Check-Up, Montag 9.2.2026

Unruhige Nacht: Nicht nur dass ich vier Mal (!!) aufstehen und aufs Klo musste (davon ein- oder zweimal „richtig“, die anderen Male eher wegen Unruhe und Herumgewälze), mir war auch unter der Daunendecke viel zu warm, und ich kam dadurch zu keinem Schlaf mehr. Ich wechselte also auf die Übergangsdecke, unter der mir dann, nach einer Schlafphase, natürlich zu kühl war. Irgendwann noch die gelbe Wolldecke dazu, aber trotzdem wurde ich nicht mehr richtig warm und fröstelte vor mich hin, bis der Lichtwecker anging. Hmpf.
Der Liebste war schon kurz vor mir aufgestanden und hatte die Kater versorgt, er musste früh los und ging nach einer schnellen Dusche ohne Tee oder Frühstück um Viertel vor sieben aus dem Haus. Ich schaute nach der Küche, gab dem Kater die zweite Portion und holte dann (Magi oben, Kater draußen, also ein praktischer Zeitpunkt) die Transportbox für den Tierarztbesuch später. Insgesamt alles mit innerer Unruhe, wegen besagten Tierarzttermins und überhaupt wegen sehr voller Woche und diverser Stress machender Zukunftsgedanken, die mich schon seit ein paar Wochen beschäftigen. Ich war von meinem eigenen Gehirn etwas genervt. Erst einmal Tee.

Der Liebste musste früh aus dem Haus, ich machte mir ein Müsli und war ab halb neun auch am Schreibtisch. Dort zwei Stunden administrativer Kram, ein bisschen Textkorrektur. Ab halb zehn mit einem zunehmend aufgeregten Nasenkater: Ich hatte die Katzenklappe zugemacht, als beide pennten, und Magi war das auch reichlich egal, aber der Kater wollte irgendwann raus und begann irritiert durchs Haus zu rasen. Er musste aber nicht lang durchhalten: Um halb elf ging ich das Auto holen (dieses Mal wieder einen Corsa, ich hatte keine Lust mehr auf doofe Opel Karl-Experimente), packte dann Magi in die Box und machte für den Kater die Klappe wieder auf. Dann ab zum Tierarzt.
Alles so ein bisschen unklar, nun ja. Es wurden Fell und Zähne und Krallen und Ohren angeschaut (Fell okay, halt teilweise filzig, wir arbeiten dran, Krallen okay bis auf eine, die er verloren hat, dort hat sich ein Hornklumpen gebildet, der aber okay zu sein scheint). Die Ohren waren nicht vermilbt, der braune Belag war einfach Dreck. Den ich ihm ja schon hatte rausholen wollen, aber da machte er hat nicht mit. Bei der Tierärztin musste er, unter Katzenprotest machte sie ihm die Ohren sauber. Müssen wir die nächsten Monate vielleicht doch selber probieren, denn Putzen kriegt er einfach nicht mehr so hin. Bei den Zähnen war sie unsicher, ob das schon eingreifwürdig ist oder nicht – wäre halt wieder eine größere Sache. Dauerbaustelle.

Dann Blutabnahme (unter größtem Katzenprotest, die Leckerchenmethode klappte dieses Mal leider gar nicht) und sonstige Untersuchung. Bauch war gut, ansonsten ziemlich mager, Gewicht 3,84 kg. Also wieder abgenommen. Wir sprachen über die diversen Medikationsmöglichkeiten (Schilddrüse runterdosieren, Cortison ausschleichen, stattdessen ein anderes Schmerzmedikament, was besser fürs Herz ist, aber man müsste es alle vier Wochen spritzen, hm), aber vor den Blutwerten kann man sowieso nichts Definitives sagen. Um halb eins packte ich das Tier wieder ein und fuhr nach Hause.

Daheim ließ ich ihn aus der Box (er marschierte sofort zur Futterschüssel), brachte das Auto weg, und als ich wiederkam, hatte er sich schon den Verband an der Pfote weggebissen, war durch die Klappe marschiert und saß draußen am Gartenteich. Kam aber bald wieder rein und ging pennen. Offensichtlich kein allzu schlimmes Katzentrauma.
Noch eine schnelle Mittagspause für mich (restliches Kartoffelgratin, danach etwas Vanillequark), dann Sachen packen und um halb zwei ging ich ins Büro.

Ich arbeite schon seit einigen Monaten eine Kollegin in den Kairo-Bereich ein, und für die aktuelle Projektrunde ist sie hauptverantwortlich (also für den einen Arbeitsbereich, so ganz hauptverantwortlich ist der Kairokollege). Deshalb letzte Besprechung vor Ort, es gab für mich aber wenig zu tun – sie hatte quasi alles schon vorbereitet. Sehr angenehm.
Ein Beratungstermin vor Ort, ein wenig Unterrichtsvorbereitung, dann hatte ich abends eine Stunde Onlineunterricht, und um halb sieben war ich mit allem durch und ging nach Hause. Anstrengender Tag.

Der Liebste war auch ziemlich durch, weshalb wir den Essensplan etwas umdisponierten und abends einfach Brot als Vesper hatten. Und dann aufs Sofa, ein bisschen lesen (spannendes Buch, zieht sich trotzdem, weil ich einfach nicht so dazukomme), früh ins Bett. Recht guter Dinge vor den kommenden langen Tagen.