Schreiben, Heckenzaun, Unruhe, Donnerstag 22.10.2026

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Obwohl ich abends so lang nicht einschlafen konnte und in der Nacht einmal aufstand, um Viertel vor sieben wach geworden – also eine Stunde vor meiner Garmisch-Wachzeit und ganz ohne Kater. Merkwürdig. Na gut. Ich stand auf jeden Fall auf, einigermaßen wach, und der Kater kam drei Minuten später auch nach oben. Recht normale Morgenroutine also, Katzentier fremdelte nicht und wollte fressen, Tee wollte in der Küche gemacht werden, und sogar die Zeitung war wieder in der Rolle. Ich startete eine Maschine Wäsche und nahm meinen Laptop für den Blog, und der Liebste stand kurz darauf auch auf. Urlaub mehr oder weniger vorbei.

Nichtsdestotrotz ein echter Rumhängetag – ich hatte mir irgendwann mal tausend Sachen vorgenommen, aber null Motivation dafür. Der Liebste machte uns eine Portion Porridge, und ich wusch nach der ersten noch eine weitere Maschine Wäsche (damit Leine voll und Urlaubswäsche mehr oder weniger erledigt), aber ansonsten war es das an Haushaltskram. Stattdessen verbloggte ich unseren Garmisch-Urlaub und las dann ausführlich das Internet leer. Irgendwann war es Mittag und der Liebste machte uns zwei Seitansteaks mit Spirelli und ein bisschen Bratensauce zum Mittag – nicht super gesund, aber schnell. Danach ein Espresso und ein Lebkuchen.

Am Nachmittag ein bisschen Katerbespaßung, ein bisschen YouTube, und irgenwann ging ich ins Bad und widmete mich gründlichster Körperpflege. Haare gewaschen, alles eingeseift, Körperhaare entfernt, dann ein bisschen Pediküre, Lotion und diverse Cremes – vor der OP darf ich ja nicht und ich hoffte, dass ich damit das Austrocknen wenigstens ein bisschen im Zaum halten könnte.

Draußen war es den ganzen Tag sonnig, aber sehr herbstlich gewesen: kühle, feuchte Luft und ziemlich windig (auch schon viel buntes Laub überall). Eigentlich sehr schönes Wetter zum Radfahren. Um fünf radelte ich ins Nachbarstadtviertel zur Tierärztin und holte die morgens telefonisch bestellten Herztabletten für den Kater ab. Den ganzen Tag schon merkwürdige Bauchschmerzen, da war das Radeln wenigstens ein bisschen Bewegung.

Der Liebste hatte währenddessen den Nachmittag im Garten verbracht, die Hecken zurückgeschnitten und aus drei Stapeln Zweigen und Heckenschnitt eine Art Heckenzaun gebastelt für den Bereich neben dem Ster. Ich bin gespannt, ob das so funktioniert, wie wir uns das denken – dass der Bereich als „Zaun“ stehen bleibt und trotzdem wild genug ist, dass dort Zeug wächst und er von Vögeln und Igeln und so weiter angenommen wird. Gut aussehen tut es auf jeden Fall schon mal.

Als ich von der Tierärztin zurückkam, war das Abendessen bereits im Ofen: ein Blech Ofenkartoffeln, Karotten und Pilze, dazu ein Kräuterquark im Kühlschrank. Ich packte noch meine Tasche für den nächsten Tag (brauchte ja nicht viel, eigentlich darf man quasi gar nicht so viel mitnehmen ins Krankenhaus), schrieb ein bisschen und stellte den Wecker früh.

Dann ruhiger Abend: Gutes Essen, bisschen Blaulichtquatsch im TV. Und früh ins Bett, ich war zwar nicht müde und schon so ein bisschen nervös (blöde OP, blöder Fuß, blöd alles), aber ich wollte natürlich nicht völlig verpennt sein am nächsten Morgen. Wobei: Für das Schlafen wird ja extern gesorgt.