Recht gut geschlafen und aufgewacht um Viertel nach sieben – der Liebste war da schon wach und etwas in Warteposition. Ich machte uns erst einmal einen Kaffee (wir hatten ja wieder Kapseln und auch Zucker) und schaute mir das Draußen an. Man konnte dem Wetter die einziehende Kälte regelrecht ansehen, und am Horizont kamen schon die schweren, grauschwarzen Regenwolken. Hm. Passend zum grauen Wetter fuhr es mir ordentlich rechts in den Rücken, so auf Schulterblatthöhe – vermutlich ein komplett verkrampfter Muskel. Autsch.
Also eine heiße Dusche und eine Ibu (ging nicht ohne) und danach erstes Zusammenpacken, bevor wir wieder zum Alnatura und zum Eckenbäcker für ein letztes Frühstück gingen. War gut, nur der Kaffee echt schlecht dieses Mal – erstens nur lauwarm, zweitens war ich mir überhaupt nicht sicher, ob wirklich Sojamilch benutzt worden war. Es schmeckte auf jeden Fall unangenehm eklig nach Kuhmilch. Aber egal, ich war gut satt danach und wir nahmen noch zwei Laugenstangen für die Rückfahrt mit.
Und die Rückfahrt beschlossen wir vorzuziehen: Wir hatten als Fahrtzeit eigentlich Viertel nach drei geplant, hätten also noch einen halben Tag inklusive Mittagessen in Heidelberg gehabt. Aber gerade als wir vom Bäcker zum Hotel zurückgingen, fing es an zu regnen, und die Vorhersage sagte Dauerregen und Wind für den Tag voraus. Längerer Spaziergang, Stadtbummel oder Ähnliches war also sowieso nicht drin (zumal ich keine wasserdichten Schuhe hatte), und bei den Museen der Stadt hatte mich jetzt nichts so richtig angesprochen (ein paar hatten auch zu). Nach kurzem Überlegen entschieden wir also (…Ticket ohne Zugbindung), einfach schon heimzufahren, hoffentlich den wetterbedingt angekündigten Zugausfällen zuvorzukommen und lieber noch einen letzten Urlaubstag auf dem heimischen Sofa zu verbringen.
Also packen, auschecken, mit dem Bus zum Hauptbahnhof (während es sich einregnete, ich war froh, dass wir nur sehr wenig draußen sein mussten) und um halb zehn stiegen wir in eine S-Bahn Richtung Mannheim und dort in einen ICE nach Stuttgart. Zug halb leer, wir bekamen problemlos Sitzplätze. Während der Fahrt die beiden Laugenstangen, außerdem ein bisschen Podcast hören, um 11:10 (überpünktlich) in Stuttgart (dort fing es auch gerade zu regnen an, wir fuhren dem Wetter sozusagen vorneweg), und dort direkt in den Anschlusszug nach Tübingen. Um 12:22 waren wir da, superpünktlich und trocken (daheim kam der Regen eine halbe Stunde später). Richtige Entscheidung.
Der restliche Tag war dann eher unspektakulär, auch weil er von ziemlich trüben Wochenend-Abschlussgedanken und dazu einer Mischung aus Muskelkater und Mukelkrämpfen begleitet war. Katzenbegrüßung (alles gut), dann kurz zum Supermarkt nebenan, bisschen Zeug holen, unter anderem einen Mohnstriezel, der mit Kaffee unser Mittagessen wurde. Koffer aufräumen, und dann ließ ich zwei Maschinen Wäsche laufen und war ansonsten mit beiden Katern und Krimi auf dem Sofa. Draußen prasselte der Regen gegen die Scheiben, drinnen war es anfangs ungemütlich kalt, bis der Liebste ein Feuer im Ofen machte.
Zum Abendessen einfache Nudeln mit einer Fertig-Tomatensauce und einem angebraten Like Chicken-Fleischersatzzeug, dazu die zwei letzten Heidelberg-Folgen Feuer & Flamme, und damit war unser Kurzurlaub endgültig vorbei. Schön war’s.
So richtig der Alltag zeigte sich auch daran, dass der Nasenkater es schaffte, insgesamt fünf (!) Mal zu kotzen, einmal draußen auf die Terrasse und viermal ins Wohnzimmer (und davon zweimal auf Decken, seufz). Er schien irgendetwas gefangen zu haben und es jetzt mit Hilfe von Gras wieder hochzubringen, aber fünf Mal finde ich schon etwas sehr viel. Auch wenn es ihm nicht schlecht dabei zu gehen schien (er war nur etwas erschreckt insgesamt). Auf jeden Fall ganz gut, dass er von der Tierärztin noch einmal angeschaut wird.