Mit Dämmerlicht aufgewacht, und zwar nicht mit dem des Lichtweckers, sondern mit dem echten draußen. Es ist wieder so weit, dass es sehr früh sehr hell ist, Fensterläden hin oder her, und ich dementsprechend früh aufwache. Das wird wohl bis Mitte Juli so bleiben, seufz.
Nun ja. Schlaf war sowieso vorbei, denn Magi schaute auch vorbei und war interessiert, und überhaupt hatte ich ein bisschen Kopfweh und die Hüfte tat weh und alles mäh, und als um sechs der Lichtwecker anging und ich „richtig“ aufstehen konnte, war ich fast erleichtert.
Etwas Haushalt am Morgen: Ausführliche Katzenmaintenance und Küchenrunde, der Liebste hängte Wäsche ab und räumte weg, ich startete eine Maschine Feinwäsche – so programmiert, dass sie hoffentlich in der Mittagspause fertig wäre. (Spoiler: War anderthalb Stunden zu früh fertig, weil ich offensichtlich nicht vier Stunden voraus rechnen kann. War aber egal.) Wenn man bis abends arbeitet, dann muss man das Haushaltszeug halt irgendwie sonst über den Tag verteilen. Dann Müsli zum Frühstück, das erste Mal in diesem Jahr mit Erdbeeren. SO gut.
Ich hatte einen (langen) Tag im Home Office vor mir, deshalb einigermaßen entspannter Morgen mit etwas Schreiben, einer Kanne Tee und ausführlich ins Bad. Um kurz vor neun war ich oben am Schreibtisch.
Fünfte Runde meiner Weiterbildung, also Onlineschulung von halb zehn bis halb fünf, dieses Mal mit einem etwas weniger „greifbaren“ Thema für mich, weniger praxisnah (es ging viel um Kulturverständnis und interkulturelle Kommunikation und Konfliktmanagement), aber ich verstehe durchaus, dass es generell und für meine Arbeit im Besonderen um wichtige Grundlagen geht. Ich lernte auch viel und erfuhr viel Neues, nur habe ich generell etwas Mühe mit so „weichen“ Themen, bei denen mir die direkte Umsetzung fehlt. Aber zum Einen ist dieses Modul auch noch nicht vorbei, und außerdem kann ich ja mal an mir selbst beobachten, ob ich eine Änderung in meiner Arbeit bemerke, wenn ich die theoretischen Informationen im Kopf habe.
Parallel zur Schulung und auch vorher (ab neun halt) und in den Pausen und danach ein bisschen administrative Sachen, Mails beantwortet und so. Ein paar organisatorische Probleme gelöst, ein paar Sachen angestoßen. Und nach Flügen nach Indien für Juni geschaut – aber noch nichts gebucht, denn erstens meine Güte, das ist mir alles etwas zu komplex (also wenn ich halt nur ein Ticket buchen müsste, nun gut, aber Preisvergleich und Uhrzeitenvergleich und Streckenvergleich – puh), und zweitens zahle ich das ja sowieso nicht privat. Deshalb am Ende noch eine Nachricht mit der Bitte um Hilfe die nächsten Tage rausgeschickt – eigentlich hätten wir die Tickets am Montag buchen sollen, aber naja. Der Montag war halt etwas voll.
Trotz paralleler Arbeit Zeit für diverse Pausen und damit eben für Haushaltszeug: die erste Maschine Wäsche in der Mittagspause aufgehängt, die zweite dann um fünf, eine Ladung Spülmaschine lief auch durch, dazu ein bisschen die Küche geputzt und die Katzen bespaßt. Außerdem eine Kanne Kaffee, zwei Kannen Bancha, Risotto zum Mittagessen und ein Apfel hinterher. Trotz relativ viel Treppauf, Treppab war mir ganz schön kalt, vermutlich der relativ dünnen Cargohose geschuldet (mag ich echt gern, hat aber halt einen dünnen Stoff). Als der Liebste um kurz nach fünf heimkam, beschwerte er sich erst einmal über das warme Wetter draußen – davon hatte ich quasi nichts mitbekommen. Naja, die Sonne irgendwann hinter den Wolken hervorkommen sehen, aber da war alles.
Ab halb sechs hatte ich noch meinen Online-Abendkurs. Nach dem etwas holprigen Start letzte Woche lief es dieses Mal deutlich runder. Angenehme Gruppe, das Programm passte, ich war recht zufrieden. Nach dem Kurs erledigte ich noch einen wichtigen organisatorischen Punkt – zumindest teilweise, denn ich bekomme einfach nicht die Informationen, die ich zur endgültigen Erledigung brauche, egal wie oft ich nachfrage – und schloss um kurz nach halb acht die Arbeit ab. Leicht angenervt zu diesem Zeitpunkt. Es ist einfach etwas viel diese Woche.
Dass der Liebste noch unten am Rechner saß und sich über irgendeine Arbeitssache ärgerte, half der Stimmung auch nicht. Zumal ich überhaupt keine Lust hatte, nach dem langem Tag (mit parallel Haushalt) auch noch allein zu kochen. Ich versorgte also erst einmal die Kater, die natürlich die Genervtheit auch mitbekamen und nur sehr widerwillig ihre Medikamente nahmen, die Honks. (Magi immer noch mit tränendem Auge, gefällt mir nicht.)
Dann war der Liebste fertig, also schnelles gemeinsames Kochen, Penne mit Tomaten und grünem Spargel und viel (Knoblauch-)Öl. Danach ein Cheesecake-Joghurt mit Schokostreuseln. Das hob die Stimmung beträchtlich.
Restlicher Abend (frierend) mit Katerbegleitung auf dem Sofa, ein bisschen Sternentor, nachdem ich traurig festgestellt hatte, dass es keine neuen Folgen der Bergwacht gab, WARUM nicht? Die waren für immer mittwochs angekündigt! – dass es erst Dienstag war, fiel mir erst in der Nacht irgendwann ein. Kein Wunder, dass ich im Kopf schon ein Tag weiter bin, es fühlt sich so an, als hätte ich schon eine halbe Woche gearbeitet. Nun ja.