Schlecht geschlafen, ewig wach gelegen, frühmorgens wieder eingeschlafen, mitten im Tiefschlaf geweckt worden und vier Mal snoozen müssen – so weit, so bekannt. Mühsam war es trotzdem und ich sehr müde am Morgen. Der Liebste übernahm die Kater (nachdem ich sie von der Dachterrasse wieder reingelotst hatte – es war um Viertel vor sieben schon richtig hell draußen!), ich die Küchenrunde. Dann ein Blick aufs Handy und die Nachricht, dass mein Einzelunterricht für den Morgen abgesagt hatte. Das war mir sehr recht, damit hatte ich etwas weniger Zeitdruck. Trotzdem natürlich zeitig ins Büro, es war ein Prüfungstag, für den ich zwar nicht verantwortlich, bei dem ich aber teilweise eingeteilt war. Aber ich hatte keinen ganz so frühen Start.
Der Liebste schon, er ging um kurz vor acht und ich machte mir ein Müsli für mich allein (recht üppige Portion, weil ich zu viel Flüssigkeit angoss und dann mehr Leinsamenschrot und Haferflocken nehmen musste, um alles quellen und aufsaugen zu lassen). Etwas später aus dem Haus als gedacht, aber um kurz nach neun war ich doch im Büro.
Für die Prüfung war der Kollege hauptverantwortlich, dieses Mal unterstützte ich aber in der Aufsicht. Daneben eine Tonne an administrativen Sachen zu tun – ich war wirklich froh über die geschenkte Stunde, damit kam ich gerade so durch. Also naja, eigentlich nicht, zwei wichtige Sachen blieben noch übrig, aber ich kam immerhin durcher. Daneben ein paar Sachen mit Kolleg:innen durchgesprochen und mich nebenbei vom Babyhund abschlecken und komplett mit weißem Fell zuhaaren lassen.
Vormittags also Gerödel, schnelle Mittagspause allein mit restlichem Linsendal und geröstetem Kohl, dann den Nachmittag über in der Aufsicht. Ein paar der Prüfungsteilnehmenden waren in meinem Vorbereitungskurs gewesen, deshalb ich emotional etwas mehr engagiert (nicht dass ich mir richtig Sorgen machte: Sie sind alle super). Es ist immer nett, so eine Gruppe bis zum Abschluss zu begleiten.
Um vier war mein Teil der Prüfung fertig und ich arbeitete noch eine Stunde konzentriert Sachen ab. Ganz zufrieden, auch wenn ich wie gesagt zwei Punkte schon wieder hatte verschieben müssen und ein bisschen darüber nachdachte, zwei Stunden am Wochenende zu arbeiten, um sie endlich abzuhaken (noch unentschieden). Um fünf hörte ich trotzdem auf zu arbeiten, schließlich wartete ein Yogakurs auf mich. Dringend nötig nach der Woche.
Sehr guter Kurs, vor allem auch deshalb, weil er viele Kraftpositionen beinhaltete (ein paar anstrengende Stehpositionen, ein bisschen Bauchmuskeltraining, ein bisschen Rückenkräftigung). Alles gern genommen. Ich war zwischenzeitlich richtig durchgeschwitzt, was allerdings auch an dem sehr warmen Wetter lag: Ein richtig krasser Frühlingstag mit Sonne und strahlend blauem Himmel (wir hatten tagsüber im Büro die Fenster aufgemacht, um die Wärme reinzulassen, es war von 20 Grad nicht weit entfernt).
Schöner Kurs auf jeden Fall. Es ist gerade so ein kleines Fragezeichen dran, wie es mit diesem Kursformat weitergeht, und das macht mich ein wenig unruhig. In ein ganz normales Yogastudio in einen ganz normalen Kurs sehe ich mich tendenziell eher nicht gehen (habe ich mehrfach ausprobiert, war aus diversen Gründen keine super Option). Und allein daheim ist natürlich (leider!) keine gleichwertige Alternative. Nun ja, aktuell läuft er ja.
Um sieben holte der Liebste mich zur Datumsnacht ab. Immer noch Fastenzeit, deshalb kein Italiener (wegen: kein Wein), stattdessen gingen wir zur Boomerbar, in der Hoffnung, dass sie mittlerweile die Speisekarte erneuert und damit ein etwas besseres veganes Angebot hatten. Hatten sie leider nicht (im doppelten Wortsinn: Die Speisekarten waren so durchgenudelt, dass sie uns beiden in den Händen auseinanderfielen), und deshalb war ich erst etwas ratlos: An veganem Angebot nur Korean Chicken (schmeckte mir nicht, zu süßlich) und halt Burger (doof). Ansonsten noch ein vegetarisches Gericht, nämlich Kässpätzle, die aber in dem Laden wirklich nicht gut waren (was für ein schwäbisches Traditionslokal eigentlich ein Unding ist).
Nun ja. Am Ende nahmen wir einen alkoholfreien Crodino Spritz als Aperitif (ein Hauptgrund, warum wir dorthin gegangen waren, war das ganz gute alkoholfreie Cocktailangebot) und ein alkoholfreies Hefe hinterher (das allerdings viel zu süßlich und gar nicht gut), und zum Essen Salat (für mich Feldsalat mit Misodressing und Nüssen, nicht so überzeugend, die Nüsse karamelisiert und dadurch – schon wieder – zu süßlich, was haben die nur immer mit ihrem Zucker) und dann eine vegane Antipastiplatte und „Rumfort-Pommes“, so eine Art Poutine mit grob geschnittenen Kartoffeln, veganem Cheddar zum Überbacken, Zwiebeln, Barbecue-Sauce und sauscharfen Jalapeños. Das war dann gar nicht so schlecht (klassisches Pubfood halt) und wir wurden damit sehr satt. Und sowieso gute Unterhaltung, gute Gesellschaft, und das ist ja das Wichtigste.
Kurz nach neun daheim (auf dem Rückweg übrigens etwas bereut, dass ich morgens ohne Mütze aus dem Haus gegangen war, und das Halstuch statt dickem Schal war auch zu wenig – es ist halt doch immer noch Februar). Der Liebste schaute sich irgendeine Doku an und ich las noch für eine gute halbe Stunde. Dann sehr müde nach oben.