Um halb fünf aufgewacht, weil ich ins Bad musste, und natürlich stand dann Magi in der Tür und latschte mit mir ins Bett. Etwas schwierig, weil er sich am Fußende auf die Decke legte, was zwar niedlich war, aber auch warm machte und mich etwas verkrampfen ließ. Irgendwann begann er so im Viertelstundentakt nachzuschauen, ob ich wohl schon wach war, und ab fünf kam auch der Nasenkater ins Zimmer, sprang aufs Bett, wieder runter, raste hin und her und miaute beleidigt (SO gern wäre er auf die Dachterrasse gegangen!) und naja, die Nacht war auf jeden Fall vorbei. Um kurz vor sechs hörten beide den Liebsten aufstehen und rannten aus dem Zimmer, aber schlafen konnte ich da natürlich nicht mehr. Also kurz nach sechs aufgestanden, auf der Dachterrasse nach dem Rechten gesehen und dabei natürlich wieder ungefähr zehn kleine, graue Schnecken im Hochbeet entdeckt. Gnarf. Immerhin keine neuen Fraßschäden. Ich sammelte also alle ab und verstreute frisches Schneckenkorn. Gießen musste ich nicht, es war alles noch feucht und sah gut aus (bis auf den Basilikum, der irgendwelche Sonnenschäden abbekommen zu haben scheint).
Letzter Weiterbildungstag dieses Moduls *keinen* anschließenden Abendkurs, ich war also recht guter Dinge. Es waren zwar immer noch eine Menge wichtiger Dinge zu erledigen, aber dennoch nahm ich mir die Zeit und gönnte mir einen ruhigen Morgen. Bisschen schreiben, Blick in Zeitung und Internet, Brot mit Mandelfrischkäse und Himbeermarmelade zum Frühstück, dann ausführliche Körperpflege. Um neun war ich am Schreibtisch für eine erste Runde Mails, bevor dann ab halb zehn das Online-Meeting begann. Bewaffnet mit Kaffee (der Liebste war ebenfalls daheim und hatte uns eine Kanne gemacht) und einer Kanne Rotbuschtee.
Also die Weiterbildung, und: nun ja. Dieses Modul hatte mich ja an Tag eins und zwei nicht so sehr überzeugt, und ich hatte die Hoffnung, dass es an Tag drei informativ an Tempo und Tiefe zulegen würde und dadurch zu einem guten Ende käme. Kurz gefasst: Tat es nicht, im Gegenteil. Der Inhalt war an der Trivialität entlangschrammend oberflächlich, dazu unangenehm in die Länge ausgedehnt und mit für meinen Geschmack deutlich zu viel Gefühligkeit („wie geht es euch damit?“ – immerhin wurde meine absolute Hass-Dämlichkeits-Formulierung „was macht das mit euch?“ nicht verwendet, sonst hätte ich mich mal zwischendrin ausloggen müssen). Dazu wieder, wie schon an den Tagen davor, zu viele Inhalte, die in Richtung Schulunterricht führten und für mich nicht anwendbar waren, und dann auch noch einige inhaltliche Wiederholungen – nun ja. Ich nahm nicht so richtig viel mit. Positiv aber wenigstens: Ich konnte nebenher ein bisschen arbeiten und den Unterricht für den nächsten Tag vorbereiten. Das hätte ich sonst anschließend machen müssen, harhar.
Mittagspause mit dem Liebsten, dem restlichen Thai Curry und einem schnellen Gang in den Supermarkt, frische Erdbeeren holen. Die gab es auch, mehr oder weniger regional (aus dem Badischen, die Erdbeerbauern hier in der Gegend scheinen gerade erst loszulegen), aber so richtig überzeugend sahen sie nicht aus. Dafür nahmen wir mal wieder ein paar reduzierte Sachen mit, ein Seitansteak kurz vor Ablauf MHD und eine „Rettertüte“ mit nicht mehr schönem Gemüse. Wir nahmen in erster Linie Zwiebeln und weißen Spargel, der schon leicht trocken aussah, aber für einen Salat oder so problemlos zu verwenden sein sollte.
Am Nachmittag weiter im Text, um halb fünf war die Weiterbildung vorbei (eigentlich um vier schon, aber die letzte halbe Stunde wurde dann noch irgendwie mit Feedback und Feedback des Feedbacks herumgebracht, unter anderem mit einem Evaluationsbogen, für dessen Ausfüllen wir eine Viertelstunde bekamen, auch wenn man dafür eigentlich nur drei Minuten braucht und man ihn auch nach der Veranstaltung hätte ausfüllen können). Direkt danach eine Onlineberatung – es fühlte sich ein bisschen merkwürdig an, wieder von den theoretischen Inhalten in meine administrative Rolle zu schlüpfen, aber egal. Lief gut.
Und danach noch ein längeres Telefonat mit dem Chef. Wir hängen nämlich mit unserem Kairo-Projekt gerade etwas in der Luft, es fehlen Informationen, die Informationen, die wir bekommen haben, sind unbefriedigend, und deshalb kann ich dringend benötigte nächste Schritte nicht gehen – es ist alles *sehr* nervig. Wir waren beide im Lauf des Gesprächs zunehmend angestrengt, nicht voneinander, sondern eher von der Gesamtsituation, aber trotzdem führt das nicht gerade zu einem lockeren Austausch. Zumal wir halt keine Antworten hatten. Deshalb vertagten wir das Thema um sechs noch einmal auf den nächsten Tag, mit der gegenseitigen Bitte, noch ein letztes Mal darüber nachzudenken, und entließen uns in den Feierabend. Gute Idee.
Fürs Fitness war es jetzt ein bisschen spät, zumal ich mit dem Liebsten gemeinsam kochen wollte. Der war auch mehr oder weniger fertig mit der Arbeit und schon beim ersten Feierabendbier. Das Kochen übernahm er federführend (ich reichte nur Zutaten an und schnippelte ein bisschen), und eine Dreiviertelstunde später hatten wir einen großen Topf Chili sin Carne (sehr gut, mir nur ein bisschen zu wenig scharf und zu… süßlich?). Nachtisch Erdbeeren mit Sojasahnequark. Gut, aber die Erdbeeren hatten bis jetzt noch nicht genug Sonne, das merkt man ein bisschen: Sie dürften gern süßer sein. (Da fehlte die Süße jetzt wieder.)
Abendunterhaltung die neueste Folge Feuer&Flamme, leicht anachronistisch mit der Silvesterschicht. Ich fürchte, das wird die letzte Folge der aktuellen Staffel gewesen sein. Seufz. Auf jeden Fall danach noch ein Ausflug durchs Sternentor, was sich als nur halb-gute Idee erwies: Ich war so müde und so durch, dass ich den Absprung zum disziplinierten frühen zu-Bett-Gehen verpasste und quasi im Wachkoma bis zwanzig vor elf auf dem Sofa dämmerte, von Katern belagert. Oben dann so übermüdet, dass es ziemlich lang dauerte, bis ich einschlafen konnte. Clever gemacht.