Tickets, Impfung, kaputt – Freitag 16.10.2026

  • Beitrag veröffentlicht:
  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Normaler Morgen mit den üblichen Stationen (meckernder Kater um fünf, Weckerlicht um Viertel nach sechs, aufgestanden im Dunkeln, Katzenmaintenance, ausführliche Küchenrunde, Tee. Leichte Kopf- und Bauchschmerzen, aber ich war zuversichtlich, dass sie sich über die erste Tasse Tee auflösen würden. (Stimmte mehr oder weniger.) Wieder ein sehr voller Tag vor mir, und dass dann bald (nach noch einem Tag Schulung am Samstag) der Urlaub kommt und direkt danach die OP und in der Woche danach sofort wieder die Arbeit mit vielen Terminen losgeht, das ist… gerade alles in allem eher ein Stressfaktor, trotz Urlaub. Freuen tue ich mich allerdings schon.

Erst einmal Müsli, Tee, schreiben, Dusche, und um kurz nach halb neun aufs Fahrrad: Ich hatte den Tag im Büro geplant. Nicht allzu kaltes Wetter, ich hatte zwar noch einen Schal zur grünen Jacke an, aber Handschuhe brauchte ich nicht.

Arbeitsreicher Tag mit einer Stunde Unterricht am Morgen und ansonsten einer langen Latte an Zeugs, das teilweise dringend erledigt werden musste, teilweise von mir einfach erledigt werden wollte. Korrekturen, Mails zu beantworten, Terminplanungen, Zeugs. Mittagspause um eins mit zweiter Hälfte Orzo und Kichererbsen und dazu einem Clues by Sam-Logikrätsel, bei dem ich mir fast sicher war (und eigentlich immer noch bin), dass es eine Stelle gab, die man nicht logisch auflösen konnte – es waren einfach zwei Optionen gleich möglich. Es kann natürlich sein, dass ich irgendetwas übersehen habe, aber ich ging wirklich zehn Mal alles durch. Hmpf. (Der Liebste sagte später übrigens, dass er dieses Mal auch irritiert war – es scheint also tatsächlich an diesem Rätsel gelegen zu haben. Oder wir kennen eine Spezialbedingung der Spielregeln nicht.)

Am Nachmittag weiter durch die Erlediliste. Ein wichtiger Punkt: Flugtickets für Indien im November buchen. Und meine Güte, war das ein Affentheater. Die Verbindungen von Januar und Juni gibt es in dieser Form nicht mehr, stattdessen wurden mir lauter blöde Sachen angezeigt (über Zürich oder – no thanks – mit dem Zug erst nach Frankfurt, oder noch unangenehmer über Abu Dhabi oder so), und die, die passten, waren doppelt so teuer wie die letzten Male. Scheinbar ist November eine typische Indien-Reisezeit? Nun ja. Für den Hinflug ist es jetzt einigermaßen vergleichbar wie die letzten Male, beim Rückflug muss ich aber deutlich früher am Flughafen sein (und dann in Mumbai noch viel mehr Zeit totschlagen). Nun ja. Versehentlich hätten wir beim Hinflug in Mumbai einen Weiterflug vom kleineren „Nachbar“-Flughafen gebucht, was bedeutet hätte, dass ich mitten in der Nacht ein Taxi suchen und über eine Stunde (es sind 30 Kilometer) quer durch Mumbai hätte gondeln müssen, und überhaupt. Es war bei weitem nicht so smooth wie die letzten Male. Egal, ich habe meine Tickets, und für 2027 müssen wir uns was überlegen. Vielleicht können wir die Termine so legen, dass ich nicht am Wochenende fliegen muss.

Um halb vier ging ich kurz zur Post und zur benachbarten Apotheke, meinen letzte Woche gebuchten doppelten Impftermin wahrnehmen. Ging wieder alles prima, nach einer Viertelstunde war ich mit Pflaster auf dem Arm wieder draußen. Das einzig Irritierende war das extrem warme Wetter: Klar, den Schal vom Morgen hatte ich längst weggelegt, aber mit dünnem Pullover und grüner Jacke war es trotzdem zu warm, ich schätze 22 Grad? Mir kamen auf jeden Fall Menschen im T-Shirt entgegen.

Letzte Sachen abarbeiten, die Inbox leerkriegen (aber nur, weil ich Mails auf andere Ordner verschob, so ganz gilt das eigentlich nicht), und um fünf machte ich meinen Autoresponder und OOO an. Allerdings noch nicht richtig im Urlaub, denn am Samstag wartet noch eine ganztägige Schulungsveranstaltung. (Das ist dann aber für die nächsten Wochen voraussichtlich das letzte Mal, dass ich samstags arbeiten muss.)

Jetzt erst einmal Yogakurs, das letzte Mal bis keine Ahnung, wenn es gut läuft mit der OP-Heilung, dann Mitte November. Wenn es länger dauert, dann vermutlich erst im Dezember wieder.
Nun ja. Sehr anstrengend, weil mir irgendwie tausend Sachen gleichzeitig weh taten. Mit dem geimpften Arm musste ich natürlich aufpassen, aber irritierenderweise schmerzte auch mein rechtes Daumengelenk sehr unangenehm, so als ob ich es mir irgendwo gezerrt hätte. Dann meldete sich die Achillessehne mal wieder mit krassen, akuten Schmerzen, und die Nackenmuskeln, die den ganzen Tag sehr verspannt waren, wollten sich auch nicht lockern lassen. Obendrauf dann wieder blöde, sehr unangenehme Bauchschmerzen – vermutlich vertrugen sich die Kichererbsen vom Mittag und das viele Sitzen nicht so gut. Keine Ahnung. Es war auf jeden Fall mühsam. Im Lauf des Kurses merkte ich kreislaufmäßig auch die Impfung so langsam, und als wir um sieben fertig waren, war ich eigentlich reif fürs Bett.

Passte aber natürlich nicht, denn ich wurde ja vom Liebsten zur Datumsnacht abgeholt. Wir waren die letzten auf dem Gelände und mussten erst einmal ein paar Jugendliche wegscheuchen, die sich auf unserer Terrasse breit machen wollten (ist dort leider ein bisschen ein Problem). Sie gingen zwar und ich machte die Zauntüren zu, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie wieder umdrehten und reingingen (die Zäune sind nicht sonderlich schwer zu überwinden), sobald wir weg waren. Vielleicht wäre es dort doch mal eine Option für einen Sicherheitsdienst oder so.

Da der Liebste mich mit dem Fahrrad abgeholt hatte, radelten wir (langsam, ich fühlte mich echt nicht so fit) zum Italiener am Flüsschen. Dort Altbewährtes: Minestrone, Penne Arrabbiata. Kein Wein, nur ein kleines Glas Prosecco zum Start, in der Hoffnung, dass sich das nicht mit der Impfung beißen würde. (Tat es nicht, so weit ich das beurteilen kann.) Gutes Essen, schöner Abend, ich fühlte mich einigermaßen okay.
Trotzdem machte ich daheim nicht lang rum. Ein bisschen Timeline leerlesen und daddeln, und um neun ging ich schon nach oben: Mir begann ernstlich der rechte Arm weh zu tun und ich fühlte mich schon ein bisschen malade. Und ich wäre gern schnell wieder fit, spätestens am Sonntag.