Drei sehr gleichförmige Tage, weil lang und vollgepackt mit Arbeit und wenig anderem. Deshalb hier die Kurzzusammenfassung.
Leidlich geschlafen, die Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit ziemlichen Kopfschmerzen, ansonsten ganz okay. Ich kam jedes Mal mit dem Weckerlicht aus dem Bett. Dann etwas Tempo am Morgen, der Liebste übernahm die Kater, ich ging nach Teekochen gleich unter die Dusche und aus dem Haus – am Dienstag war ich erst um zehn nach acht da (die neu eingearbeitete Kollegin war vor Ort), an den anderen Tagen schon vorher. Immer vom Liebsten begleitet, der auch früh gehen musste. Und immer schon im Hellen, denn „früh“ ist ja relativ, aber halt früh dafür, dass die Tage so lang waren. Frühstück nahm ich jeweils mit (zweimal Müsli, am Donnerstag holten wir Zeugs beim Viertel-Lieblingsbäcker).
Die Tage liefen dann ganz okay. Es gab ein paar kleinere technische Schwierigkeiten vor Ort (also in Kairo), bei denen ich aber sowieso wenig von hier aus machen konnte, ansonsten alles recht rund. Für mich eine ungewohnte Rolle: Die Kollegin übernahm ja die Hauptarbeit, ich war also nur als Backup und für Fragen da (die hatte sie durchaus). Also schon immer wieder beschäftigt, aber halt nicht mit „ich mach’s schnell selbst“ (was für mich eher typisch gewesen wäre). Sie schlug sich aber sehr gut.
Nebenher noch jede Menge anderes Zeugs, Terminplanung, sonstige Planung, Beratungen, you name it. Am Dienstagabend noch ein sehr netter Unterricht vor Ort, und sonst halt: Erlediliste abarbeiten. Bis auf den Donnerstagnachmittag, da hatten wir nämlich eine Prüfung im Haus und eine der Prüferinnen hatte sich morgens krankgemeldet. Also sprang ich ein und nahm nachmittags Prüfungen ab. Der Donnerstag war dadurch etwas voller, zumal die „neue“ Kollegin an diesem Tag mit anderen Terminen belegt war und ich für Kairo also nicht nur Backup, sondern voll eingeplant war. Ich kam aber trotzdem so gut durch, dass ich um halb sieben fertig war und heim konnte (am Dienstag um sieben, am Mittwoch – Luxus – sogar schon um halb sechs).
Das Essen war die drei Tage so ein bisschen eine Baustelle, denn der Liebste steht mit seinem Team gerade vor einer Deadline und hatte deshalb auch extrem lange Tage. Am Dienstag wären abends eigentlich Linsen & Spätzle geplant gewesen, aber die hätte der Liebste übernehmen müssen, und naja. Ging halt nicht. Also stattdessen schnelle veganisierte Spaghetti alla Puttanesca (mittags hatte ich mir schon einen aufgetauten Wirsingeintopf mitgenommen, weil wir am Montagabend ja nicht gekocht hatten). Etwas zusammengewürfelt, unter anderem warfen wir noch einen halben Bund Koriander rein, der dringend weg musste – passte aber irgendwie zusammen und war gut.
Mittwochs dann (beide etwas mehr Zeit!) ein sehr gutes Butter Tofu Curry mit Pilzen, und am Donnerstag machte der Liebste uns klassische Bangers & Mash & Mushy Peas, also Tofuwürstchen mit Kartoffelbrei und Erbsen (die wir allerdings nicht zermatschten, auch wenn es im englischen Pub so serviert wird). In Anbetracht der vollen Woche insgesamt doch ganz gutes Essen.
Sonst wenig passiert. Die Tierärztin rief wegen der Blutwerte an: Magi bekommt neue, reduzierte Schilddrüsentabletten, und eventuell schleichen wir das Cortison mal aus – die Entzündungsmarker sind allerdings schon immer noch erhöht. Wir müssen das ein bisschen beobachten. Der Liebste holte auf jeden Fall am Donnerstag die neuen Tabletten ab. Mal sehen, ob er jetzt wieder zunimmt (also Magi, nicht der Liebste).
Wir schauten viel Olympia (Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Rodeln, der Liebste wollte absurderweise Curling anschauen – merkwürdiger Sport, ich wollte die Snowboarderinnen auf der Halfpipe sehen), und nebenher las ich mein Buch zu Ende. Down Cemetery Road von Mick Herron, der erste Band der Zoë Boehm-Reihe. Sehr gut, sehr spannend, logisch, natürlich (es ist halt Mick Herron) auch wieder recht Geheimdienst-lastig, nur dass diese hier eher auf der Seite der Bösen stehen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, aus der Reihe noch das eine oder andere Buch zu lesen (es gibt fünf insgesamt).
Damit eine neue Runde des Kairo-Projekts abgeschlossen, dieses Mal nur drei Tage und damit deutlich weniger auslaugend als auch schon. Trotzdem etwas schade, dass ich weder Zeit für Fitness noch für Yoga hatte (prompt am Mittwoch neben Bauch- und Kopfweh heftigste Achillessehnen-Schmerzen). Das wird alles aufs Wochenende geschoben. Und die nächsten Wochen sind (voraussichtlich, hoffentlich) etwas weniger voll.