Recht gute Nacht (erstaunlicherweise hatte ich den Liebsten abends nicht mehr gehört, obwohl er gar nicht so spät aus dem Verein zurückkam – ich scheine recht schnell nach Lichtaus tief eingeschlafen zu sein), morgens ein klein wenig Kopfweh, sonst einigermaßen ausgeschlafen. Morgenroutine gemeinsam, da der Liebste kurz nach mir aufstand. Es war wohl eine gute, strukturierte JHV mit vielen aktiven, wissbegierigen Mitgliedern und einer problemlosen Vorstandswahl gewesen (der Liebste als Kassenwart wiedergewählt). Auch so kann Vereinsarbeit sein!
Draußen strahlend blauer Himmel, etwas Raureif im Garten. Versprechen auf Sonnenwetter. Die vier freien Ostertage kommen gerade recht (nicht dass wir nicht erst Urlaub gehabt hätten oder so).
Entspannter, normaler Morgen mit Tee und Müsli, ausführlicher Dusche, aus dem Haus um Viertel vor neun für einen Vormittag im Büro. Draußen Schal-und-Mützen-Wetter, rote Jacke – zum Wochenende sollen es 20 Grad werden, und man merkte die etwas wärmere Luft schon (die Tulpen bekommen Knospen, und die Narzissen in den Schalen vor dem Haus stehen in voller Blüte, ich freue mich echt, dass wir ein paar Pflanzen mit nur wenigen offenen Blüten und vielen Knospen genommen haben, dadurch blühen sie jetzt echt schon richtig lang). Deutliches Frühlingswetter.
Arbeitsamer Bürovormittag von neun bis eins. Zentral dabei war ein langes QM-Meeting mit recht schwierigem Inhalt aus diversen Gründen (ein Anbieter, der sich merkwürdig gebärdete, und ein interessantes Telefongespräch dazu), insgesamt aber ziemlich positiv – wir kommen echt voran. (Das Audit naht mit deutlich größeren Schritten, als es mir recht ist, aber naja – dann ist es wenigstens erledigt.)
Noch einiges Zeug abgearbeitet, während die Sonne ins Büro schien, bis die Inbox wieder gut aussah. Um zehn nach eins schließlich den Kolleg:innen frohe Ostern gewünscht und ab nach Hause, nicht in den Feierabend, aber immerhin in einen halben Tag Home Office.
Erst einmal Mittagspause mit der restlichen Pseudo-Pissaladière und danach Vanillequark (und ein bisschen Internet leerlesen, der Liebste war zwar daheim, begrüßte mich aber nur kurz und verschwand dann in sein nächstes Meeting), ab zwei im Arbeitszimmer.
Angenehmer Nachmittag mit einem kurzen Meeting mit dem Kairokollegen (der mir noch eine völlig absurde Mail des Katastrophenlieferanten zeigte, einfach damit ich ein bisschen Amüsement über die Ostertage habe – nicht dass ich etwas erledigen müsste, das übernahm er, sondern halt zum kollektiven Kopfschütteln), eine Stunde Onlineunterricht, dann allerletzte organisatorische Sachen abhaken, und: ab in die vier freien Tage.
Die begann ich erst einmal mit einer Runde Fitness. Kurz vor sechs aus dem Haus, begleitet vom Liebsten, der mit mir zum Viertel-Lieblingsbäcker ging. Etwas schwierige Kombination, denn zehn Minuten vor Ladenschluss UND wir beide hungrig bedeutete, dass wir viel zu viel Zeug einkauften („das muss man alles retten!!“), Brötchen, Toastbrot, Hefeteig-Osterhasen, eine Seele, ein Kilobrot aus dem Brot-vom-Vortag-Korb – eine blöde Sauerteigbrot-Sorte, die ich gar nicht mag, aber hey, Brot gerettet.
Danach ich also ins Fitness, wo erstaunlich viele Physios mit Patient:innen zu Gange waren, aber wenig „normale“ Leute zum Trainieren, sodass ich prima durchkam. Wieder genau das richtige Maß an Anstrengung, und am allerbesten: Die goldenen Punkte der Trainingskurven waren durch Ostersymbole ersetzt worden (wie letztes Jahr auch). Ich sammelte also eine Dreiviertelstunde lang Ostereier, Küken, Narzissen und Kaninchen mit Möhren im Mäulchen ein und war völlig absorbiert. Dazu einen Podcast (von der ApuZ zum Thema Propaganda und Desinformation), und insgesamt kann man eine Stunde deutlich schlechter verbringen.
Daheim gemeinsames Kochen – ich übernahm federführend, der Liebste hatte schon Riesenbohnen aufgesetzt, schnippelte ein bisschen und reichte als Aperitif einen alkoholfreien Crodino Spritz an (er hatte auf dem Rückweg vom Bäcker noch einen alkoholfreien Prosecco und vorausschauend eine Flasche Crémant beim Weinhändler des Vertrauens geholt – am Sonntag ist nämlich die Fastenzeit vorbei). Neben den Bohnen noch Knoblauch, Lauch, getrocknete Tomaten in Öl, Rosmarin, Thymian, Sojasahne, Mehl und etwas Essig: eine halbe Stunde später ein wunderbarer Bohneneintopf. Rezept natürlich aus dem Janaur-Heft VF&L.
Mit Eintopf (und den vorhin gekauften Körnerbrötchen) aufs Sofa, wo wir den restlichen Abend mit diversem Feuerwehrcontent verbrachten (ist wieder ein bisschen was da, und im Mai beginnt die zweite Staffel der Bergretter, hihi). Um zehn ins Bett, dort noch recht lang gelesen. War auch voll okay, denn: Wecker aus! Großartig.