Einigermaßen geruhsam, Montag 17.3.2025

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Zweimal in der Nacht aufgewacht und gedacht „na prima, ich kann noch liegenbleiben, kommt ja Sonntag“ und mich dann dran erinnern müssen, dass Sonntag schon vorbei ist. Sehr unangenehmes Gefühl. Beim Aufwachen um kurz nach sechs wusste ich wenigstens Bescheid. Außerdem bei blauem Himmel aufgewacht, nach dem Übermaß an grauem Wetter die letzten Tage, und noch vor dem Lichtwecker zu Dämmerlicht und Vogelgezwitscher. Es ist nicht alles schlecht. Und die Morgenroutine in einer sauber geputzten Wohnung! Sehr angenehm.

Nach dem Aufstehen dehnte ich mich erst einmal ein bisschen am Fensterbrett durch gegen die Schmerzen im unteren Rücken, die ich seit ein paar Wochen wieder verstärkt nach dem Aufwachen habe (blöd). Dann Katzenmaintenance, Küchenrunde, Tee, Müsli, Schreiben. Etwas ärgerlich: Ich wartete, dass der Liebste aus dem Haus ging, damit ich dann ins Bad konnte (nicht dass ich hätte warten müssen, aber ich finde es ganz angenehm, wenn wir uns im Bad nicht auf den Zehen stehen), nur brauchte er an dem Morgen irgendwie ewig lang, war insgesamt etwas unkonzentriert, verpflasterte seine Finger noch neu (zweimal geschnitten am Wochenende), und am Ende ging er eine Viertelstunde zu spät aus dem Haus. Was dazu führte, dass ich auch eine Viertelstunde zu spät ins Bad ging, und mit allem Drum und Dran war ich dann erst um halb zehn im Büro, ohne Grund.

Ein ganz angenehmer Arbeitstag mit zweimal Unterricht (einmal – etwas spontan – online, einmal vor Ort), ein bisschen Unterrichtsvorbereitung und ansonsten viel administrativem Zeug. Der große Block an Prüfungen im Februar bedeutet jetzt eine Menge an Prüfungsnachbereitung im März, viel Dokumentenbearbeitung, viel Kommunikation. Aber alles so, dass ich die Arbeit innerhalb eines Bürotages hinkriege und mein Postfach nicht überläuft. Richtige Mittagspause (mit der restlichen Kartoffelquiche) konnte ich auch machen. Es hält sich also im Rahmen.
Und ich hatte sogar zwanzig Minuten Zeit um herauszufinden, wie man bei Outlook alte Mails archivieren kann. Wie sich herausstellte, ist das ausgesprochen unpraktisch und um die Ecke (sowohl der Archivierungsprozess als auch die Dateien später wieder zu entpacken), aber es geht schon. Ich legte mal Archivordner für 2009-2011 an und gehe davon aus, dass ich die vermutlich sowieso nie mehr brauchen werde. Aber wer weiß.

Um sechs ging ich nach Hause (nur kleine Extrarunde, ich kam auf 7200 Schritte, nun ja) und begrüßte die zwei- und vierbeinigen Mitbewohner (Liebster kurz vor mir da, Kater schon versorgt). Als Feierabendentspannung übernahm ich das Kochen allein, was dem Liebsten sehr recht war (er verzog sich in die Garage, um dort an einem seiner tausend Projekte weiterzubasteln). Das Essen sah ein Curry from scrach und ohne Rezept vor, mit Kichererbsen, Kokosmilch, reichlich Karotten. Und eigentlich auch Kohlrabi, aber beim Karottenschneiden schnitt ich mir in den rechten Zeigefinger, zwar nicht schlimm, aber doch so, dass ich danach auf ausführliches Schneiden keine Lust mehr hatte. Also Curry ohne Kohlrabi. Es war auch so genug.

Abendunterhaltung zwei Folgen SG1, keine Nachrichten (nur ein ausführlicher Blick in den Guardian), nebenher ein bisschen auf Mastodon. Ein paar meiner alten Kontakte hängen immer noch auf X fest, sehr ärgerlich (und ein bisschen dumm), aber egal: So ist die Timeline wenigstens überschaubar.
Um neun ging ich mit Buch ins Bett, mit dem Gedanken, früh das Licht auszumachen. Aber dann wurde das Buch auf den letzten Metern tatsächlich doch noch spannend, und so las ich eine ganze Weile (ohne es fertigzubekommen allerdings). Ich freue mich schon ein bisschen darauf, dann wieder etwas anderes zu lesen. Und überhaupt gerade wieder: übers Lesen.