance und große Küchenrunde, die Spülmaschine war gelaufen, Nudeln fürs Mittagessen mussten gekocht werden, alle diese Dinge. Eine gute Dreiviertelstunde später der erste Tee. Der Liebste verschwand recht bald ins Bad und aus dem Haus, deshalb Müsli für mich allein, Dusche, und um Viertel vor neun ging ich auch los (draußen immer noch Wintermantelwetter, aber ich erwischte eine Regenpause). Ein Tag im Büro ohne Yogakurs, weil die Trainerin nicht da war. Oh well.

Recht erfolgreicher Tag. Den Vormittag über hatte ich Unterricht und in den Zwischenpausen Zeit für all die kommunikativen Tools, alles gerade so im richtigen Maß, dass ich die Antworten hinkriegte, aber nicht völlig am Rumrennen war. Dazu besonders schön: Ich erhielt eine positive Antwort für mein Weiterbildungsprojekt. Ab Ende März werde ich für ein halbes Jahr bis Ende Oktober berufsbegleitend eine Online-Weiterbildung machen (nennt sich „Studium“, naja, das finde ich in Anbetracht des Umfangs etwas zu hoch gegriffen, aber ich hoffe trotzdem auf ein paar theoretische Impulse) und dafür einen Batzen meiner angesammelten Überstunden aufbrauchen. Fachlich genau in meinem Gebiet und am Ende mit einer Qualifikation, die ich unter Umständen weiterführend nutzen kann (ich oder wir als Firma). Sehr schöne Nachricht.

Mittagspause um Viertel nach eins mit den restlichen Linsen und Spirelli, ein Espresso danach (leider sauer – die aktuellen Bohnen im Büro finde ich nicht die beste Wahl). Den Nachmittag über neben einem Beratungstermin viel Zeit für administratives Zeug. Und für blödes Rumstehen: Ich musste ein Paket zur Post bringen und stand dort um zehn vor zwei vor verschlossenen Türen. Mit einem Zettel an der Tür, dass die Post heute ausnahmsweise geschlossen sei. Nicht so schlimm, ich ging kurz Geld holen und stellte mich dann wieder in die mittlerweile deutlich angewachsene Schlange an Kund:innen – es war ja kurz vor zwei, also alles gut. Als ich um fünf nach zwei aber immer noch vor der Tür stand (im langsam anfangenden Regen noch dazu), wurde es mir zu blöd und ich ging wieder ins Büro. Im zweiten Anlauf um halb vier war ich dann erfolgreich. (Zum Glück ist mein Arbeitsplatz von der Post nicht weit entfernt.) Schon etwas bizarr, einfach einen Zettel in die Tür zu hängen und dann haben die Leute halt Pech gehabt.

Arbeit bis sechs, dann Feierabend mit meinem Team: Wir trafen uns zu einem gemeinsamen, keine Ahnung, Dingsi. (Da gibt es irgendwie kein gutes Wort auf Deutsch – der Liebste nennt seine Teambilding-Dingsis immer „After Work“, ich hatte „Get-together“ im Kalender stehen, naja.) Auf jeden Fall arbeiten wir in dieser Konstellation erst seit ein paar Monaten zusammen und vor Weihnachten hatte es für ein Dingsi zeitlich nicht gereicht. Und im Januar sowieso nicht. Deshalb also jetzt einmal in die Pizzeria gemeinsam, damit wir mal Zeit fürs Quatschen außerhalb der Arbeitstermine haben.
Sehr netter Abend, muss ich schon sagen. Ich war etwas angespannt vorher (kein Wunder bei mir und sozialen Zusammenkünften), aber völlig ohne Grund. Essen gut (ich hatte eine vegane Pizza Verdura Fresca, die echt lecker war und von der ich mir für den nächsten Tag die Hälfte einpacken ließ – gleich fürs Mittagessen gesorgt), Atmosphäre sehr nett, gute Gespräche. Das werden wir auf jeden Fall wieder machen. Freute mich.

Um halb neun war ich wieder daheim, leicht nassgeregnet vom Heimweg. Der Liebste hatte sich noch mit jemandem vom Bastelverein getroffen und kam kurz nach mir. Kurze Katzenversorgung (und Sofa richten, weil der Nasenkater es geschafft hatte, auf drei Decken gleichzeitig zu kotzen, nerv), ein bisschen Unterhaltung, dann Olympia. Dieses Mal kein Eiskunstlauf, stattdessen Eisschnelllauf und Eishockey, also ja irgendwie das gleiche Medium. Bettzeit ohne Buch um zehn, ordentlich müde.