Leidlich gute Nacht, bis ungefähr halb sechs, als ich langsam wach wurde und den Liebsten unten bei der Katzenfütterung herumklappern hörte (…eigentlich kein Katzenfutter vor sechs, aber… nun ja – er war wohl sehr früh schon aufgestanden). Um Viertel nach sechs stand ich auf, ließ die (gefütterten und zu Unsinn bereiten) Kater auf die Dachterrasse und ging dann erst einmal durch meinen Bücherbestand in Schlaf- und Arbeitszimmer. Bei mir in der Firma ist demnächst Bücherflohmarkt, und ein paar Sachen hat man ja immer zum Aussortieren, auch wenn wir den letzten Flohmarkt erst im November hatten. Am Ende wurde es eine große Stofftasche voll.
Der Liebste hatte sich schon um Tee und Küchenrunde gekümmert und machte uns ein Peanut Butter Porridge zum Frühstück, ich hatte also Zeit (nachdem ich die Katzen wieder reingelockt hatte) für ein bisschen generelles Aufräumen und Tasche packen und so. Dann Tee und Schreiben, Blick in die Zeitung, schließlich Körperpflege und um zwanzig vor neun (und damit superpünktlich) kam ich ins Büro.
Sehr vollgepackter Vormittag. Aktuell ist ein Kollege von mir krank, und nachdem ich zuerst gehofft hatte, nur einen oder zwei Tage vertreten zu müssen (und damit vieles einfach auf seine Rückkehr verschieben und die Kund:innen vertrösten zu können), fehlt er jetzt doch die ganze Woche (…mindestens). Also seinen Bereich zusätzlich zu meinem bearbeiten, dazu ein paar neue Aufträge, schließlich ab elf alles für den Nachmittag vorbereiten: Wir hatten einen Testlauf für das neue Computerprogramm, das uns ein Lieferant zur Prüfungsdurchführung zur Verfügung stellt. Das bedeutete in erster Linie einiges an Technik aufbauen (natürlich wollte jeder einzelne der neun Laptops ein Update – außer meinem tollen Krümellaptop, den ich als Masterrechner mitgebracht hatte) und dann das neue Programm zum Laufen bringen. Was natürlich nicht funktionierte, weil der Lieferant vergessen hatte uns mitzuteilen, dass das neue Startprogramm noch nicht zum Download zur Verfügung stand. LOL. Wir saßen also mit eingerichteten Laptops da, die uns die Startoberfläche des alten Programms zeigten.
Erst einmal Mittagspause (ich hatte mir morgens eine Lasagne aus dem Tiefkühlfach genommen – sehr gut), der Chef ging währenddessen mit dem Babyhund spazieren und telefonierte parallel. Als er zurückkam, hatte er die Lösung und wir konnten starten.
Quasi Prüfungsaufsicht zu dritt (ich war am Krümellaptop), daneben immer wieder schauen, wie die Leute mit dem Programm zurechtkamen. Es funktionierte ausgesprochen hakelig bis schlecht, okay, das war zu erwarten, ist ja noch die Testphase. Ein Prüfungsteil funktionierte allerdings überhaupt nicht, und das war natürlich gar nicht gut. Der Chef verschwand ins Meeting mit dem Lieferanten und wir entschieden um vier, es sein zu lassen und unsere Testkandidaten in den Feierabend zu schicken. Schließlich hatte sich draußen der diesige Himmel verzogen und es war ein schöner, sonniger Nachmittag geworden.
Restlicher Arbeitstag: alles wieder zurückbauen, dann bis Viertel vor sieben Unterricht vorbereiten und Zeugs abarbeiten, um wenigstens ein kleines bisschen eine Delle in die Flutwelle zu machen (sooooo schlimm ist es eigentlich gar nicht, aber viel genug). Unterbrochen von einer kleinen zweiten Pause, weil eine langjährige Kollegin ihren Abschied feierte: Also ein Gläschen Sekt (…mitten in der Fastenzeit, oh well), eine Brezel, ein bisschen quatschen. Dann weiter im Text.
Um sieben war ich schließlich daheim und ziemlich kaputt (aber zufrieden mit dem Ergebnis). Daheim zwei schöne Sachen: Erstens hatte der Liebste uns bereits eine Minestrone (mit Borlottibohnen, beste Bohnensorte) zum Abendessen gekocht, und zweitens waren zwei der drei Bücher gekommen, die ich bestellt hatte: zweimal Mick Herron, der neueste Band der Slough House-Reihe (Clown Town) und der dritte Band der Zoë Boehm-Reihe. (…und darf ich hier nur mal einfügen, dass ich ja seit ein paar Wochen LibreOffice zum Schreiben benutze, und es ist hier so viel praktischer ein Sonderzeichen einzufügen als bei Word.)
Ein bisschen vom Tag erzählen, gutes Abendessen, dann eine Runde QI. Und um zehn vor neun ging ich bereits nach oben: Ich hatte ein neues Buch anzufangen. Muss nämlich dringend wissen, wie es mit River Cartwright weitergeht.