Ziemlich grottige Nacht, mehrfach aufgewacht und irgendwann halt einfach gar nicht mehr einschlafen können, bis das Weckerlicht anging (dazu eine Mischung aus heiß und kalt, super). Um kurz nach sechs quälte ich mich etwas aus dem Bett, auch weil ein miauender Kater um mich herumschlich (der war die letzten zwei Tage nicht nach oben gekommen). Küchenrunde und Katzenmaintenance, alles mit Blick auf die Uhr – ich wollte früh los. Der Liebste machte uns ein Müsli, das ich einpackte und mitnahm. Um halb sieben (auf meine Nachfrage) die ersten Nachrichten aus Indien: Bis jetzt läuft alles glatt. Das bedeutete erst einmal einen ruhigen, wenn auch kurzen Morgen. Sehr gut.
Zumindest bis Viertel vor sieben, als das Handy klingelte und es natürlich die ersten technischen Probleme gab. Nichts Schlimmes und schnell gelöst, aber ich machte danach extra Tempo mit schneller Dusche und allem, damit ich ins Büro kam. Um kurz vor acht war ich da.
Sehr arbeitsintensiver Tag. Die Kollegin in Indien machte ihre Sache super, aber natürlich gab es die eine oder andere Nachfrage (und den einen oder anderen zickigen Rechner) und nebenher auch noch einige Sachen, die ich vor Ort erledigen musste. Dazu arbeitete ich einen Kollegen in den Bereich ein, und mein normales Alltagsgeschäft inklusive einer vollen Mailbox gab es natürlich auch noch. Immerhin ging eine Mittagspause um zehn nach eins (allein, mit restlicher Kürbissuppe und zwei Scheiben Brot dazu).
Am Nachmittag wurde es ein wenig ruhiger, so dass auch Zeit für ein paar Besprechungen blieb. Natürlich dann kurz vor knapp ein technisches Problem, das aber von uns nicht zu lösen war – wir warteten bis fünf und gaben das Problem dann weiter. Ich machte noch meine letzten Sachen fertig, fragte nach letzten Informationen aus Indien (die dann mit anderthalb Stunden Verspätung kamen, naja) und um halb sechs war ich daheim.
Dort war ich erst einmal leicht überfordert von der Tatsache, dass ich jetzt ja den ganzen Abend allein zu füllen hatte – der Liebste war mittags für ein paar Tage auf Konferenz nach Leipzig gefahren (er meldete sich von unterwegs: Zug kam mit 12 Minuten Verspätung an, ziemlich perfekte Fahrt). Erst einmal Katzenbespaßung, und weil der Berg eh rumlag und ich es mir für die Woche vorgenommen hatte, wusch ich dann den restlichen Abend zwei Maschinen Wäsche. Leicht irritiert, dass wir schon wieder so viel haben, dass das Waschen am Wochenende nicht ausreicht, aber wir hatten den unteren Badezimmerteppich gewaschen und dann hatte der Kater natürlich vor ein paar Tagen auf die Sofadecke gekotzt und naja. Es hört halt nie auf. (Betten müssten auch mal wieder abgezogen werden.)
Für die Strohwitwenzeit hatte ich mir vorgenommen, ein paar Tiefkühlsachen zu verbrauchen, außerdem standen noch ein paar Nudeln von vorgestern im Kühlschrank. Aus diesen und einer Packung gefrorenem Suppengemüse und einem Glas weiße Bohnen wurde so eine Art Minestrone. Schmeckte ganz okay (Tomatenmark und Knoblauchöl sei Dank), aber das Suppengemüse habe ich halt in meinem Leben schon so oft gegessen (also genau diese Art Packung), dass Suppen damit am Ende immer irgendwie gleich schmecken, egal wie man sie würzt. Aber trotzdem kein schlechtes und vor allem schnelles Abendessen.
Restlicher Abend auf dem Sofa, mehr oder weniger vom Kater begleitet. Bisschen Lesen, bisschen Schreiben mit dem Liebsten, der in Leipzig in einem ganz guten Hotel untergekommen ist (ich bin ein kleines bisschen neidisch), dann schaute ich zwei alte Bergretterfolgen und ging um zehn ins Bett. Kein sehr spannender Tag, aber na ja. Der Oktober und November sind halt einfach voll und es bleibt wenig Zeit für Anderes. Aber okay. Das normale Leben.