Schon Freitag – wo ist die Woche hin? Nun ja.
Auf jeden Fall am Vorabend wieder um neun ins Bett in der Hoffnung, noch eine Stunde lesen zu können, stattdessen 25 Minuten später die Augen nicht mehr aufhalten können, dafür mitten in der Nacht aufgewacht und ewig wach gelegen, bis irgendwann das Weckerlicht anging. Nervnervnervnerv. Sooooo bescheuert, nachts nicht schlafen zu können. Schön allerdings: Morgens war es schon so richtig, richtig hell, als ich um Viertel vor sieben schließlich aufstand. Morgenroutine, der Liebste übernahm die Katzen (bisschen Sorge wegen Magi, der mit der Toilette zunehmend Probleme zu bekommen scheint – müssen wir mal sehr genau beobachten).
Tee und Brot mit Orangenmarmelade zum Frühstück, Blick in die Zeitung, wo der Irankrieg zwar noch das Aufmacherbild stellt, aber schon nicht mehr die Topmeldung ist (stattdessen „aber die Spritpreise“, mimimi).
Ich hatte meinen Arbeitstag halb-halb daheim und im Büro geplant, nachdem der Liebste also aus dem Haus gegangen war, kümmerte ich mich um ausführliche Körperpflege und war pünktlich um neun am Schreibtisch.
Eine Stunde Onlineunterricht, dann ein arbeitsamer Vormittag, bei dem ich richtig gut vorankam – in erster Linie weil ich nicht in tausend Meetings war und konzentriert arbeiten konnte, UND weil ich auf eine Frage von den Kolleg:innen Antwort bekam. (Ich hatte Freitag als Deadline geschrieben, und bis auf eine Person, die ich vorsichtig anstupsen musste, trudelten von allen pünktlich die Antworten ein. Beeindruckend.) Als ich um halb eins Mittagspause machte, sah das alles so gut aus, dass ich richtig entspannt ins Wochenende blicken konnte.
Längere Mittagspause bis halb zwei mit dem restlichen Wurzelfrikassee (nicht mehr so toll, halt so ein Reismatsch, der Liebste sagte allerdings abends, das sei „ja noch mal so richtig lecker gewesen“, nun ja. Irgendwann machen wir das vielleicht mal wieder. Aber nicht so bald) und meinem Buch, das ganz plötzlich (bei der Hälfte!) einen so spannenden Twist hinlegte, dass ich das Kapitel zu Ende lesen musste.
Auf dem Weg ins Büro dann mit normalen Sneakern und roter Jacke (und Sonnenbrille), aber ich hatte immerhin Mütze und Schal noch in die Tasche gesteckt. Ein kleines bisschen warm, zumindest in der Sonne. Und sehr hell.
Am Nachmittag ein positives Gespräch mit der Co-Chefin, dann die Mailbox leergearbeitet (naja, eher figuratively speaking, alle dringenden Sachen waren weg), und dann hatte ich tatsächlich noch zwei Stunden und konnte konzentriert und ausführlich einen Punkt erledigen, der erst für Montag draufgestanden hatte (und da vermutlich etwas hektischer und mit weniger Ruhe hätte gemacht werden können). Dementsprechend sehr zufrieden mit dem Arbeitsergebnis, als ich um fünf Feierabend machte und in den Yogakurs ging.
Guter Kurs, wenn auch mein Rücken (keine Ahnung, Ischias? Iliosakralgelenk?) ein bisschen zwickte und ich sehr aufpassen musste, dass ich nicht zu krass in die Dehnungen ging und die Muskeln auch nicht verspannte. War trotzdem zufrieden. Vor allem ging das Kuhgesicht erstaunlich gut. Kleine Siege.
Um sieben holte mich der Liebste zur Datumsnacht ab – da war es logischerweise dunkel draußen und prompt wieder ganz schön kalt, ich war über Mütze und Schal sehr froh. Wir gingen einmal quer durch die Stadt und landeten beim asiatischen Restaurant in der Wilhelmstraße – eines der wenigen Restaurants in der Stadt, das (neben den üblichen anderen Modesachen wie Bowls, Thai Curry und Sushi) auch noch „richtiges“ chinesisches Essen hat. Wenig los (…Semesterferien), wir saßen eine Stunde sehr gemütlich und aßen viel zu viel (Frühlingsrollen und Edamame als Vorspeise, dann Summer Rolls und vegane Sushiplatte für den Liebsten und Tofu & Pilze mit Reis für mich). Sehr satt, aber sehr zufrieden nach Hause.
Dort erst einmal schnell zum Supermarkt nebenan, ein paar Zutaten für alkoholfreie Drinks holen. Crodino hatten sie leider nicht da, aber einen alkoholfreien Itarol, außerdem noch Prosecco und Tonic Water (Gin haben wir noch daheim). Damit sind wir erst einmal gerüstet für die nächste Zeit. (Im März noch zwei erlaubte Fastenzeit-Ausnahmen: Einmal unser Hochzeitstag und einmal haben wir Karten für ein Whiskytasting.) Für diesen Abend allerdings noch kein Drink, auch kein alkoholfreier (von einer Flasche Sprudel mal abgesehen), das ganze Zeug kam erst noch in den unteren Kühlschrank.
Restlicher Abend auf dem Sofa: Der Liebste hatte nachmittags Nusszopf vom Bäcker geholt, von dem nach ein bisschen Wartezeit sogar noch eine Scheibe als Nachtisch ging. Damit und mit zwei Katern ein paar Folgen QI auf dem Sofa, und ich hielt tatsächlich SO tapfer bis halb elf durch. Unter Mühen.