Kalt, Muskeln, Martinshörner, Dienstag 31.3.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Was für eine Nacht, puh. Ewig wachgelegen und nicht schlafen können, kalt, Kopfweh, und irgendwann begann mir dann auch noch doof der Hals weh zu tun. Ich habe SO keine Lust darauf, jetzt krank zu werden, aber es fühlte sich doch ein bisschen danach an, auch in den Gliedern und überall. Wenigstens nach unserem Urlaub und nicht vorher. Trotzdem mit Matschbirne und echt belämmert aufgestanden, Katzenmaintenance (der Kater hatte wieder irgendetwas gefangen und Überreste reingeschleppt) und Küchenrunde nur mit halbem Tempo. Immerhin konnte ich daheim bleiben und hatte einen relativ ruhigen Tag – gut so, denn meine Inbox war vom Urlaub immer noch nicht ganz durchgearbeitet.

Einigermaßen langsamer Start. Der Liebste machte uns ein Müsli und verschwand dann in seinem Arbeitszimmer, und ich machte mir eine Kanne Lung Ching, ging ausführlich unter die warme Dusche und war um kurz nach neun auch am Schreibtisch (warm eingepackt in Teddyhose und Fleecejacke). Da ging es mir dann recht bald besser, abgesehen von bisschen Müdigkeit und Frösteln. Vielleicht doch nicht krank sondern nur, keine Ahnung. Alt oder so.

Ich war auf jeden Fall gut beschäftigt und machte mir deshalb erst einmal einen Zettel zur Priorisierung (mache ich ja nicht immer, sondern nur dann, wenn ich eine Menge Sachen habe, die sich alle irgendwie gleich wichtig anfühlen, und sich nicht durch Deadlines oder Termine selbst in eine Reihenfolge sortieren). Dann den Vormittag über abarbeiten, die Inbox aufräumen (klappte hervorragend) und noch zwei Beratungstermine. Konnte gleich ein bisschen Input von meiner Weiterbildung einfließen lassen, hihi.

Mittagspause um halb eins mit dem Liebsten und dem restlichen Chili. Ich hatte eigentlich geplant gehabt, eine Portion einzufrieren, aber der Liebste (nach seinem Kollegenausflug vom Vorabend leicht verkatert und deshalb besonders scharf auf viel deftiges, proteinreiches Essen) hatte einfach mal alles heiß gemacht, weil „das kriegen wir schon weg!“. Kriegten wir auch, aber ich war unangenehm vollgefressen danach. Und im Suppenkoma.

Nichtsdestotrotz Weiterarbeit ab halb zwei. Ein bisschen Dokumentensichtung, Korrekturen, um drei ein Stück Kuchen (vom Liebsten gebracht, der das mit dem „vollgefressen“ irgendwie nicht so mitbekommen hatte – es passte tatsächlich noch rein) und viel Tee. Etwas lustig: Der Lung Ching, den ich ja als nicht so lecker abgespeichert hatte und deshalb jetzt halt austrank, damit er wegkommt, entfaltete plötzlich richtig interessante Aromen. Gerade auch im zweiten Aufguss. Vielleicht habe ich den Sweet Spot der richtigen Temperatur erwischt (mittlere 70°), oder vielleicht habe ich mich jetzt einfach nur rangetrunken? Auf jeden Fall noch mal ein Tee mehr auf der Liste, die ich vielleicht mal gern nachkaufen würde. Oder so.
Restlicher Nachmittag noch einen Kurstermin: Das Abschlussmeeting des aktuellen Skandinavierkurses, wo die Studierenden ihre Präsentationen hielten (und es super machten – immer der netteste Kurstermin). Danach etwas Nachbereitung, letzte Korrekturen, und um fünf schloss ich den Arbeitstag ab.

Direkt anschließend (mit kurzem Zwischenstopp bei den Katern, die Aufmerksamkeit wollten) los ins Fitness. Draußen immer noch sehr kalt, also Mütze-und-Wintermantel-Wetter. Im Fitness war extrem wenig los, es scheinen eine Menge Leute in den Osterferien zu sein, und ich konnte sehr entspannt trainieren. Ein bisschen Generve mit dem Gelenkknecht, der das Training nicht ordentlich aufzeichnen wollte (irgendwann selbstständig speicherte und die Aufzeichnung abbrach, keine Ahnung warum), aber davon abgesehen alles prima. Ich stellte sogar an zwei Geräten die Gewichte ein bisschen nach oben. Wobei ich ja immer noch ein bisschen die Befürchtung habe, dass ich im Muskelaufbau-Programm erst einmal vorsichtig herangeführt werde (immer noch erste Phase) und das böse Erwachen dann kommt.
Nach dem Training kurzes Gespräch mit „meinem“ Physio M, der zufällig gerade da war. Turns out: Wenn ich mit ihm Termine fürs Achillessehnen-Training ausmachen möchte, dann muss er gar nicht unbedingt dabei sein, sondern die Termine kann ich (gern auch alle zusammen) an der Information vorne ausmachen, sie haben seine freien Slots im Blick. Dann werde ich das wohl demnächst mal angehen, weil: Ich muss das direkt mit Terminkalender in der Hand ausmachen und über die nächsten Monate direkt festlegen, sonst wird das nichts.

Um Viertel vor sieben daheim. Der Liebste war gerade am Kochen, und zwanzig Minuten später hatten wir eine wunderbare Schüssel Nudelsalat mit gebratenem Räuchertofu, Kohlrabi und Sprossen. SO gut. Danach noch die allerletzten beiden Stücke Kuchen.
Abendunterhaltung die dritte Folge der Jason Bourne-Filmreihe (The Bourne Ultimatum). Nette Unterhaltung, auch weil ein paar Fäden der ersten beiden Filme wieder aufgegriffen und zum Abschluss gebracht werden, aber auch einige Wiederholungen in der Handlung und insgesamt deutlich zu viele hektische Verfolgungsjagden, meine Güte. Außerdem, pet peeve: Es ist ja nett, dass sie auf überzeugende Details achten – zum Beispiel nehmen sie für die deutsche Hauptfigur der Marie Kreutz tatsächlich eine deutsche Schauspielerin (Franka Potente), und als im dritten Film ihr Bruder auftaucht, ist das auch ein deutscher Schauspieler (Daniel Brühl), auch wenn der gar kein Deutsch sprechen muss. Aber. Wie schwer ist es denn rauszufinden, wie die verschiedenen Sondersignale der Polizeien in den europäischen Ländern klingen? Egal ob Deutschland, Italien, England… überall wurde der gleiche genererische wua-wua-Ton eingespielt, der halt in allen drei Ländern falsch ist. Kleinigkeit, aber mich nervt so etwas. Da gibt sich Matt Damon solche Mühe, Französisch, Spanisch und Deutsch mit nur ein ganz klein wenig Akzent zu sprechen, und dann stimmt noch nicht mal das Martinshorn.