Yoga, Voll, Lesen; Mittwoch 18.3.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Durchwachsene Nacht, einigermaßen okay ausgeschlafen am Morgen trotz längerer Wachphasen und wieder Deckenwechselspiel. Ich drängelte mich etwas aus dem Bett (wollte wirklich nicht), zu strahlend blauem Himmel und Temperaturen wieder nur knapp über Null. Der Liebste hatte schon die Kater versorgt und Tee gemacht, ich konnte mich also mehr oder weniger gleich an den Laptop setzen zum Schreiben. Und dort erst einmal blöd aus der Wäsche schauen: Das Internet war weg. Hm. Immer etwas blöd, wenn man einen Yogakurs online und danach einen halben Arbeitstag daheim inklusive Onlineunterricht geplant hat – ich sah mich schon hektisch ins Büro rasen. Aber der Liebste machte sich mal ans Basteln. Eine Viertelstunde später war die Ursache gefunden: Der Raspberry Pi, den wir in unserem Netzwerk unter anderem als Firewall benutzen, war abgeschmiert. Kaum ausgebaut ging alles wieder.

Etwas hektisch wegen des Manövers war der Morgen dann allerdings. Der Liebste holte uns Brot und frische Brötchen vom Viertel-Lieblingsbäcker und wir hatten ein schnelles, aber extrem leckeres Frühstück: Der Liebste mit Lemon Curd, ich mit einer halben Avocado, die am Samstag eingekauft worden und jetzt perfekt reif war. Dann machte ich mir eine Kanne Oolong (der letzte) und war pünktlich um acht auf der Matte.

Guter Kurs, mit Abzügen in der B-Note, weil das Zimmer gerade mal 18 Grad hatte und bei voll aufgedrehter Heizung in der Stunde auch nur auf 18,5 Grad hochging. Immer etwas anstrengend für die Gelenke. Trotzdem gutes Durchbewegen, und ich nahm mir einmal mehr vor, das am Morgen in meinen Tagesstart zu integrieren (also an den anderen Tagen). Eine Viertelstunde lang zwei Morgengrüße, ein paar Stehpositionen, eine Drehhaltung, fertig. Das müsste doch irgendwie zu machen sein…? Andererseits ist der Morgen sowieso schon recht vollgepackt mit Katzen, Haushalt, Schreiben. Oh well.

Auf jeden Fall ab Viertel nach neun am Schreibtisch bis zwölf. Eine Stunde Onlineunterricht, etwas Unterrichtvorbereitung, viel Kommunikation, Gedöns. Dann ausführlich ins Bad (mal wieder so eine volle Woche, oder zumindest teilweise so frühe Starts, dass ich das Haarewaschen sorgfältig einplanen muss) und Mittagspause. Noch mehr Tee (zweiter Aufguss des Oolong, und mehr als zwei Aufgüsse finde ich da irgendwie nicht sinnvoll, egal was die KI sagt), restliche Mac’n’Cheese und ein Vanillequark als Nachtisch. Das alles mit einem Buch und nur kurz mit dem Liebsten als Gesellschaft, weil dieser zwar daheim war, aber über die Mittagszeit vollgepackt mit Meetings.

Um zwanzig vor zwei ging ich ins Büro. Draußen blauer Himmel und Sonne, aber ein ziemlich kalter Wind, was den Weg anstrengend machte: Mit Mütze schnell zu warm, ohne Mütze zumindest phasenweise blöd. Ich entschied mich schließlich fürs Frieren an den Ohren.
Im Büro war es dann ausgesprochen voll, was mit ein Grund war, warum ich gekommen war: Es lief eine Prüfung vor Ort (in die ich aber nicht direkt involviert war) und die anderen Kolleg:innen meines Teams waren da. Unter anderem, um die letzten Schritte des kommenden Indien-Projekts abzusprechen. Zweimal teamsen mit dem Indien-Kollegen (für den es schon abends war, sie waren aber trotzdem noch beschäftigt), letzte Dokumente bearbeiten, es sah aber alles gut aus.
Abends noch eine Stunde Unterricht mit einem neuen Kunden (online). War alles gut, nur mussten wir vorher eine kleine Laptop-Tauschaktion aushandeln: Bei der Chefin war das Netzteil ihres Laptops abgeraucht, sie hatte deshalb aus einem Unterrichtsraum den Laptop genommen, sodass die Kollegin dort aus einem dritten Raum den Laptop holen musste, um arbeiten zu können – und am Ende halt alles wieder zurück. Klingt nicht so kompliziert, war es aber ein bisschen: Leute in Laptops eingeloggt, Räume teilweise nicht begehbar wegen Prüfung, sowas. Nun ja.

Um zehn vor sechs ging ich heim, mit kurzem Stopp beim Aldi, weil der nämlich tatsächlich WEIẞE Tulpen hatte. (Krass, das scharfe ß als Großbuchstabe, auch bis jetzt selten gesehen.) Daheim kurze Wohnungsverschönerung, dann Päckchen aufmachen: Das Fotobuch von 2025 ist angekommen. Ist sehr schön geworden und nimmt nicht viel Platz weg, und es ist zwar der ultimative Schritt zur Spießigkeit, aber das werde ich vielleicht wieder machen, so Anfang 2027 für dieses Jahr oder so.
Gemeinsames Kochen war ein Wok voller wunderbarem Stirfry, mit Brokkoli, Karotten, Tofu, Edamame, Ready-to-Wok-Udon (hat der Supermarkt nebenan) und einer selbst zusammengerührten Hoisin-Sauce (oder was ich halt dazu ergoogeln konnte, for the record: Tamari, Limettensaft, Ahornsirup, Erdnussbutter, 5-Gewürze-Pulver – den eigentlich noch reingehörenden Reisessig ließ ich weg). Sehr gutes Essen.

Und dann den restlichen Abend ins Buch versunken. Wir haben zwar gerade eine neue Serie angefangen, aber das Buch ist sehr spannend (und witzig) im Moment, deshalb blieb der Bildschirm aus. Gute anderthalb Stunden lang versunken, dann ins Bett. Wäre alles super gewesen, wenn mich nicht den ganzen Abend lang meine doofe Achillessehne echt geplagt hätte mit richtig unangenehmen Entzündungsschmerzen. Da macht man schon Yoga, und dann tut der Mist halt trotzdem weh. So nervig.