Freitag! Höchste Zeit. Morgens wieder schwer aus dem Bett gekommen, nach der späten Schlafenszeit am Abend davor auch kein Wunder. Ich hatte den Wecker extra schon eine Viertelstunde später gestellt und musste dann trotzdem noch zweimal snoozen, bis ich um kurz vor sieben nach unten ging. Kurze Küchenrunde, einmal die Katzentoiletten checken und auffüllen, den Rest hatte der Liebste schon erledigt.
Langsames Wachwerden am Esstisch mit Schreiben, einem Blick in Zeitung und Internet, dazu Tee, ein paar Scheiben Bauernbrot (nicht mein Lieblingsbrot, aber der Liebste hatte es beim Bäcker günstig im „Brot vom Vortag“-Korb gefunden) mit Lemon Curd (so gut). Eigentlich hatte ich die halbe Avocado aus dem Kühlschrank dazu geplant, aber im Vergleich zur letzten war dieser die Lagerung nicht so gut bekommen: Sie hatte sich einen Pelz angezogen. Vermutlich weil sie in einer falschen Plastikbox gelagert war, deren Deckel nicht mehr richtig schließt. Schade.
Um zwanzig nach acht schneller Blick in die Mails, dann Blitzdusche, und ab neun war ich endgültig am Schreibtisch. Relativ ruhiger Vormittag mit einer Stunde Onlineunterricht und ansonsten einiges an Orgakram zu erledigen und ein bisschen Unterrichtsvorbereitung. Wenig Spannendes, ich fühlte mich auch nicht superkonzentriert (so langsam schon wieder ein bisschen urlaubsreif, aber das muss noch einen Monat warten). Nun ja. Begleitet wurde das Arbeiten auf jeden Fall von einer Kanne Tee (ein japanischer Tamaryokucha, den ich leer machte und mir vielleicht nachkaufen werde) und einer Kanne Kaffee, weniger für mich, mehr für den Liebsten, der morgens ins Büro gegangen war, aber zur Mittagspause wieder heimkam.
Mittagessen um halb eins war ein bisschen Resteküche, zweite Hälfte Bratkartoffeln mit Räuchertofu und Pilzen, Rest vom afrikanischen Imbiss vom Vortag. Etwas Kaffee, dann wieder an den Schreibtisch und Zeugs abarbeiten (und über gute Nachrichten, nämlich über notwendige Anmeldezahlen, freuen) bis halb vier.
Draußen war es trocken, aber erstaunlich kalt (kommende Woche soll es milder werden) , als ich ins Büro ging, eine Stunde lang Sachen vor Ort erledigen. Die allermeisten Kolleg:innen waren da schon weg, aber der Chef und der Babyhund waren noch da. (Der im Herzen immer ein Babyhund bleiben wird und mich erst einmal ordentlich abschleckte.) Und die letzte Woche bestellte riesige Funk-Digitaluhr war gekommen. Naja, „riesig“, ungefähr so groß wie ein A4-Blatt und damit auch in einem großen Raum gut zu lesen. Wir haben in allen Uhren analoge Uhren mit Zifferblatt hängen, aber es gibt halt zunehmend Leute, die ein Zifferblatt nicht mehr so souverän und vor allem schnell entziffern (haha) können.
Um fünf fertig mit der Arbeit und bereit für den Yogakurs, dieses Mal in recht kleiner Besetzung. Viel Armarbeit (SEHR anstrengend, ich merke, dass ich fürs Fitness die letzten Wochen zu wenig Zeit hatte) und einige Stehpositionen, die besser gingen als letzte Woche, obwohl mir seit Tagen schon wieder die Achillessehne heftig weh tut. Offensichtlich kann ich in Dehnungspositionen reingehen und sie auch halten, aber wenn ich dann normal einen Weg entlanggehe oder auch nur auf dem Sofa sitze, dann ist das für die Füße wohl zu viel. Oder so.
Auf jeden Fall guter Kurs, und ich hoffe sehr, dass er in dieser Besetzung weiterlaufen kann (es gab da so ein paar Andeutungen). Ich brauche einfach das Konstrukt des Kurses, damit ich regelmäßig Yoga mache, so blöd das ist. Naja, und den sozialen Kontakt brauche ich vermutlich auch.
Um sieben holte mich der Liebste zur Datumsnacht ab. Alkoholfrei, weil Mittwoch ja Aschermittwoch war und wir die Fastenzeit einhalten wollen (wir haben noch eine halbe Flasche Rotwein im Kühlschrank – da müssen wir mal überlegen). Deshalb gingen wir auch nicht zu unserem Stammitaliener, sondern zur Alternative in der Südstadt. Dort gemischter Salat, Penne Arabbiatta, dazu ein alkoholfreies Weizen und ein Espresso am Ende, und das war dann ein sehr normaler, aber sehr schöner Abend. Mit viel gutem Gespräch, was ja auch keine Selbstverständlichkeit ist.
Daheim um neun und noch aufs Sofa bis kurz nach elf, ein bisschen Shorttrack anschauen (Frauen Einzel 1500 Meter, Männer Staffel 5000 Meter). Etwas komisches Konzept, diese Sportart: Es ist alles so eng und so glatt und die Läufer:innen so nah beieinander, dass wir bisher kein einziges Rennen ohne Stürze gesehen haben. Beim 1500 Meter-Halbfinale war am Ende von den 8 Starterinnen nur noch eine einzige übrig! Das finde ich schon etwas bizarr. Zumal am Ende ja oft wenige Hundertstel über den Gewinn entscheiden, vorausgesetzt, man fliegt nicht von der Bahn. Aber naja: Unterhaltsam anzuschauen ist es schon.