Eher anstrengende Nacht, auch wenn Magi den größten Teil davon auf dem Sessel verbrachte, mich also nicht im Bett nervte, und nur einmal gegen fünf herummiaute (aber schnell wieder Ruhe gab). Trotzdem war ich morgens ziemlich kaputt. Dass ich frühmorgens auf dem Bauch liegend noch einmal eingeschlafen war, half auch nicht (normalerweise geht das gar nicht gut, typischer Seitenschläfermensch) – ich wachte mit einem ziemlich verspannten Rücken auf. Nun ja.
Die Medikamentengabe an Magi klappte immerhin problemlos, auch wenn er sich jetzt nicht hinter das Wäscheständer-Gitter setzte, sondern die Treppe fast ganz nach unten gehumpelt kam, wo das Gitter nicht mehr war. (Wo er aber auch wenigstens nicht mehr runterfliegen kann.) Mittlerweile ist (mit zwei neuen Herztabletten und dem Antibiotikum) so viel Zeug, dass ich schon zweifelte, ob ein Päckchen Leberwurstpaste überhaupt ausreicht. Aber es passte gerade so.
Sehr aufgeregt der Nasenkater im Übrigen, den wir abends noch rausgelassen hatten, aber die Klappe ist natürlich jetzt im raus geht nicht-rein schon-Modus, sodass er irgendwann nachts wieder reingekommen war und dann nicht mehr rauskonnte. Dementsprechend rannte er von Balkontür zu Futterschüssel zum Katzenklo zur Kellertür, fraß ein paar Haps, machte Pipi, wollte raus, ach Moment doch nicht, bis ich ihm die Kellertür schließlich aufschloss. Magi schaute sich das Ganze währenddessen mit Leidensmiene an und ließ sich schließlich sogar zur Futterschüssel die Kellertreppe hochtragen, offensichtlich waren die letzten Stufen mit dem klumpfußartigen Verband zu viel verlangt.
Drama im Alltag.
Einigermaßen ruhiger Morgen mit Müsli und Tee, dann ging der Liebste aus dem Haus und ich ließ mir noch einen Moment Zeit, um das Internet leerzulesen. Um halb zehn war ich am Schreibtisch. Der Vormittag mit einem längeren Meeting und ein wenig Unterrichtsvorbereitung angefüllt, viel Kommunikation.
Um halb eins machte ich das restliche Dhal mit Reis warm, und als hätte er es gehört, kam kurz darauf der Liebste nach Hause. Ich war nachmittags im Büro, also kam er heim, damit Magi nicht allein war, kranke Nase. Der war im Übrigen von seinem Fußverband mittlerweile reichlich angenervt, blieb alle paar Meter stehen und arbeitete daran herum. „Nagte“ kann ich nicht schreiben, er hat ja vorne nur noch wenige Zähne, aber er leckte und weichte das ganze Ding damit ein und schüttelte die Pfote und irgendwann um kurz nach eins schleuderte er den kompletten Verband mit einer heftigen Zappelbewegung plötzlich vom Fuß. Hm. Eigentlich war ja „wenn möglich bis Freitag“ die Aussage der Ärztin gewesen (allerdings auch „wenn er ihn solange toleriert“). Gut, dann war das jetzt eben so. Wir konnten am Fuß im Übrigen nichts mehr feststellen, keine offene Stelle, keine Schwellung, nichts nässte.
Auf zwei ging ich ins Büro und hatte dort erst einmal ein Treffen mit unserem Social Media-Menschen, der mit mir ein paar Werbevideos für Insta drehte. („Super, wie natürlich das alles wirkt“, meinte er, was ich lustig fand, wie sehr unnatürlich ist es dann bei den anderen Kolleg:innen? Ich laberte halt irgendwas. Um ehrlich zu sein hatte ich den Termin morgens noch vergessen und war dann ganz froh, dass ich wenigstens einen einigermaßen passenden Pulli angezogen hatte, der nicht reflektierte oder komische Lichteffekte machte oder so.)
Restlicher Nachmittag: Ein Einzelunterricht, viel Orgakrams, plötzlich lief mir etwas die Zeit davon und es war schon halb sechs und damit Zeit für meinen letzten Abendunterricht. Der super lief und ein richtig schöner Abschluss war, ich war sehr zufrieden. Das i-Tüpfelchen war ein kleines Geschenk und eine sehr nette Karte, die eine Kursteilnehmerin mir als Dankeschön auf den Platz legte. Definitiv ein Highlight des Tages. Der Kurs wird mir schon fehlen.
Bei wieder kühlem Wetter, aber trocken um halb acht nach Hause (die Achterbahnfahrt bei den Temperaturen ist momentan etwas anstrengend). Der Liebste hatte schon gekocht und uns eine Art Ramen mit Udon, Brokkoli und sehr lecker paniertem und angebratenem Tofu gemacht (aus einem alten VF&L-Heft, leicht abgewandelt). Ich schaute nach den Katzen (Magi beleidigt auf dem Sofa – der Liebste war mit ihm gemeinsam eine Runde im Garten gewesen, Klappe war aber noch zu – Nasenkater über den Balkon im Garten verschwunden). Ein bisschen Austausch über den Tag, ein Blick in die Nachrichten, dann zogen wir uns durchs Sternentor zurück. Und ziemlich früh dann auch ins Bett.