Aufregung und Holessen, Freitag 2.10.2026

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Alkoholbedingt eher unruhige Nacht, aber ganz ehrlich habe ich die letzten zwei Wochen komplett ohne Weinprobe am Abend auch schon deutlich schlechter geschlafen. Am Morgen halt ziemlich müde und leichtes Kopfweh, aber ich hatte es mir schlimmer vorgestellt. Der (Fell-) Kater war auch sehr manierlich und wartete mit seinem Gemaunze bis zum Weckerpiepsen. Und gönnte mir dann sogar noch einmal snoozen, was vermutlich auch daran lag, dass es den größten Teil der Nacht geregnet hatte (…so gut) und draußen alles pitschnass war. Allerdings nicht wirklich kalt – ich machte erst einmal überall alle Fenster auf.

Ein bisschen Haushalt zum Tagesstart, Spülmaschine war durchgelaufen, ich räumte in der Küche auf und diskutierte parallel mit dem Kater, der vom Futter nur das ganze Gelee rausgeschleckt hatte und die trockenen Bröckelchen jetzt nicht mehr wollte. Dann Tee. Weil wir kein Brot mehr hatten und beide keine Lust auf Müsli, ging ich schnell zum Viertel-Lieblingsbäcker und holte Zeugs. Sehr zurückhaltend dieses Mal, ich holte ein frisches Brot und zwei Laugencroissants und eine Tüte mit vier Brot-vom-Vortag-Körnerbrötchen, die ich sowieso gebraucht hätte. Und dann nur noch einen halben Streuselkuchen ebenfalls aus dem Brot-vom-Vortag-Korb. All die anderen Sachen dort ließ ich brav liegen. (Es war ja erst Viertel nach sieben und ich hatte die Hoffnung, dass noch genug Leute nach mir den Korb leerkaufen würden.)
Frühstück (Marmeladenbrötchen), Blick in die Zeitung, Blick ins Internet. Alles mit verlangsamtem Tempo. Deshalb auch nur kleine Katzenwäsche am Morgen, das eigentliche Duschen verschob ich auf den Anfang der Mittagspause. Um neun war ich immerhin pünktlich am Schreibtisch.

Gleich ein Start mit viel Action: Im Posteingang wartete eine Mail mit aufgeregten Nachrichten, weil irgendetwas beim Katastrophenlieferanten offensichtlich in den letzten Tagen eskaliert war. Ich schickte erste Antworten raus, erbat beim Chef einen Gesprächstermin und hatte dann erst einmal eine Stunde Unterricht. Anschließend ein Telefonat, bei dem ich ein paar Informationen bekam, bei denen ich meinen Ohren nicht traute, und dann der Teams-Call mit dem Chef. Für uns besteht vorerst mal kein Handlungsbedarf, aber wir müssen die Situation weiter beobachten. (…meine Güte.)

Restlicher Vormittag weiter viel Kommunikation (unter anderem meldete sich die Kollegin aus Indien, gut angekommen), und um kurz nach halb eins Mittagspause mit dem restlichen Bratreis und Seitanzeugs. Und mit dem Liebsten, der einen anstrengenden Vormittag hinter sich hatte und insgesamt nicht so auf der Höhe war: Kopf tat weh, Bauch tat weh, Kreislauf war doof, alles doof. (Bei mir hatten sich die Kater-Folgen nach der zweiten Tasse Tee morgens verzogen.) Auf jeden Fall Kaffee und ein bisschen was vom Streuselkuchen. Und der Liebste setzte das neue Eis an und füllte es in die Eismaschine. Eine sehr „orientalische“ Sorte mit dunklem Mandelmus, Kardamom und Orangenblütenwasser, wir sind gespannt.

Ich kochte mir eine Kanne Bancha und war ab halb zwei wieder am Schreibtisch. Der Nachmittag wurde ausgesprochen produktiv. Vormittags hatte ich mir schon eine Liste für den Tag geschrieben, weil abzusehen war, dass mein normaler Kalender für die Aufgaben (und vor allem für die Priorisierung) nicht ausreichen würde. Sah sehr danach aus, als ob das an dem halben Tag nicht zu schaffen wäre, aber von wegen: Ich arbeitete bis sechs und hatte dann tatsächlich bis auf einen (den am wenigsten dringlichen) Punkt alles abgehakt. Und wir konnten sogar um halb vier eine Minipause machen und schnell für einen vorgezogenen Wocheneinkauf zum Alnatura gehen. (WAHNSINNIG viele Autos auf der Bundesstraße – ich bin so froh, dass wir kein Auto zum Einkaufen brauchen – aber im Laden war es okay.)

Um sechs wie gesagt Feierabend. Ich räumte noch meinen Schreibtisch auf und lud dabei „schnell“ den digitalen Versicherungsschein für das Mopedle runter – also „schnell“, na ja, es dauerte über eine halbe Stunde. Das Konto beim Versicherungsanbieter musste nämlich erst einmal „aktiviert“ werden (Kundennummer und Pin eingeben – war mir beides per Post zugesandt worden – dann Konto anlegen mit Benutzername und Passwort, dann Bestätigungslink mit einem „Aktivierungscode“ per Mail), und weil ich am Handy war (es war nämlich keine Webseite, sondern nur ein QR-Code im Brief angegeben, mit dem Laptop ging es also nicht so wirklich), musste ich mir dann erst einmal die App runterladen. Dort fand ich dann schließlich die Versicherungsscheine, aber halt als PDF im A4-Format, sodass sie unmöglich zu lesen waren. Ganz ehrlich: Man hätte es kaum bescheuerter machen können (klassisches Beispiel von „gut gemeint“).
Gut allerdings: Die Versicherung hat meine Einstufung von Lenchen (wo ich ja seit 14 Jahren unfallfrei fahre) auf Joli übertragen, sodass ich jetzt dort die bessere Einstufung habe und bei Lenchen quasi wieder „von vorn“ anfange. Das ist deutlich günstiger, die kleinen Mopeds sind wohl im Einstiegstarif viel teurer (vermutlich weil die typischerweise ständig vom 16jährigen Jungvolk hingeschmissen werden). Wir haben dazu auch noch gleich bei Lenchen von Teilkasko auf reine Haftpflicht gewechselt. Der Unterschied: Wenn wir es gelassen hätten wie ursprünglich angefragt: Lenchen jährlich ca. 45 Euro, Joli jährlich 141 Euro. Wie es die Versicherung jetzt hingedreht hat: Lenchen jährlich ca. 71 Euro, Joli jährlich 36 Euro. Das ist halt schon substanziell viel billiger.

Eigentlich wäre ja Freitagnacht = Datumsnacht gewesen, aber wir waren ja schon am Donnerstag unterwegs gewesen und überhaupt war der Liebste unleidig und todmüde und wollte nicht raus. Deshalb, sehr selten für uns: Bestellessen. Wir riefen beim Asian Fusion Restaurant an, und zehn Minuten später latschte ich los (…der Regen übrigens war direkt am Morgen schon wieder vorbei, es wurde wieder sonnig und warm, aber immerhin brauchte ich abends eine Jacke) und holte es ab. Einmal gebratene Udon für den Liebsten, einmal gebratener Tofu und Gemüse mit Reis für mich: Perfektes Abendessen. Und genau richtig, dass wir den Abend entspannt daheim machten.

Restlicher Abend auf dem Sofa mit drei Folgen QI, dann früh ins Bett. Ich war insgesamt recht guter Dinge, auch wenn zwei sehr anstrengende Wochen auf mich warten. Aber jetzt erst einmal Wochenende. Bisschen Entspannung speichern.