Durchgeschlafen und um, keine Ahnung, irgendwann aufgewacht, Zeitumstellung, also alles eh durcheinander. Auf jeden Fall klapperte der Liebste unten und es kam Licht durch die Fensterläden. (Der Lichtwecker zeigte 7:20, also gefühlt 20 nach sechs und damit recht „normal“ aufgewacht.)
Da der Liebste schon ein Weilchen wach war, hatte er Katzenmaintenance (der Kater hatte wieder eine Maus gefangen – ich hoffe mal, dass er sie nicht wieder aufs Sofa kotzt) und Küchenrunde schon übernommen und war gerade dabei, unser englisches Frühstück herzurichten. Zwar noch etwas früh für den Bauch, aber um acht frühstückten wir trotzdem. Dieses Mal mit einer veganen Chorizo, die wir aus dem Biomarkt mitgenommen hatten (von Wheaty). Überzeugte mich aber nicht so. Ich mag grundsätzlich Wurst aus Tofu lieber als aus Seitan.
Der einzige freie Wochenendtag, bevor am Montag wieder die Arbeit wartete, und ich merkte schon, dass ich überhaupt nicht motiviert war. Aber egal: Jetzt noch ein freier Tag mit höchstens ein bisschen Wäsche, Wochenplan und Fitness. Und so. (Spoiler: klappte.)
Erst einmal wach werden und ein bisschen Blog. Nach dem Schreiben (und einer schnellen Dusche) zog ich mich mit Grüntee und Laptop in den Sessel zurück und las das Internet leer. Außerdem Schmutzwäsche sortieren. Mit dem Waschen wartete ich aber bis zum Nachmittag, denn da war eine Supergrün-Phase durch die App angekündigt, auch wenn mich das etwas wunderte. Wurde aber am Vormittag klar: Da kam nämlich die Sonne raus.
Und dann: Buch zu Ende lesen. Logischer Schluss, spannend bis zum Ende, ein ziemlich klassisches Whodunnit in 90er-Jahre-Setting – hat sich gelohnt, und könnte durchaus sein, dass das nicht mein letzter Kate Brannigan-Band von Val McDermid gewesen sein wird.
Um Viertel vor zwölf ging ich ins Fitness. Leicht grenzwertig zur Mittagszeit, ich hatte etwas Sorge, dass ich mit leerem Bauch nicht gut durch die Geräte käme, aber das war kein Problem. Es ging sogar ganz erstaunlich gut, so sehr, dass ich bei zwei Geräten die Gewichte etwas nach oben stellte. Vielleicht muss ich noch einmal eine Kraftmessung zwischenrein schieben. Andererseits möchte ich auch nicht zu vermessen sein, es ist schließlich das Muskelaufbau-Programm, und das soll noch richtig anstrengend werden. Ich habe ja erst angefangen und sollte vielleicht mal abwarten, wie es sich entwickelt.
Nun ja. Auf jeden Fall gutes Training, auch nicht zu voll (aber gut gefüllt, der Sonntag scheint gut angenommen zu werden als Trainingstag), dazu Podcast auf den Ohren (Der Rest ist Geschichte über die Frage nach Regime Changes, etwas andere Perspektive als der Sicherheitshalber-Podcast kürzlich und deshalb eine gute Ergänzung), sehr zufrieden um zehn nach eins daheim.
Zum Mittagessen machte der Liebste uns die zweite Pizza warm – wir hatten am Vorabend gleich zwei Bleche belegt (mit zwei gekauften Teigen) und die eine Pizza nur an- aber nicht fertiggebacken. Die gab es jetzt, dazu einen Espresso.
Restlicher Nachmittag Haushaltszeug: Drei Maschinen Wäsche waschen, aufhängen, bügeln, oberes Bad putzen, Betten frisch beziehen, Harold im Arbeitszimmer fahren lassen. Außerdem las ich das VF&L-Heft vom Januar gründlich durch (ich bin mal wieder komplett hintendran). Gutes Heft: Ich machte den Wochenplan für die kommende Woche (mehr oder weniger normale Woche, auch wenn Ostern eingeplant werden muss) und konnte insgesamt fünf Rezepte aus dem Heft nehmen. Noch die Biokiste bestellt, damit waren wir gut aufgestellt für den Wochenstart.
Gemeinsames Kochen am Abend, naja, der Liebste kochte, ich trug ihm Zutaten herbei und wischte die Flächen ab und holte uns zwei alkoholfreie Radler und so was. Auf jeden Fall kam dann ein Kartoffelgratin mit Lauch in den Ofen, und während es fertig wurde, rührten wir einen einfachen Backpulverteig mit ordentlich Vanille zusammen, hackten eine halbe Tafel Zartbitterschokolade und eine angebrochene Packung Kuvertüre und rührten alles unter, und als das Gratin fertig war, kam ein schneller Schokokuchen (eigentlich eher Ameisenkuchen, da heller Teig mit Schokostückchen) in den Ofen. Hihi. Dieser allerdings erst für den nächsten Tag (auch wenn es dem Liebsten sehr schwer fiel, ihn unangetastet zu lassen).
Restlicher Abend ein bisschen neuer Feuerwehr-Content, und um zehn nach neun ging ich hoch ins Bett. Noch ewas lesen – ich fing das neueste Buch von Richard Osman an, Rückkehr zu den Thursday Murder Club-Freunden – und einigermaßen früh müde werden, damit ich am nächsten Tag gut rauskomme. Das funktionierte sehr gut: Um kurz vor zehn machte ich das Licht aus.