WMDEDGT, Montag 5.1.2026

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Wie an jedem Fünften des Monats fragt Frau Brüllen in ihrem Blog „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“. Hier ein vorletzter Urlaubstag, eher unspektakulär daheim (sehr kalt draußen) mit  viel Haushalt.

Quasi durchgeschlafen (kein Wunder, die Tür zum Schlafzimmer war zu, voll fies gegenüber den armen Nervkatzen – beim Liebsten mit offener Tür waren sie allerdings auch nicht) und um Viertel vor sieben aufgestanden. Noch zwei Tage Urlaub (wie immer bis Dreikönig), aber dass ich von meinen normalen Aufstehzeiten nicht so weit weg war, fand ich gar nicht schlecht. Katzenmaintenance und ausführliche Küchenrunde, Tee, Zeitung (natürlich vom Überfall auf Venezuela und vom Stromausfall in Berlin bestimmt – von S habe ich übrigens noch nichts gehört, aber er wohnt in einem nicht betroffenen Viertel). Für den Tag einige Pläne, nachdem der Sonntag so ein Bummeltag gewesen war. Und so langsam schleicht sich auch ein bisschen Nervosität und Unruhe wegen des Arbeitsbeginns am Mittwoch ein.

Zum Frühstück ein Müsli, schnelles Bloggen, dann starteten wir motiviert: Der Liebste zog sich Werkstattklamotten an und ging für den restlichen Vormittag zum Bastelverein, und ich widmete mich erst ausführlich der Körperpflege und dann diversem Haushaltszeugs: trockene Wäsche wegräumen, Schmutzwäsche sortieren, eine Maschine starten, Küche aufräumen, Spülmaschine starten, durchgelaufene Wäsche aufhängen, zweite Maschine starten, bügeln.
Den Vormittag über begleitet von diversen Podcasts, unter anderem zwei Archäologie-Folgen des BR-Podcasts IQ – Wissenschaft und Forschung. Den habe ich erst kürzlich entdeckt und glaube, ich habe da eine ziemliche Fundgrube vor mir. Außerdem gehört: Der Pandemia-Podcast von Ende Dezember zum CDC-Mitarbeiter Daskalakis, der (neben anderen) von seinem Posten zurücktrat, nachdem die unwissenschaftliche Schwurbel-Richtung unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. deutlich wurde. Der Titel der Folge passt leider allzu gut: Impfen – Es wird noch viel schlimmer werden. Na super.

Mittlerweile war es schon halb zwölf und zum Einkaufen schon etwas knapp, deshalb verschob ich das auf den Nachmittag und startete das zweite, große Projekt des Tages, den Use-Up-Januar: Ich ging durch sämtliche Regale mit Lebensmitteln in Küche und Keller (inklusive Kühlschrank und Gefrierschrank), schaute bei allem nach dem Ablaufdatum (sah gut aus, nur ein Glas mit Pistazien war nicht mehr gut und flog raus) und machte eine Liste von Zeugs, das sich so angesammelt hatte und verbraucht werden musste. Ziel ist wie jeden Januar, im Lauf des Monats 2/3 von der Liste zu verbrauchen – in diesem Jahr waren erstaunlicherweise nur 27 Sachen auf der Liste. Also Zielsetzung 18 verbrauchen, das sollte machbar sein, auch wenn ein paar Sachen nicht mit ein oder zwei Rezepten zu verkochen sind. Ich frage mich, ob die kurze Liste daran liegt, dass wir im vergangenen Jahr sinnvoller eingekauft haben (also kein Krempel aus einer Laune heraus), oder daran, dass wir weniger neue Rezepte ausprobiert haben (wo man ja oft so eine „besondere“ Zutat dabei hat, die man danach nie mehr braucht). Vermutlich eine Mischung aus beidem. Es war sicher ein Symptom des megavoll gepackten letzten Jahres, dass wir wenig Muse zum gemütlichen Kochen hatten.

Zum Mittagessen (der Liebste kam um kurz vor eins wieder heim) das restliche Ofengemüse, danach etwas Kaffee und ein Zitronenjoghurt. Eine Mittagspause sparte ich mir, ich wollte gern Sachen erledigen, damit ich am Nachmittag noch Lesezeit hätte (harhar, klappte natürlich nicht). Also zweite Maschine Wäsche aufgehängt, die dritte und letzte gestartet (sehr gut, so habe ich genug frische Wäsche zum Einpacken am kommenden Samstag) und noch die letzten Regale ausgewischt, und dann war es drei und höchste Zeit fürs Einkaufen.

Etwas blöde Einkaufszeit, die Läden waren ganz schön voll. Erst einmal das ganze Altglas der Feiertage weg: Wir kamen gerade zu den Containern, als sie geleert wurden, und schauten wie zwei so Grundschulkinder dem Mann mit dem großen Laster und dem großen Hebearm zu (nicht wirklich toll, weil laut und stinkend). Dann Alnatura und dm – wir brauchten nicht wahnsinnig viel, trotzdem war es eine stattliche Summe am Ende, haben die Läden zum Jahreswechsel kollektiv die Preise angehoben? Hm.
Anyway. Daheim räumte ich die Einkäufe weg und hängte die dritte Maschine auf. Dann noch schnell zum Supermarkt nebenan, in erster Linie Wasser holen (und Crodino, der uns ausgegangen ist, Drama), und wieder daheim war es halb sechs und der Tag quasi vorbei. Nun ja.

Letzte Einkäufe wegräumen, der Liebste machte währenddessen Pizza zum Abendessen. Sehr ungesunde (und etwas faule) Variante mit einem gekauften (!) Pizzateig, fertiger Tomatensauce, ein paar Pilzen, Oliven und Zwiebeln, dazu gekaufter Seitansalami und gekauftem veganen Streukäse. Dementsprechend war das alles eher auf der 20%-Seite (der „80% gesund essen, 20% egal“-Regel), aber natürlich superlecker. Dazu ein Feierabendbier (wir haben noch Weihnachtsbier übrig, das ist uns die letzten Jahre auch nicht passiert) und zu den Katern aufs Sofa.

Abendunterhaltung ein paar Folgen DS9, bis ich um halb zehn furchtbar müde wurde und nach oben verschwand. Leicht genervt, dass ich tatsächlich gar nicht zum Lesen gekommen war (geschweige denn zum Fitness, und eigentlich  hatte ich ja über einen nochmaligen Hosenkauf-Versuch nachgedacht), aber andererseits: Jetzt sind die Küchenregale wieder sauber und aufgeräumt und überhaupt. Das ist so zum Jahresanfang schon ziemlich super.