Interaktive Oberflächen, Karfreitag 3.4.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Feiertag! Natürlich wachten deshalb erst der Liebste um kurz vor sechs und kurz darauf (nachdem er lang genug rumgeklappert hatte) auch ich auf. War aber egal, ich blieb noch zwanzig Minuten liegen und war dann richtig wach. Draußen auch schon hell, Vögel zwitscherten, Kater versorgt und zufrieden (also mehr oder weniger, Grund zum Betteln finden sie immer), alles prima. Erst einmal kleine Küchenrunde und Tee und dabei feststellen, dass der Liebste abends noch die gewaschene Bettwäsche aufgehängt hatte. Das hatte er eigentlich abends direkt vor dem Essen noch machen wollen, aber weil das Essen fertig war und ich Hunger hatte (und sowieso leicht genervt war, weil es recht lang gedauert hatte, den Liebsten vom Schreibtisch wegzulotsen), verhinderte ich das mit „erst essen, ich erinnere dich nachher dran!“. Tja. Dann gab es halt Essen, dann fuhren ein paar Feuerwehren durch meinen Kopf, dann war der leer und wir gingen schlafen. Nun gut. Morgens fiel mir die Bettwäsche wieder ein, aber der Liebste hatte sich glücklicherweise abends noch dran erinnert, der schlaue Mensch (er läuft auch auf dem Weg ins untere Schlafzimmer an der Waschmaschine vorbei).

Ich hatte mir für den Tag vorgenommen, meine erste verpflichtende (zweiteilige) Arbeitsaufgabe für die Weiterbildung fertigzustellen, wollte aber andererseits auch nicht sofort wieder an den Schreibtisch rennen. Deshalb erst einmal ausführlicher Morgen mit Müsli, schreiben, langem Internet leerlesen, einer Kanne Lung Ching (…damit ist der Adventskalendertee endgültig aufgebraucht). Irgendwann am späten Vormittag ging ich nach oben und arbeitete den restlichen Vormittag an dem Dokument – die erste Aufgabe eine reine Schreibaufgabe, die mir schnell von der Hand ging, die zweite eine Analyseaufgabe. Diese etwas umfangreicher gestaltet.

Dazu und auch sonst generell wollte ich allerdings erst einmal ein bisschen in der Begleitliteratur dazu lesen. Nur: Der Begleitband, den ich (…für nicht gerade wenig Geld) dazu gekauft habe, ist uns nur als „interaktive Onlineversion“ zur Verfügung gestellt worden – das heißt, nur browserbasiert auf der Plattform des Verlags. Also noch nicht einmal als PDF oder sonstiges Download-Format. Und für diese Version habe ich dann auch nur drei Jahre die Lizenz – ich habe also faktisch kein Buch gekauft, sondern nur die Erlaubnis, mir drei Jahre lang auf ihrer Plattform Buchseiten anzusehen. Was ich schon ganz schön frech finde. Dazu kommt erschwerend, dass die interaktiven Tools auf der Plattform (Textmarker, Schreibstift, Texteingabe) recht hakelig zu bedienen sind (mit den Bordmitteln des Gratis-Adobe Readers käme ich besser zurecht) und es total anstrengend war, auf dem Laptop zu lesen (und mit der Maus irgendwelche Markierungen reinzufummeln). Innerhalb kürzester Zeit war ich komplett genervt.
Aber, hihi: Ich fand eine ziemlich gute Lösung. Und zwar in Form meines alten Tablets, auf dem ich die Plattform aufrufen konnte, und eines Touchscreen-Stifts, den der Liebste noch übrig hatte und mit dem ich immerhin die Markierungen ganz bequem machen konnte. Für die nächsten Stunden legte ich mich beim Liebsten im Arbeitszimmer aufs Sofa und las und markierte, während er an der neuesten Version der Lichtwecker-Software weiterbastelte und für mich gleichzeitig nach einem neuen Touchscreen-Stift suchte (er bestellte schließlich einen, der zwei verschiedene Spitzen hat und mit dem man wohl sowohl den Marker als auch den Schreibstift benutzen kann).

Mittagspause mit dem restlichen Riesenbohneneintopf und dazu einem Teil blödem Sauerteigbrot (getoastet ging es einigermaßen), danach Kaffee. Die beiden Hefeteig-Osterhasen hatten wir im Lauf des Vormittags schon als zweites Frühstück gegessen, wir waren also ziemlich satt. Ich las das entsprechende Kapitel in meinem Begleitband fertig und machte dann (im Suppenkoma) ein bisschen Pause, immer noch mit Tablet und mit diversen YouTube-Videos.
Um vier endlich mal eine schnelle Dusche (der komplette Tag war ein Schlamperhosentag), dann setzte ich mich wieder an den Schreibtisch, überarbeitete meine erste Aufgabe, bis ich zufrieden war, und begann ernsthaft am zweiten Teil zu arbeiten. Der gestaltete sich allerdings leider als deutlich aufwendiger als von mir erhofft. Zumal ich aus diversen Gründen zwischendrin noch einmal meinen ausgewählten Themenbereich wechselte und deshalb einen Teil verwerfen musste, den ich schon angelegt hatte. Am Ende war ich mit quasi vorbereitenden (nicht nur, aber es fühlte sich so an) Arbeitsschritten beschäftigt bis in den Abend und hatte dann zwar ein Dokument angelegt, aber noch nicht mit den entscheidenden Inhalten gefüllt. Das sollte dann vermutlich schneller gehen (das Anlegen des Dokuments war mit viel Denkarbeit verbunden, die das Ausfüllen erst ermöglicht), aber trotzdem beschloss ich, etwas schweren Herzens (ich hätte alles gern abgeschlossen): Um sieben ist Feierabend, ich verschiebe den letzten Arbeitsschritt auf, keine Ahnung, Montag oder so.

Der Liebste hatte schon mit Kochen angefangen, ich kam unterstützend dazu. Ein recht aufwendiges Rezept, Curry mit selbst gemixter Paste und extra angebratenem Tofu und überhaupt. Dementsprechend auch erst um Viertel vor acht Essen, das war dann allerdings sehr gut.
Restlicher Abend: zwei Folgen Unfamiliar, das wir ja angefangen und dann vorläufig unterbrochen hatten, weil mir die Geschichte irgendwie etwas vorhersehbar vorkam. Das wird auch nicht wirklich besser, aber insgesamt spannende, ordentliche Unterhaltung ist es schon. Außerdem nur noch ein paar Folgen, bis die Serie vorbei ist, das finde ich ein sehr angenehmes Konzept: Es zieht sich nicht über fünf Staffeln à 14 Folgen, bis man endlich mal einen Abschluss hat.