Recht gut geschlafen, nur einmal mit etwas Bauchweh aufgewacht, was sich aber schnell wieder erledigt hatte. Um Viertel nach sieben stand ich einigermaßen ausgeschlafen auf. Erstaunlich kühl draußen (die zwei Yogadecken waren morgens grenzwertig gewesen), und ziemlich geregnet hatte es in der Nacht offensichtlich auch, der Himmel war aber bis auf ein paar Wolkenreste wieder klar. Das Dachterrassengießen konnte ich mir auf jeden Fall sparen. Als ich die Fensterläden aufklappte, sah ich gerade den Kater am Ziegenstall vorbei zum Haus marschieren. Wunderte mich etwas: Die Nacht über war er wohl nicht da gewesen, und das trotz Regenwetter. Auf jeden Fall kam er rein, fraß mit gutem Appetit, setzte sich dann kurz aufs Sofa, während ich in der Küche sauber machte, aber als der Liebste aufstand und unten die Saugroboter und außerdem eine Maschine Bettwäsche startete, war es ihm offensichtlich zu viel Action und er verschwand wieder raus.
Wir starteten eher langsam. Bisschen Tee, bisschen Schreiben, der Liebste ging zum Viertel-Lieblingsbäcker und holte Brötchen zum Frühstück. Ausführlich am Esstisch, Zeitungsrätsel, ich las das Internet leer und kramte ein bisschen herum. Und plötzlich war es kurz vor eins und der Vormittag war unproduktiv verschwunden. Was aber vielleicht auch in Ordnung war.
Zum Mittagessen machten wir eine große Schüssel Salat (Blattsalat, Tomaten, Gurke, Paprika – alles aus diversen Kisten oder aus eigener Ernte). Danach ein Espresso und die letzte Portion White Coffee-Eis. Immer noch sehr gut, auch wenn man die längere Zeit im Gefrierfach irgendwann ein bisschen merkt – es bilden sich Eiskristalle an der Oberfläche. Hält sich aber im Rahmen, vor allem wenn man es ein paar Minuten antauen lässt, bevor man es isst. Nächste Zielsetzung: Zitronencremeeis.
Am Nachmittag dann ein paar Sachen erledigt, ich putzte das obere Stockwerk und ging duschen, der Liebste putzte unten und hängte Bettwäsche auf. Außerdem bisschen Technikkram: Wir machten unseren alten Laptop im Wohnzimmer platt und spielten dort Linux Mint mit Cinnamon-Oberfläche auf, also das gleiche System, das auch auf meinem Laptop ist. Ging ziemlich fix, zumal wir wenig einrichten müssen – wir benutzen den Laptop im Wohnzimmer quasi nur zum (Streaming-)Fernsehen. „Normales“ Fernsehen haben wir ja schon seit vielen Jahren nicht mehr. Der Liebste hat die letzten zwei Tage damit verbracht, auf seinem (Arbeits-)Laptop ebenfalls Linux zu installieren (um exakt zu sein Debian), und damit sind drei von vier Rechnern im Haus auf Linux umgestellt. Es fehlt nur noch mein Krümellaptop, da bin ich aber halt vom Arbeitgeber abhängig. (Ich bearbeite meinen Chef aber schon seit längerem.) Ich bin am Überlegen, ob ich da Windows auf einer Virtuellen Maschine nutze und Linux als Hintergrundsystem habe. Aber Schritt für Schritt. (Mein neues Handy muss ich auch erst noch fertig einrichten.)
Außerdem fing ich am Nachmittag ein neues Buch an, bis der Liebste sich auch soweit ausgehfertig gemacht hatte und wir zum Wocheneinkauf gehen konnten (nur zum Supermarkt nebenan, es war für die große Runde schon etwas spät). Und dann Abendessen, das mehr oder weniger ich übernahm (der Liebste assistierte ein bisschen und bespaßte den – etwas nervigen – Kater und so weiter). Das Rezept aus einem alten VF&L-Heft machte relativ viel Wind von wegen innovativem Walnuss-Auflauf und bla, aber im Endeffekt macht man einfach aus Walnüssen, Pilzen und Tomaten eine Art Ragú und packt das ganze mit Nudeln und etwas Streukäse in den Ofen. Penne al Forno, im Grunde genommen. Aber sehr gutes Essen, besonders weil wir für die Tomatensauce vier frische Ochsenherztomaten nehmen konnten (aus der Urlaubsnachbarkiste).
Restlicher Abend auf dem Sofa. Draußen hatte es den Tag über (leider) nicht geregnet, aber es war erstaunlich kühl, wir blieben also drin. (Fand auch der Kater okay.) Bisschen Sternentor, Nachrichten, ein paar Seiten lesen. Bisschen unzufrieden, dass ich nicht so wirklich viel „gemacht“ hatte (kein Yoga, beispielsweise), aber nun ja. Die nächste Woche wird voll, es war also vermutlich einfach notwendig.