Relativ schlecht geschlafen – neben genereller Montags-Unruhe und außerdem unvernünftigerweise viel Tee und Wasser am Abend fiel auch noch die Temperatur (morgens nur 17 Grad im Schlafzimmer), sodass ich es trotz warmer Decke recht frisch fand, und draußen gab es ein aufgeregtes Wetterchen: prasselnder Regen und Wind, der an den Fensterläden rüttelte. Dementsprechend war ich schon wach, als das Weckerlicht anging, aber mit wenig Lust aufzustehen. Richtig heftige Schmerzen im linken Fuß und leichtere, aber trotzdem doofe Schmerzen im rechten Fuß kamen noch dazu. Hmpf.
Der Liebste war schon eine Weile wach und übernahm Katzenfütterung (es wird definitiv Frühling: Der Nasenkater hatte Mäuseüberreste ins Haus geschleppt) und Müsli, ich Küchenrunde und Tee. Ein bisschen Schreiben und langsamer Start, wir mussten erst mittags aus dem Haus.
Nichtsdestotrotz um Viertel nach acht schon am Schreibtisch, ich hatte einen frühen Beratungstermin. Noch ein Blick in die Mails, dann kurz ins Bad. Um halb zehn „richtig“ am Schreibtisch. Ein paar Korrekturen und Unterrichtsvorbereitung für den Abend, Orgakram, zwischendrin heimlich die Katzenklappe zugemacht, was den beiden Katern aber egal war, sie pennten den Vormittag über tief und fest.
Um elf besprach ich mit dem Liebsten ein paar Details des diesjährigen Urlaubs (dieses Jahr irgendwie besonders schwierig, unter anderem weil mit meinem Weiterbildungsprojekt noch so viel offen ist), und dann ging er das Auto holen und ich packte den Nasenkater in die Transportbox: Checkup-Termin für Katze Nummer 2. Dachten wir zumindest, aber als wir (nach kurzer, aber für den kläglich miauenden Kater trotzdem zu langer Fahrt) bei der Tierärztin ankamen, empfing uns die TFA schon leicht zerknirscht: Sie hatte gerade bei uns angerufen (während wir im Auto saßen), um uns den Termin abzusagen – eine Operation dauerte länger als gedacht und es verschob sich alles. Wir machten also einen neuen Termin für in zwei Wochen aus und fuhren wieder heim. Probelauf für den Kater, sozusagen.
Der fand das alles insgesamt ziemlich blöd und raste daheim erst einmal sehr aufgeregt durchs Haus, zum Wassernapf, dann nach oben, zum Trockenfutter, im Wohnzimmer zum Balkon raus, unten gleich wieder rein – offensichtlich musste er Adrenalin abbauen. Wir ließen ihn rennen und gingen noch einmal eine (geschenkte) Dreiviertelstunde an den Schreibtisch.
Mittagessen um Viertel vor eins mit der zweiten Hälfte Rote-Bete-Salat, und recht bald danach ging ich aus dem Haus und ins Büro. Glücklicherweise im Trockenen, es hatte sich mehr oder weniger ausgeregnet.
Recht arbeitsamer Nachmittag, ich hatte eine lange Liste an Zeugs abzuarbeiten. Dazu Räume für die kommende Prüfung richten, ein paar spontane Sachen besprechen, und um fünf noch eine Stunde Unterricht. Als ich so richtig fertig war und um Viertel vor sieben heimging (die letzte im Büro), war ich doch ziemlich kaputt.
Deshalb abends wenig Spannendes: Der Liebste hatte uns eine Schüssel Nudelsalat gemacht, damit zogen wir uns zu Olympia aufs Sofa zurück (wieder Eiskunstlauf, wieder gingen wir ins Bett, bevor die richtig guten Laufpaare und die Medaillenentscheidungen zu sehen waren – das ist für uns alte Leute einfach zu spät). Beide ziemlich kaputt so von allem, der Arbeit, dem Winter, der generellen schlechten Grundstimmung überall und überhaupt, wahrscheinlich ist es so eine Art Midlifecrisis. Oder so.