Sonne, Ostermontag 6.4.2026

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Nach anfänglichen Einschlafschwierigkeiten (ich lag ewig wach und musste erst noch einen Asterix komplett durchlesen, bis ich schlafen konnte), schließlich durchgeschlafen bis sieben. Der Liebste war da schon auf und hatte Küchenrunde und Katzenmaintenance gemacht und ein bisschen mit Claude an einem Bannerentwurf für den Verein herumgebastelt. Ich sah mir den Entwurf an (sah gut aus) und stellte mal wieder fest, wie gleichzeitig hilfreich und rotzedämlich KI doch manchmal sein kann. Ohne ins Detail zu gehen, aber der Vereinsname hat ein spezifisches Element im Namen, das auch im Logo auftauchen soll – das Logo ist aber noch nicht hochgeladen, deshalb stellte Claude einen Platzhalter in den Entwurf. So weit, so gut. Der dazu passende Kommentar von Claude war dann allerdings sinngemäß: „Ok, ich habe für die Webseite ‚Verein der Rosenfreunde‘ jetzt einen Bannerentwurf fertig, inklusive eines Platzhalter für die Lilie links. Ist das so in Ordnung?“
…ja, schöner Entwurf (und die generische Pflanze im Logo ist auch okay, ist ja egal), aber… Rose, Claude, Rose, the clue’s in the name. Seufz. (nicht der echte Vereinsname natürlich, da das hier mein Blog ist und nicht der des Liebsten, lasse ich den Namen weg.)

Anyway. Ein bisschen schreiben, Tee, kurzes Internet-Leerlesen. Müsli zum Frühstück, etwas Küchenputzerei, eine Kanne Kabusé (sehr aromatisch, guter Kauf). Dann ausführliche Dusche, der Liebste ließ die Roboter im Erdgeschoss fahren und wischte hinterher, ich bespaßte die Kater ein wenig. Etwas Sorgen um Magi – ohne ins (eher unappetitliche) Detail gehen zu wollen, aber er scheint wieder Probleme mit Verdauung oder Darm zu haben. Wir sollten den nächsten Kontrolltermin bei der Tierärztin nicht allzu lang aufschieben.

Um halb eins Mittagessen (restliches Kartoffel-Linsen-Pilze-Gedöns), Espresso, dann Sachen zusammenpacken und noch etwas auf den Liebsten warten, der dem neuesten Software-Update für den Lichtwecker den allerletzten Schliff geben wollte, und um Viertel vor zwei gingen wir aus dem Haus: Auto holen und in die Nachbarstadt zum Friedhof. (Quasi unfallfrei, wenn ich nicht auf dem Weg zum Auto über eine blöde Kante im Gehweg gestolpert wäre und mir doof den Fuß verdreht hätte. War aber nur halb so schlimm.)

Es war krass warm – vorhergesagt waren bis zu 20 Grad, und das kam ungefähr hin. Dementsprechend waren zwar die Straßen recht okay leer (abgesehen von sehr vielen Motorradfahrern), aber der Wanderparkplatz und der gesamte Wald waren unglaublich voll. Glücklicherweise der Waldfriedhof nicht so sehr. Die Gräber sahen recht gut aus: Jede Menge Frühlingszwiebeln waren gekommen, Blausterne und Krokusse natürlich mittlerweile schon durch, die Narzissen in voller Blüte, an den Tulpen zeigten sich Knospen. Es war ganz gut, dass wir nicht so sehr viele Blumen aus dem Baumarkt mitgebracht hatten. Anderthalb Stunden jäten, wegschneiden, altes Zeug ausräumen, frische Erde verteilen, einpflanzen: Am Ende waren wir sehr zufrieden, aber auch ganz schön kaputt. Es war fast schon wieder etwas zu viel in der Sonne.

Um kurz vor fünf daheim. Der Liebste verschwand wieder ins Arbeitszimmer und spielte das Lichtwecker-Update ein (in der Hoffnung, dass ich dann auch geweckt werden würde am nächsten Morgen, harhar), und ich blätterte das Februar-Heft VF&L durch, machte uns einen Wochenplan und bestellte die Gemüsekiste. So ganz allmählich bekommt man wieder heimische Sachen, beispielsweise lokal angebauten Spinat. Da wir schon ewig keinen Smoothie mehr gemacht haben (warum eigentlich nicht), bestellte ich mal ein bisschen mehr.

Um sechs fing ich mit dem Kochen an, schnippelnderweise vom Liebsten unterstützt. Allerdings recht bald unterbrochen, weil ich den Katern ihre Abendmedikamente gab und dabei mit Entsetzen feststellte, dass es um den Katzenfutternapf wimmelte: Die gottverdammten Ameisen haben mal wieder den Weg ins Haus gefunden. MEINE Güte.
Wir waren also erst einmal eine halbe Stunde damit beschäftigt, alle Ameisen zu entfernen, alle Futterreste zu entfernen und dann den Weg ausfindig zu machen und dort entsprechend Zeugs zu verteilen (wir haben noch etwas gekauftes Ameisengift daheim, ansonsten halt Maismehl und Zucker – hat ja letztes Mal funktioniert). Ich mag das ja alles gar nicht, aber es gibt halt echt keine andere Option. (Frühling, so schön.)

Anyway. Danach auf jeden Fall kochen, mal eine neue Variante von einem veganen Ragú mit Tempeh, roten Linsen und Walnüssen (ganz okay), und um halb acht Spaghetti zum Abendessen, später etwas indisches Nutty Munch als Nachtisch.
Und dann setzte ich mich an den Esstisch und machte endlich, endlich, die zweite Arbeitsaufgabe für die Weiterbildung fertig. Es zahlte sich aus, dass ich am Freitag gründlich vorgearbeitet hatte: Die eigentliche Analyseaufgabe ging mir jetzt schnell von der Hand. Zwar muss ich die Ergebnisse noch in das Dokument übertragen (bis jetzt nur handschriftlich), aber das ist dann eine schnell erledigte Sache – den Arbeitslaptop wollte ich abends nicht mehr hochfahren. Auf jeden Fall sehr froh, dass es jetzt erledigt ist und ich es nicht in die Woche geschoben habe.

Um halb neun fertig, und weil ich weder etwas Neues zu lesen anfangen wollte noch Lust auf irgendetwas Kompliziertes im TV hatte, schauten wir einfach anderthalb alte Feuerwehr-Folgen im Privatfernsehen. Genau richtig müde um zehn ins Bett – insgesamt mit den halb-freien Ostertagen ganz zufrieden.