WMDEDGT, Montag 5.10.2026

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Wie an jedem Monatsfünften fragt auch dieses Mal Frau Brüllen in ihrem Blog, was man eigentlich so den ganzen Tag macht. Hier meine Antwort, ein arbeitsreicher Montag:

Okay geschlafen, allerdings einmal mehr aufgewacht als mir lieb war und morgens ziemlich müde. Außerdem traurig beim Aufwachen, weil ich von Magi geträumt hatte. Draußen stockdunkel und verregnet (es hatte spätabends noch angefangen), und so sehr ich über den Regen froh bin, so düster war die Stimmung zum Wochenstart. Dementsprechend meine Laune auch nicht so toll.
Trotzdem morgendliche Küchenrunde, der Liebste hatte den Kater übernommen. Wir kochten frische Nudeln fürs Mittagessen und mir fiel leider erst danach ein, dass ich heute im Büro bei einer Teamveranstaltung Essen bekommen würde. Nicht wirklich schlimm, ich werde die übrigen Nudeln in den nächsten Tagen verbraucht bekommen (der Liebste fährt Mitte der Woche für ein paar Tage nach Leipzig, und ich plane schon überall Reste und Tiefkühlzeug ein – kochen für eine Person ist soooo ineffektiv). Der restliche Apfelkuchen als schnelles Frühstück mit einer Tasse Jasmintee, dann unter die Dusche und erstaunlich früh fertig – um kurz vor acht setzte ich mich aufs Fahrrad. Kam allerdings nicht wirklich voran, weil der Liebste mit mir zusammen aus dem Haus ging, und zwar ging, und natürlich radelte ich dann im Schritttempo neben ihm her. War aber okay, ich war trotzdem noch frühzeitig im Büro.

Wir hatten einen internen Weiterbildungstag, es jagte also ein Meeting das andere. Ab halb neun zuerst ein Abteilungstreffen, das wir in dieser Zusammensetzung so schon länger nicht mehr gehabt hatten, mit einer Mischung aus organisatorischen und didaktischen Inhalten. Man merkte schon, dass wir diese Art von Austausch etwas haben schleifen lassen – MS Teams kann halt nicht alles auffangen. Gute Veranstaltung zum Auftakt.

Um zehn kurze Frühstückspause (war mir recht, der Kuchen morgens war etwas wenig gewesen), Kaffee mit Hafermilch und eine Brezel mit veganer Butter. Dazu ein paar Informationen vom Kollegen, der sich parallel zu unserem ersten Treffen online in ein Indienmeeting eingeschaltet hatte – das ist ein Standort, bei dem es gerade eine ganze Menge dynamischer Entwicklungen gibt. Ich bin nach wie vor hin- und hergerissen, dass ich nicht vor Ort bin wie eigentlich geplant. Zwar froh, dass ich mir den Stress nicht geben muss, aber so rein aus Netzwerkbildungs-Perspektive ist es einfach doof. Nun ja.

Ab halb elf dann ein längeres Gesamtteammeeting mit jeder Menge Interna, teils sehr guten, teils weniger guten Nachrichten. War jetzt nicht alles so fürchterlich überraschend, aber manche Sachen dann noch einmal Schwarz auf Weiß zu sehen, ist dann doch etwas Anderes.
Direkt anschließend die letzte Veranstaltung des Tages, ein Workshop zum Thema Kundenakquise. Nicht so mein Thema, und auch hier wenig Neues. Aber besser als von mir befürchtet (ich hatte den Titel furchtbar cheesy gefunden, mir schwante schon Böses). Ich nahm jetzt nicht viel Neues mit, aber sich ein paar Sachen ins Gedächtnis zu rufen, die bei der Kundenkommunikation eine Rolle spielen, ist ja kein Fehler. (Das nächste Meeting dieser Art dann gern wieder so in fünf Jahren. Oder sechs. Oder später. Bitte.)

Mittlerweile war es zwei Uhr und ich war so im Hungerloch, dass ich leicht unterzuckrig wurde. Etwas blöd, dass das Mittagessen fürs Team noch zwanzig Minuten brauchte. Dadurch konnte ich zwar einmal nach meinen Mails schauen, aber mir wurde währenddessen so schummrig, dass ich eine Notfallschokolade aus dem Büroschrank brauchte.
Irgendwann war es dann aber fertig und wir konnten auf der Terrasse in der Sonne essen: sehr gutes Kürbiscurry mit Basmatireis. Extra für mich hatte der kochende Kollege vegane Sahne dazu genommen, und eine andere Kollegin hatte einen italienischen Reiskuchen mitgebracht und weil der nicht vegan war, hatte sie mir noch veganen Vanillepudding besorgt. Ich war sehr gerührt. (Und hatte schon wieder ein bisschen ein schlechtes Gewissen, weil ich allen Mühe mache.)

Ab Viertel vor drei normale Arbeit. Die fing ich mit einem kurzen Indien-Krisengespräch mit dem Chef an (…im November wird es lustig werden, befürchte ich). Dann Schreibtisch, mehrere Tassen Sencha, um mein aufkommendes Kopfweh zu bekämpfen (klappte).
Um kurz nach drei rief ich vom Handy aus in der Klinik an, die im Oktober meinen Fuß operieren soll (nicht das Uniklinikum, sondern die orthopädische Klinik hier im Viertel). Da sie die Anästhesie übernehmen, brauchte ich dort noch einmal eine anästhetische (?) Aufklärung, auch wenn ich das Aufklärungsgespräch im Klinikum eigentlich schon gehabt hatte. Nun gut. War mein dritter Versuch, letzte Woche hatte ich an zwei Tagen schon niemanden erreicht.
Jetzt natürlich auch nicht, mein Anruf ging ins Leere und ich legte das Handy weg. Dann Übergabegespräch mit einer Kollegin, deren Bereich ich betreuen werde, während sie im Urlaub ist. Währenddessen vibrierte meine Uhr und meldete einen entgangenen Anruf auf dem Handy – die Klinik hatte tatsächlich zurückgerufen, womit ich NIE im Leben gerechnet hätte. Tja, blöd. Ich versuchte es wieder, natürlich erfolglos, aber dann riefen sie wieder zurück und HURRA, ich konnte mein zehnminütiges Aufklärungsgespräch absolvieren. Meine Güte. Wieder eine Sache abgehakt. (Ich lernte unter anderem, dass es kein Fehler auf dem Zettel ist, dass man am ganzen Körper und auch im Gesicht keine Creme benutzen darf, wenn man eine Fuß-OP unter Vollnarkose hat: Durch die Creme kleben die Pflaster nicht. Und da sie einen Venenzugang legen müssen (und gern die Option für verschiedene Venen haben) und außerdem während der Narkose meine Augen zugeklebt werden (…), wollen sie halt überall keine Creme. Nachvollziehbar.)

Mittlerweile war es kurz vor vier und allmählich verabschiedeten sich die Kolleg:innen in den Feierabend. Ich klärte noch ein paar Sachen direkt, bekam ENDLICH auch ein Dokument per Mail zugeschickt, auf das ich seit Mitte August warte (…und das wir morgen brauchen), und so ab halb fünf war ich mehr oder weniger allein und konnte noch in Ruhe die letzten Dokumente für die kommenden Prüfungen bearbeiten und durchsehen. Wieder leicht genervt, weil die dafür zuständige Person ums Verrecken nicht in der Lage ist, die richtigen Dokumente zuzusenden, selbst nach mehrfacher Aufforderung und Erklärung nicht. Der Mann hat einen Doktortitel, wie bekommt er solch eine wirklich einfache Aufgabe nicht gebacken? Das lässt sich mit reiner Verpeiltheit meiner Ansicht nach nicht erklären, Nun ja.

Um kurz vor sechs radelte ich nach Hause, in warmem Wetter – Jeans und Sneaker waren tagsüber viel zu warm gewesen, der Regen hatte sich längst verzogen und aus den angekündigten 20 Grad waren eher 24 geworden. Und die nächsten Tage sollen die Temperaturen noch steigen (erst am Donnerstag geht es dann wohl runter, aber das glaube ich erst, wenn es soweit ist).

Daheim war ich dann ziemlich platt von dem Tag. Ich ging erst einmal für zwanzig Minuten mit dem Kater in den Garten (dort ist der Boden wenigstens wieder einigermaßen feucht) und legte mich dann zum Liebsten ins Arbeitszimmer auf sein kleines Sofa, während er seine letzten Tasks abschloss und dann unter Mühen ein Zugticket für seine Geschäftsreise buchte. (Er fährt nach Leipzig und ich bin schon ein bisschen neidisch: Ich war schon soooo lang nicht mehr da. Ich muss immer nur geschäftlich an so unattraktive Orte wie, naja, Indien und so.)

Das Kochen überließ ich dem Liebsten, und um zwanzig nach sieben hatten wir einen großen Topf wunderbarer Kürbis-Linsen-Suppe (bisschen viel Kürbis heute, aber egal). Während der Liebste kochte, organisierte ich unseren kommenden Urlaub: Wir konnten nämlich wieder ein kleines Ferienapartment in Garmisch buchen. Leider keine ganze Woche (die Fuß-OP klaut mir ja drei Urlaubstage), aber wenigstens ein paar Tage gehen, und die frohe Nachricht des Abends war, dass unsere Katzensitterin wieder Zeit hat. Damit fehlen nur noch die Zugtickets. Ich freue mich sehr!

Restlicher Abend: Wunderbare Suppe mit ein bisschen Brot, danach etwas Mandel-Orangenblüten-Eis, und zwei Folgen The Rookie. Gegen Viertel vor zehn ging ich ins Bett: Die ganze Woche ist frühes Aufstehen eingeplant und ich will wirklich gut durchkommen und auf keinen Fall jetzt krank werden oder so. Das wäre echt saublöd.