Schlechte Autofahrer, Osterfitness, Ausruhen, Sonntag 12.4.2026

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Nach recht guter Nacht aufgewacht und ordentlich erschrocken, als ich nach der Uhr schaute, der Wecker 6:28 zeigte und nicht geklingelt (oder gelichtet) hatte. Dazu konnte ich mich nicht erinnern, den Wochenplan gemacht zu haben, und Magi kam ums Eck und wollte und überhaupt, was für ein Start in den Montag. Bis mir einfiel, dass JA HEUTE ERST SONNTAG IST!!! Großartig. Ich blieb also noch 10 Minuten liegen, bis ich mit dem quängelnden Magi runter ging und die Kater versorgte. Beide im Übrigen nass, es regnete draußen schon wieder (und ich hatte in meiner Sonntagseuphorie kurzfristig gehofft, vielleicht in den Garten oder auf die Terrasse gehen zu können). Egal, vor mir ein entspannter Tag, kein Kopfweh, beim Liebsten, der kurz nach mir aufstand, auch nicht, und das war schon alles ziemlich gut.

So ging es weiter. Von außen betrachtet ein sehr normaler, standardmäßiger, langweiliger Sonntag, aber für mich fühlte er sich sehr ausgefüllt und entspannend an. Dass der Liebste sein Vereinsbuchhaltungsproblem am Abend noch gelöst bekommen hatte und deshalb den Sonntag auch komplett rumbummeln konnte (anstatt schimpfend im Arbeitszimmer zu sitzen), hatte daran einen großen Anteil.
Erst einmal Tee und ein bisschen schreiben, dann ausführliches englisches Frühstück, ein bisschen Zeitungsrätsel. Und den restlichen Vormittag las ich mehr oder weniger das Internet leer (und schaute mir auf YouTube „Dashcam Drivers Germany“ an, so ein Best of – danach will man nie wieder Auto fahren oder Fahrrad oder auch nur zu Fuß gehen).

Um halb elf zweites Frühstück: Ich machte uns endlich mal wieder einen Smoothie. (Gerade im Blog nachgeschaut: Das letzte Mal war im Januar 2024.) So lang her, dass ich mich an unser Standardrezept nicht mehr richtig erinnerte und ein bisschen grübeln und mit dem Liebsten überlegen wurde. Es wurde schließlich eine Mischung aus Spinat, reifer Banane, etwas Ananassaft (normalerweise Orangensaft, aber wir hatten den Ananassaft übrig), ein wenig Leinöl für die Omega 3-Fettsäuren, etwas Xylit und einer halben Tasse Sonnenblumenkerne, das alles vermischt mit 400 ml Wasser und 2 Minuten auf höchster Stufe gemixt. Ich hatte irgendwie das Gefühl, ich hätte etwas Zentrales vergessen, aber er schmeckte auf jeden Fall vertraut (und wirklich gut).

Um kurz nach zwölf ging ich duschen und Haare waschen. Die Haare so richtig mit Haarkur und so, was ich normalerweise nicht so gern mache (dauert immer so lang, finde ich, und bei den meisten Haarkuren und Conditionern und so weiter fühlen sich die Haare danach meist unangenehm glitschig an wie ein Fisch), aber ich hatte im Supermarkt eine wegen Auslistung reduzierte Lavera-Haarkur mitgenommen. Die Marke mag ich ja sehr gern – ungefähr 80% meiner gekauften Sachen sind von Lavera – und ich versprach mir eine weniger extreme „Weichmacher“-Wirkung. Das war auch tatsächlich so: Nach zwei Minuten Einwirkung spülte ich die Kur aus und die Haare fühlten sich danach tatsächlich gut an. Weniger trocken, besser kämmbar. Mal sehen, ob ich das so einmal die Woche einbaue (jetzt ist ja auf jeden Fall der Tiegel da, der wird ein paar Wochen halten).

Nach dem Duschen um Viertel vor eins eilig aus dem Haus, in leichtem Nieselregen: Ich war spät dran zum Fitness. Kam aber noch so, dass ich in Ruhe meine Runde trainieren konnte und vor Ende der Öffnungszeiten fertig war. Sehr angenehmes Training, von einem Flexikon-Podcast begleitet und ohne es als allzu mühsam zu empfinden. Was vielleicht auch der Tatsache geschuldet war, dass immer noch (vermutlich das letzte Mal) die goldenen Sammelpunkte im eGym-Display zu Ostermotiven umgestaltet waren, ich also Tulpen und Narzissen und Ostereier einsammelte beim Trainieren. Hihi.
Leicht genervt trotzdem, dass ich das letzte Mal vor 10 Tagen trainieren war (am Osterwochenende selbst ging es ja nicht) und ich meine intensive Trainingsphase seit dem Programmwechsel damit unterbrochen habe. Aber egal. In den kommenden zwei oder drei Wochen sollte es wieder gut reinpassen, und mal sehen, wie dann die zweite (schwerere) Phase des Trainingsprogramms läuft.

Um zwei daheim, genau passend zum Mittagessen (zweite Hälfte Orzo-Auflauf, sehr gut). Danach ein Kaffee und ein bisschen aufs Sofa, für einen kurzen Mittagsschlaf. Und danach noch weiter auf dem Sofa, mit Magi auf dem Bauch und mit Krimi (Buch wird spannend). Einfach mal ein ein paar Stunden am Stück lesen können: so gut.
Gegen vier schließlich ein bisschen Haushaltskram: Wäsche sortieren, waschen, aufhängen, bügeln, Bad saugen, Handtücher austauschen, so etwas. Und den neuen Handstaubsauger ausprobieren: Ich saugte im oberen Stockwerk die Bücherregale ab und (auf der höchsten Stufe) die Katzenstreu-Krümel aus den Ritzen im alten Riemenfußboden. Das klappte alles ganz ausgesprochen hervorragend. Die Ritzen musste ich erst mit einer Büroklammer ein bisschen freikratzen, aber danach wurden sie so sauber wie vermutlich seit 50 Jahren nicht mehr. Die Regale sowieso. Der Staubsauger ist auch gut im Handling und nicht allzu schwer. Nur leicht genervt war ich, als ich ihn zum Laden wieder in seine Station einklicken wollte. Wir haben die Ladestation noch nicht an der Wand befestigt, sie steht also nur so da, und es ist nicht gerade intuitiv, wie man die beiden Teile verbindet. Und etwas ungeduldig war ich vermutlich auch.

Der Liebste übernahm das Kochen, während ich das VF&L-Heft vom März durchlas und uns (nicht nur aus dem Heft, aber auch) einen Wochenplan schrieb und die Gemüsekiste bestellte. Es ist nicht so ganz klar, was gerade wirklich regional Saison hat: Spargel auf jeden Fall noch nicht (der Spargel, den wir gesehen haben, kommt noch aus Italien oder Griechenland), Blumenkohl, Brokkoli, Paprika alles auch noch nicht. Ich bestellte aber (neben Weißkohl und einigem Lagergemüse) recht viel Spinat. Außerdem sowieso der Plan, die Gefrierfächer etwas zu leeren, die sind übervoll.

Ruhiger Abend mit zwei Folgen Feuerwehrdoku und Quinoa mit gebratenem Tofu, Bärlauchpesto (gekauft), Rucola und „Almond Crunch“, also gehackten, mit Kräutern und Chili gewürzten und gerösteten Mandeln. Sehr gutes Essen, auch nicht kompliziert. Wir hatten offensichtlich diese Woche Pesto-Woche, eher versehentlich. Passt sehr gut, wir lieben beide Pesto, dieser war nur allerdings etwas zu salzig. Trotzdem tolle Kombination.
Um halb zehn mit Buch ins Bett, und weil es da gerade so spannend wurde, etwas zu spät für meine Verhältnisse (um halb elf) das Licht aus. Macht aber nix.