Gute Nachrichten, Donnerstag 2.7.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Blöde Nacht, weil mir erst zu heiß war (draußen wieder kühl, aber es ist extrem schwierig, ins Schlafzimmer irgendeine Art von Durchzug zu bekommen – wird höchste Zeit, dass zumindest mal ein Ventilator geliefert wird) und ich dann Ewigkeiten einen ganz nervigen Reizhusten in der Kehle hatte, den ich nicht losbekam. Irgendwann schlief ich doch ein und war natürlich mitten in einer Tiefschlaf-Traumphase, als das Weckerpiepsen mich weckte. Faust ins Gesicht. Wenigstens piepste der Wecker, wie er sollte, nur das Lichtspektrum war komisch falsch. Naja.
Blick in den Garten (von der Dachterrasse aus), wo ich unseren Nasenkater auf dem Schattendeck liegen und interessiert in den Garten schauen sah. Der Grund wurde schnell klar: Durch unseren Garten wackelte ein Igel, sammelte trockene Grashalme auf und marschierte mit einem Mäulchen voller Gras eifrig wieder weg. Offensichtlich baut er sich irgendwo ein kleines Nest. Respekt an den Kater, der das so tiefenentspannt beobachtete, früher wäre er aufgeregt hingerast und hätte dann zehn Minuten lang verwirrt eine stachelige Igelkugel beobachtet.

Magi kam mir aus dem Wohnzimmer entgegen, wo er offensichtlich die Nacht verbracht hatte, und schnurrte eifrig in Erwartung von tollen Sachen. Nur dass es dann halt Leberwurstpaste gab, und auf die hat er seit ein paar Tagen keine Lust mehr, auch nicht, wenn wir sie mit Malzpaste vermischen. Irgendwann verdünnte der Liebste alles mit Wasser und flößte ihm die Mischung mit einer Spritze ein, was er natürlich doof fand und raus aufs Schattendeck marschierte. Zusammen mit dem Nasenkater, der reingekommen war und wenigstens sein Medikament brav geschlabbert hatte. Hm. Der Liebste ging mit etwas „normalem“ Futter raus, und davon nahm Magi dann ein bisschen. Alles schwierig. (…später kam er dann von selbst rein, schaute beim Liebsten im Arbeitszimmer vorbei und wollte Futter, also soweit okay, aber trotzdem. Schwierig.)

Da wir beide einen Heimarbeitstag vor uns hatten und ich abends noch unterrichtete, starteten wir gemütlich in den Morgen mit Zeitung und Internet leerlesen und so. Brot mit Mandelfrischkäse und Marmelade zum Frühstück, viel Tee, irgendwann ausführliche Dusche. Um zehn war ich richtig am Schreibtisch.

Unspektakulärer Arbeitstag. Neben viel kommunikativem Zeug hatte ich am Vormittag ein längeres Meeting zum QM-Bereich (jetzt, wo das Audit vorbei ist und wir einen Sack Hausaufgaben bekommen haben), und ich sag mal: So ganz langweilig, wie ich es mir für den restlichen Juli erhofft hatte, wird mir doch eher nicht werden.
Halbstündiges Mittagessen ab halb eins mit dem Liebsten, einer großen Schüssel Salat und dem restlichen Noodle Stir Fry. Und mit einer Premiere dieses Jahr: Der Liebste spannte den Sonnenschirm auf, deckte die Dachterrassenmöbel ab und machte ein bisschen sauber, ich schleppte die Sitzpolster an und wir konnten draußen essen. Perfekter Sommertag mit Temperaturen um die 26 Grad, leichter Luftzug, ein paar Wölkchen am Himmel. SO schön! So sollte es den ganzen Sommer über sein.

Nichtsdestotrotz wieder am Schreibtisch von eins bis kurz vor sieben, von einmal Kaffee unterbrochen. Zweites längeres Meeting am Nachmittag, ansonsten Unterrichtsvorbereitung und viel Kommunikation, Zeugs abhaken. Relativ viel Klein-klein, weil ich aber wenig gestört wurde und gut vorankam, sah die Erlediliste am Ende ziemlich gut aus.
Um halb sechs hatte ich eine Stunde Onlineunterricht, auch hier ganz positiv: Letzter Termin, und ich hatte noch ein paar gute Sachen zu besprechen gefunden, von der die Person wirklich profitierte. (Auf so hohem Niveau nicht immer ganz einfach herauszufinden, was sie denn wirklich noch nicht weiß.) Das war ein guter Abschluss.
Und der allerbeste Abschluss war dann, dass kurz vor knapp auch noch eine richtig, richtig positive QM-bezogene Mail kam. Die unser leicht angespanntes Meeting vom Morgen ein bisschen relativierte und mich sehr freute. Ich bin noch ein ganz wenig vorsichtig mit extremer Freude und großen Ankündigungen und so (…als misstrauischer Mensch möchte ich erst einmal das Dokument sehen, mit dem dann alles richtig wasserdicht ist), aber erst einmal sieht das schon sehr, sehr hoffnungsvoll aus. Leitete gleich mal alles an meine Kolleg:innen weiter.

Ausgesprochen gut gelaunt in den Feierabend, ich high-fivte mit dem Liebsten und er machte erst einmal zum Anstoßen einen Sekt auf, und zwar einen alkoholfreien, den wir kürzlich vom Weinhändler des Vertrauens mitgenommen hatten. Gar nicht schlecht und eine durchaus akzeptable Alternative zum echten Sekt. Und noch besser: Beim zweiten Glas machten wir einen Fingerbreit Lavendel-Bitter rein (der hier schon erwähnte Lav’a Belle), und das das war dann eine PERFEKTE Kombi und könnte mein Sommerdrink des Jahres werden. (Wer bitte braucht Aperol.)

Restlicher Abend mit wenig spannenden Dingen, wir kochten gemeinsam ein Chickpea Masala mit frischen Tomaten, Mangold und Karotten und zogen uns damit aufs Sofa zurück. Dort eine ausführliche Runde durchs Sternentor, dieses Mal ohne Katerbegleitung (für Futter und Medikamente waren sie da gewesen, aber sonst ist alles im Garten einfach viel besser). Um zehn nach oben, noch ein bisschen Lesezeit und ganz kurz vor Buchende dann doch irgendwann müde.