Lesen und so, Sonntag 15.3.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Recht gut geschlafen (ein paar Wachphasen, in denen mir unangenehm kalt war, extra Decke keine Option, weil ich wusste, dass ich sofort verkochen würde, sobald ich wieder einschlafe – bisschen nervig) und auch lang: Um halb acht so mehr oder weniger wach, kurz vor acht stand ich schließlich auf. Da hatte der Liebste Katzenmaintenance und Küchenrunde schon erledigt und auf mich wartete eine Tasse Jasmintee. Draußen immer noch grauer Himmel, die Wolken schienen sich aber ausgeregnet zu haben, der Garten war trocken. Plusgrade, aber recht frisch.

Ruhiger Vormittag: Der Liebste machte uns ein englisches Frühstück, ich machte mir eine Kanne Tee (der letzte Gunpowder, zwei Aufgüsse), schrieb ein bisschen und las das Internet leer. Zweites Frühstück gegen halb elf: Der Liebste hatte eine Vanillemilch aus dem Keller geholt mit dem Vorsatz, uns einen Vanillepudding zu kochen, und da wir nicht genug Maisstärke dafür daheim hatten, improvisierte er etwas und es wurde ein Grießpudding daraus. Extrem lecker.

Um halb zwölf ging ich schnell duschen und ins Fitness. Gutes Training, auch wenn es recht voll war – entweder hatte ich den sweet spot gerade verpasst, oder das Sonntagstraining scheint sich bei den Leuten so allmählich zu etablieren. Es passte aber gerade so mit den Geräten. Ruhige, angenehme Atmosphäre, nebenher ein 45-minütiger Der Rest ist Geschichte-Podcast zum Thema Fastenzeit (passend).
Ich hatte meinen letzten Trainingszyklus meines aktuellen Programms ja mit dieser Runde abgeschlossen und ließ mir deshalb danach von der Physio das Programm umstellen: Weg von allgemeiner Fitness, hin zu Muskelaufbau. (Bei der Gelegenheit sah ich, dass es bei eGym jetzt noch mehr Programme zur Auswahl gibt – als ich anfing, irgendwie nur vier. Die „neuen“ sind aber für mich eher nicht so interessant.) Bin etwas nervös, weil das schon ein Sprung im Schwierigkeitsgrad ist (unter anderem zwei Adaptiv-Runden mit 75% der Maximalkraft), aber andererseits ändert sich ohne Herausforderung halt auch nicht so viel. Wir werden sehen.

Der Liebste hatte daheim die Roboter im Erdgeschoss fahren lassen, während ich weg war, aber ansonsten war er im Arbeitszimmer in irgendeine Software-Bastelei vertieft, die nicht so lief, wie er wollte – zu großen Teilen auch dadurch verursacht, dass die ihn unterstützende KI (er nützt dafür Claude) nur Mist produzierte. Er war also völlig absorbiert und genervt, und ich ließ ihn in Ruhe und übernahm das restliche Haushaltszeug allein.
Erst einmal Mittagessen, zweite Hälfte Quiche (immer noch sehr gut), Nachtisch etwas später restlicher Grieß-Vanillepudding (großartig). Ansonsten gehaushaltet: Erdgeschoss durchgewischt, oberes Bad geputzt, Wäsche sortiert und drei Maschinen gewaschen, gebügelt, Wochenplan gemacht und die Gemüsekiste bestellt. Das war mehr oder weniger der restliche Tag (die letzte Maschine hängte ich um halb zehn auf), allerdings mit immer wieder langen Phasen, in denen ich mich (mit zwei Tassen Schwarztee, ich trinke nämlich nicht nur grünen Tee) in eine Decke einwickelte und mit Magi auf dem Schoß und Buch in den Lesesessel ging. Gemütlich. Und ziemlich perfekt, dass alles erledigt war inklusive lesen.

Der Liebste machte uns (nachdem er sein Softwareprojekt irgendwann entnervt abgebrochen hatte) ein wunderbares Chana Dal mit Pilzen, nur mit etwas zu viel Reis – Memo an mich: für ein Curry nur noch eine Tasse Reis, nicht mehr anderthalb. (Wenn ich daran denke, dass ich früher zwei Tassen Reis als Beilage für uns beide abgemessen habe, verrückt.)
Nach dem Essen aufs Sofa, wo ich zu meiner Überraschung entdeckte, dass es eine neue Staffel Feuer & Flamme gibt. Sie sind wieder zurück in Duisburg, was einerseits okay ist (sehr nettes Team da), andererseits hätte ich gegen eine weitere Runde Heidelberg auch nichts einzuwenden gehabt. Auf jeden Fall war damit unser Abendprogramm gebucht. Um zehn ins Bett, ohne Buch, weil müde, und ich hatte ja tagsüber eine Menge gelesen – macht Spaß, guter neuer Band. Freut mich.