Kurz vor dem Weckerklingeln aufgewacht, dieses Mal im richtigen Wochentag angekommen. Die gekippte Dachterrassentür hatte ich in der Nacht noch zugemacht – es ist doch wieder so kalt (einstellig), dass das zu viel gewesen wäre. Damit ganz okay geschlafen, nachdem ich erst nicht einschlafen konnte. Morgens trotzdem zweimal snoozen gebraucht, nun ja.
Der Liebste war mit mir aufgestanden und versorgte die Kater (relative Appetitlosigkeit bei beiden), ich machte Tee und Küchenrunde und trug dem Liebsten dann seine Tasse nach oben ins Bad: Er musste sofort duschen und los, weil er einen frühen Arbeitstermin hatte. Für mich deutlich mehr Zeit: Da ich keine festen Termine hatte, aber am Nachmittag/Abend ins Büro musste, wollte ich morgens nicht früh anfangen. Also in Ruhe Müsli für mich, etwas schreiben, Blick ins Internet und in die Zeitung (und SEHR große Freude über die Wahl in Ungarn!! Endlich mal kann man morgens einen Blick in die Nachrichten werfen und sich freuen, wenn man was liest!), dann eine Kanne Bancha, duschen und um Viertel nach neun war ich am Schreibtisch.
Ruhiger Vormittag, der komplett mit administrativen Alltagsaufgaben verging, eine Menge Mails, viele Rechnungen zu schreiben, so was. Sehr froh über den stabilen VPN und das stabile Internet, sonst hätte das nämlich im Home Office gar nicht funktioniert. Geruhsames Arbeiten also, mit allerdings etwas trüber Laune, denn draußen war das trübseligste, graueste Nieselregenwetter, das man sich vorstellen kann. Immerhin war ich mit hellgrünem Wollpullover nicht zu warm angezogen.
Um halb eins Mittagspause (zweite Hälfte Tofu mit Quinoa und Mandeln), Katzenbespaßung, dann ein wenig lesen, wo es so spannend wurde, dass ich mich nur unter Mühen und ausgesprochen unwillig vom Buch losriss und in den Regen ging (wieder von der grünen zur roten Übergangsjacke gewechselt, weil es gerade mal 10 Grad hatte). Immerhin war es nur etwas nieselig, dass ich zwar Kapuze, aber keinen Schirm brauchte und die roten Schuhe auch dicht hielten.
Eine kleine Überraschung, als ich ins Büro kam: Es war quasi niemand da, und dass wo ich doch gerade ein bisschen Menschenkontakt ganz nett gefunden hätte bei der trüben Gesamtlaune. Es stellte sich aber raus, dass die meisten nur in Meetings oder aushäusigen Terminen verschwunden waren. Ein paar Spontanbesprechungen mit diversen Kolleg:innen, Räume für den kommenden Tag vorbereiten, über ein paar merkwürdige Nachrichten wundern, einen Fehler einer Kollegin ausbügeln, Routinesachen: Um kurz nach halb sechs war ich fertig und ging, wieder im Regen, nach Hause.
Dort noch kein Liebster, aber zwei Kater, die von mir versorgt wurden. Dann kurze Aufräumrunde, während der Liebste nach Hause kam und wir uns etwas über den Tag austauschten. Das Kochen übernahm er, weil ich im Lauf des Nachmittags blöde Kreislaufkopfschmerzen bekommen hatte (auch ein paar Mal merkwürdig schwindelig) und ich mich deshalb mit Buch aufs Sofa zurückzog.
Ruhiger Abend ohne Berichtenswertes: Sehr guter Nudelsalat zum Abendessen, Nachtisch etwas indisches Munch, Feuerwehrcontent (wir sind immer noch bei der Feuerwache 3 in München), während die Kater um uns verteilt waren und ich gegen das Einschlafen kämpfte. Um zehn nach neun ins Bett und dort noch gelesen: Und wieder war das Buch so spannend, dass ich das Einschlafen vergaß und mich um Viertel nach zehn überreden musste, das Licht auszumachen. Eigentlich für einen Krimi ja optimal.