Nicht direkt ausgeschlafen (Kater machte ab 5:40 Rabatz), aber doch etwas länger liegen geblieben und erst um 7 nach unten (da hatte ich den Kater bereits auf die Dachterrasse raus- und wieder reingelassen und ihn durch Besänftigungsschnurren versucht, mir noch eine halbe Stunde im Bett zu lassen, halb erfolgreich). Beim Aufstehen erst einmal Blick auf den Fuß, auf dem das blaurote Hämatom auf dem Fußrücken natürlich immer noch deutlich zu sehen ist. Keine Ahnung. Ich hinkte erst einmal nach unten für Katzenmaintenance, Küchenrunde und Tee und setzte mich dann an den Esstisch im mehr oder weniger hilflosen Versuch, meinen Fuß hochzulegen. Generell ist „sitzen und Beine lang“ für mich sowieso keine sehr gute Position (Dandasana im Yoga kriege ich nur mit jeder Menge Tricks und Hilfsmittel hin), und dazu ist auch noch unser Esstisch dafür maximal ungeeignet, weil er unter der Platte ein Brett hat, das ziemlich tief nach unten geht. Am Ende nahm ich den kleinen Puppen-Esstisch, den wir damals für Magi als Sofa-Trittstufe gefunden hatten, legte darauf ein großes Sofakissen und schnallte es mit einem Gürtel fest. Das war zwar immer noch nicht optimal, aber deutlich besser als nichts.
Ach ja, bevor ich das machte, also noch während des Teekochens, klappte ich unsere beiden Wandkalender auf November um. Liebe Güte, schon November, dieses sehr anstrengende, vollgepackte Jahr nimmt gegen Ende noch einmal richtig Fahrt auf. Wobei der Blick nach draußen typisches Goldener-Oktober-Wetter zeigte, noch sehr viel Laub an den Bäumen, blauer Himmel und so wirklich kalt war es auch nicht. Ich denke, es wird noch eine ganze Weile dauern, bis wir Schnee bekommen.
Ausführliches englisches Frühstück, ich schrieb ein bisschen, und dann zog ich mich direkt aufs Sofa zurück, lagerte meinen Fuß auf ein Kissen und blieb dort mehr oder weniger den kompletten Tag, nur von einmal ausführlichem Duschen und Haare Waschen unterbrochen und natürlich vom Mittagessen (zweite Hälfte Filo Pie). Ansonsten las ich ausführlich im Internet herum, sammelte die Lieblingströts von November (etwas erschwert, weil ich mich erst auf der neu gestalteten Web-Oberfläche von mastodon.social zurechtfinden musste, ich nutze ja normalerweise das Handy), las das November-Heft Vegan Food & Living durch und spielte alle Clues by Sam-Rätsel der Woche noch einmal durch. (Es blieb bei zwei Rätseln, bei denen ich einfach, auch nach langem Grübeln, nicht auf die Logik der Antwort komme. Na ja.)
Haushalt machte ich tatsächlich überhaupt nicht, obwohl ich natürlich schon auf die Wäsche schielte, die gemacht werden könnte, und das Bad, das geputzt werden müsste. Na ja, ich wechselte zumindest alle Handtücher aus und putzte das Spülbecken, und der Liebste putzte das Erdgeschoss. Der Rest muss warten.
Am Abend schmiss ich unseren Wochenplan noch einmal ein wenig um, weil der Liebste ein paar Sachen am Samstag nicht bekommen hatte (Topinambur vor allem) und wir Zeugs verbrauchen mussten. Da wir einen veganen Feta daheim hatten, der schon kurz nach Ablaufdatum war, gab es einen Nudelsalat zum Abendessen. Die neue Woche versuchte ich auch zu planen, aber irgendwie keine Lust, ich kam bis Dienstag und verschob es dann auf den nächsten Tag.
Restlicher Abend mit den Rookies auf den Sofas, und um neun schon hoch ins Bett – wir waren beide ziemlich müde (und nicht sooo gut drauf). Oben ein letzter Blick auf den Fußrücken: Das Hämatom war natürlich noch da, aber durch das Hochlagern scheint die Schwellung zumindest zurückgegangen zu sein. Ich gab mir noch einmal eine Thrombosespritze (…vielleicht ist die auch für den blauen Fuß verantwortlich?) und las dann noch eine knappe Dreiviertelstunde. Bin immer noch beim neu gestalteten Ilias-Klassiker Cassandra, und das ist schon sehr gut geschrieben und schön gemacht, aber irgendwie komme ich nicht so richtig rein. Zu viele andere Sachen gerade, die Platz im Kopf beanspruchen. Wir bräuchten eigentlich Urlaub – aber das sagte ich ja schon.