Etwas übermüdet nach dem späten (naja, „späten“, Viertel vor elf) Bettgehen am Abend davor. Aber immerhin war die Nacht ganz okay gewesen, der Wechsel auf die Frühlings-Bettdecke (mit warmem Bezug) war genau richtig. Kleine Katzenrunde (alle Klos benutzt – es schien in der Nacht geregnet zu haben), dabei konnte ich feststellen, dass Magi wieder ganz rund und schnell die Treppe runterläuft. Nachdem der Liebste ihn gewogen und eine Gewichtszunahme festgestellt hatte, scheint er also wieder so ziemlich der Alte zu sein. Jetzt muss nur noch das Herz wieder stabiler werden.
Ich kam morgens nicht so richtig in die Gänge, ein ziemlich lahmer Tag. Zum Frühstück aufgetauter Toast mit Avocado (jetzt ist noch eine halbe im Kühlschrank), danach etwas Quark mit Nüssen, zwei Tassen Tee, dann ging der Liebste ins Büro, ich schrieb noch ein bisschen und war nach Dusche um neun am Schreibtisch. Dort überraschend ruhig, wenige Mails, wenig Dringliches. Ich arbeitete ein paar Standardsachen von der Erlediliste ab, schrieb ein Protokoll, beantwortete ein paar Fragen, Zeugs. Um halb zehn Anruf von der Tierärztin, bei der wir den Kontrolltermin für Magi hatten: Wir könnten früher kommen, wenn wir wollten? Wollte ich aber nicht – ich hatte das Auto ja erst ab elf gebucht. War auch okay.
Um elf holte ich also das Auto (den Corsa ums Eck), packte Magi in die Box (unter Mühen) und fuhr zur Tierärztin. Er wehrte sich heftig gegen das Eingesperrt-werden, krallte sich in meinen Pulli und miaute kläglich – es geht ihm definitiv wieder besser. Bei der Tierärztin gab er dann recht schnell ruhig, vor allem als ein (noch junger, aber schon riesiger) langhaariger Schäferhund ins Wartezimmer schlappte und Magi ganz still wurde und sich nach hinten in die Box zurückzog. Der Hund war überhaupt nicht interessiert, aber man weiß ja nie.
Dann die Untersuchung, und da war dann Schluss mit lustig: Das tat alles weh an der Pfote, die tMFA musste ihn im Nacken halten und er schimpfte und fauchte. Völlig zu Recht. Die Kralle, die trotz Entzündung vorerst gehalten hatte, löste sich jetzt, und nach einmal säubern und Kruste wegmachen lag sie bei der Tierärztin plötzlich auf dem Behandlungstisch. Etwas blöd, weil da jetzt ein Loch und damit eine potenzielle Entzündungsstelle ist, und es ist noch nicht ausgemacht, dass wieder eine neue Kralle nachwächst. Immerhin brauchte er keinen neuen Verband, sondern die Stelle wurde nur gereinigt und mit antiseptischem Zeug behandelt, dann bekam er Leckerchen und Streicheleinheiten und wir durften gehen. Mit ein paar Dauermedikamenten, die ausgegangen waren (und damit wieder mit einer ordentlichen Rechnung, die Medikamente sind immer absurd teuer).
Um kurz nach halb eins daheim. Magi ging gleich ans Futter und schien danach einigermaßen zufrieden zu sein, er legte sich zum Pennen aufs Bett. Ich machte mir die zweite Portion Gemüseeintopf warm, räumte die gelieferte Gemüsekiste weg, wusch ein bisschen Spinat und war ab halb zwei wieder am Schreibtisch.
Am Nachmittag hatte ich einen Beratungstermin und konnte sonst ein paar Sachen in Ruhe wegarbeiten, während es draußen immer dunkler wurde und mehr oder weniger am Stück regnete – sehr trüber Tag. Ich war deshalb auch schon mal produktiver, aber ein paar Sachen bekam ich am Ende doch erledigt.
Um halb sechs machte ich Feierabend und ging schnell in den Supermarkt nebenan: Einmal in der Apotheke dort Betaisadona-Tinktur holen (für die Katerpfote), außerdem wollte ich festkochende Kartoffeln, weil ich die für einen Kartoffelsalat besser finde als mittlere. Zwanzig Minuten später ging ich aus dem Supermarkt nach Hause und hatte Zitronenjoghurt, rote Linsen, Riesenbohnen (ENDLICH, yay), Borlottibohnen (AUCH endlich, der Supermarkt ist wieder gut ausgestattet) und einen wunderschönen Strauß orangene Tulpen gekauft. Die Kartoffeln fielen mir wieder ein, als ich daheim auspackte, harhar. Nun ja: Gibt es den Kartoffelsalat halt mit dem, was da ist.
Zunächst aber einmal Nudeln mit Spinat und Pilzsahnesauce, der Liebste kümmerte sich ums Kochen und ich versorgte die Nasen. Dann schnelles gemeinsames Abendessen, bevor er für den restlichen Abend zur Jahreshauptversammlung des Bastelvereins verschwand. Und ich mich mit Laptop aufs Sofa zurückzog, flankiert von zwei Katern, und Zeugs auf YouTube anschaute. Vielleicht nicht die produktivste Art, den Abend zu verbringen, aber ich hatte auf nichts Anderes Lust. Und es passte irgendwie zum unproduktiven Tag.