Recht gut geschlafen, mit Weckerlicht aufgewacht, einigermaßen erfrischt. (ENDLICH mal wieder!) Magi wartete schon, latschte mit mir ins Schlafzimmer und auf die Dachterrasse trotz Regen, wo er zu meiner Überraschung aus einer Pfütze zu trinken begann, die sich im Überzug der Balkonmöbel gesammelt hatte. Dass Katzen gern aus Regenpfützen trinken, ist ja nichts Ungewöhnliches (so hat er sich vermutlich seine Nieren kaputt gemacht), aber… trotzdem. Ich habe extra einen Wassernapf im Schlafzimmer stehen… (und noch vier weitere im Haus verteilt…) Nun ja. Ich stellte auf jeden Fall das Vogelbad wieder auf der Dachterrasse auf und befüllte es, denn das wird von den Katern auch gern zum Trinken genommen, und Frost wird es jetzt nicht mehr geben.
Was mich neben Magi vor der Tür auch erwartete, war ein so unfassbarer Gestank, dass ich erst einmal oben suchte, ob er vielleicht heimlich irgendwo in eine Ecke gekackt hätte. War aber nicht so: Er hatte ganz manierlich das untere Katzenklo benutzt, aber der Gestank war so unglaublich stark, dass er über zwei Stockwerke ganz nach oben zog. Schon super manchmal, so zwei fellige Mitbewohner im Haus. Seufz. (Immerhin hatte er das Katzenklo benutzt.)
Hatte aber insgesamt nicht viel Zeit, unangenehm berührt zu sein: Es war ein Prüfungstag, ich musste früh los. Blogeintrag schreiben (bekam ich tatsächlich hin, was mich freute – war aber halt auch wenig zu berichten), Tee, schnelle Dusche, um zwanzig vor acht aus dem Haus, vom Liebsten begleitet, der daheim war und gern zwanzig Minuten Mini-Spaziergang vor dem Arbeiten wollte. Passte auch zum Wetter: Zwar immer noch alles grau in grau und recht frisch, aber es hatte sich ausgeregnet.
Wie gesagt ein Prüfungstag, bei dem die Kolleg:innen aber die komplette Aufsicht übernahmen, ich war „nur“ für Einführung, Vor- und Nachbereitung und generelle Oberaufsicht verantwortlich. In der Gruppe hatte ich ungefähr die Hälfte unterrichtet, dementsprechend etwas mehr emotional involviert (und einfach immer schön, die Leute am Prüfungstag dann zu sehen, es ist so ein Schlusspunkt für die letzten intensiven Wochen). Also ordentlich zu tun, schnelles Frühstück gab es für mich im Büro: Der Liebste hatte am Vortag von der Arbeit zwei vegane Spinat-Börek mitgebracht. Eignete sich hervorragend.
Intensiver Tag mit nur einer kleinen Mittagspause um kurz vor zwei (ich war froh, dass ich einen Nudelsalat dabei hatte und nichts, was ich lang warm machen musste) und sonst viele parallele Sachen zu erledigen. Laufende Prüfung mit tausend Sachen zu tun, daneben die kommenden Prüfungen der nächsten Wochen planen und organisieren, Dinge mit Kolleg:innen besprechen, Mails beantworten. Es war so viel, dass ich um kurz nach halb sieben erst rauskam, als die Post schon zu hatte. Was nicht schlimm ist, aber halt einen langen Tag bedeutet (normalerweise möchte ich die Prüfungsunterlagen gern noch am Prüfungstag zur Post bringen). Fitness oder sonstiger Sport war halt auch nicht mehr drin. Aber trotzdem: erfolgreicher Tag.
Der Liebste hatte den Arbeitstag daheim schon abgeschlossen und war gerade beim Onlineshoppen, als ich heimkam. Er zeigte mir gleich mal, was geliefert worden war: Die letzten Wochen hat er drei Werbebanner für den Sportverein entworfen und bestellt, und die lagen (und liegen) jetzt bei uns im Wohnzimmer. Sehr schön geworden, wenn auch wie immer bei solchen Sachen die Farben in real etwas anders rauskommen als am Computerbildschirm. Das Besondere an diesen Bannern: Der Liebste hat sich (wie schon bei der Homepage des Vereins) ausführlich von Claude unterstützen lassen. Das ging zwar nur, weil er sich auskennt und es deshalb gleich merkt, wenn Claude Blödsinn erzählt (was regelmäßig vorkam), aber damit funktionierte es dann ziemlich gut.
Apropos KI: In unserem Balkon-Hochbeet wuchtert die Minze so sehr (typisch für Minze, bis sie den Boden ausgelaugt hat und wieder verschwindet), dass ich LeChat (ich bin bei den Franzosen angekommen) nach Verwendungsideen fragte. Nach etwas Feintuning bei den Prompts („nur vegane Rezepte, inklusive Cocktails“) spuckte er mir eine interessante Liste aus. Auch hier: Man muss schon ein bisschen Erfahrung in der Küche haben, um einschätzen zu können, ob die Ideen etwas taugen, aber dann ist es schon hilfreich. Auch wenn er natürlich nur den Durchschnitt des Internets (oder seines Trainings-Korpus) versammelt, es also per definitionem nicht „kreativ“ sein kann. Danach hatte ich aber auch nicht unbedingt gesucht.
Das Abendessen war ein neues Rezept (KI-frei aus dem VF&L-Heft vom März): eine marokkanische Linsensuppe aus dem Ofen. Klang für uns ungewöhnlich, funktionierte aber super: rote Linsen (ein bisschen eingeweicht), Kokosmilch, gestückte Tomaten, Koriander, Chili, Ras el Hanout, Salz und Pfeffer, dazu kochendes Wasser in eine Auflaufform (optimalerweise mit Deckel), alles eine gute halbe Stunde in den vorgeheizten Ofen. Ergab eine perfekte Suppe. Etwas Knäckebrot dazu, ein Cheesecake-Joghurt danach, damit war es ein super Abendessen.
Abendunterhaltung die zwei letzten Folgen von der Münchner Feuerwache (mal sehen, ob wir danach mal wieder was Anderes schauen), um halb zehn ins Bett. Dort noch ausführlichst gelesen, aber das Buch noch nicht zu Ende bekommen. Bin aber richtig froh, dass mir das Lesen gerade wieder so Spaß macht.