Bürotag, Montag 2.11.2026

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Keine sonderlich gute Nacht, ziemlich lang mit Bauchdrücken und blöden Gedanken wach gelegen. Immerhin kam der Kater erst kurz vor Weckerlicht, so konnte ich noch ein bisschen liegenbleiben und um kurz vor halb sieben erst aufstehen. Gleich am Morgen machte ich den Wochenplan – mehr oder weniger – fertig und bestellte die Gemüsekiste: wenig Inspiration, obwohl man eigentlich immer noch viele Sachen regional bekommt und viel Auswahl hätte, aber die Woche wird so vollgestopft (die nächste noch mehr), dass ich gar nicht die Muse hatte, mir entspanntes Kochen und gemütliches Essen vorzustellen. Also diese Woche eben ein paar Klassiker, nun gut.

Ab dann ein ruhiger Morgen. Schreiben, Tee. Irgendwann gesellten sich zu Bauchweh noch doofe Rückenschmerzen hinzu, und da ich sowieso den Tag über viel unterwegs sein würde, nahm ich eine Ibu. Damit dann recht schnell Ruhe. Ein Müsli zum Frühstück, Dusche, und um kurz vor neun war ich mehr oder weniger startklar. Allerdings fuhr mich der Liebste, und er war noch mit dringendem Zeug am Rechner beschäftigt. Deshalb trank ich noch in Ruhe eine Tasse Kaffee, blätterte ein altes VF&L-Heft durch und änderte das Ende unseres Wochenplans noch einmal ab (wenigstens einmal ein bisschen etwas Neues ausprobieren).

Auf halb zehn fuhr mich der Liebste ins Büro, ohne Krücken, weil ich die eher als hinderlich empfand. Dort holte ich mir erst einmal einen Schaumstoffwürfel, um den Fuß hochzulagern – damit ging das Arbeiten ziemlich gut muss ich sagen. Belastet halt nur den Rücken ein bisschen, aber der Fuß ist okay platziert.
Den Vormittag über dann eine neue Flut an Mails und Zeugs, dazu mein Skandinavierkurs. Als hätte ich mit normaler Orga und Urlaubsvertretung nicht schon genug zu tun, gibt es aktuell großes Drama bei den indischen Kollegen – einerseits verständlich, denn es gab eine technische Panne und es ist nicht so ganz klar, wie und vor allem wann diese gelöst wird. Aber andererseits, liebe Güte. Wenn die Antwort auf die erste Mail lautet „es gibt noch kein aktuelles Datum, aber es wird daran gearbeitet, bitte gedulden Sie sich etwas“, dann ist es halt keine tolle Idee, gerade nochmal drei Mails hinterher zu schicken.

Direkt nach meinem Skandinavierkurs packte ich meine Sachen und humpelte mit einer Kollegin zum Firmenauto: Wir fuhren in ein Städchen auf der Schwäbischen Alb, wo sie einen Kurs in einer Firma unterrichtet und ich jetzt mehrmals hospitieren werde. Das ist noch Teil meiner Weiterbildung, inklusive Nachbearbeitung und so, und auch wenn es jetzt eigentlich total unpraktisch kommt (frisch fußoperiert und mit einer Tonne anderer Sachen zu tun), will ich es jetzt trotzdem durchziehen. Ich möchte die Weiterbildung gern auf jeden Fall in diesem Jahr abschließen. Und es wird später vermutlich auch nicht viel besser passen. Außerdem freute ich mich drauf.

Deshalb also: Autofahrt (mit kleinem Umweg, weil es auf der eigentlichen Strecke einen Unfall mit Straßensperrung gegeben hatte – ich bin SO froh, dass ich nicht täglich mit dem Auto zur Arbeit muss), dann anderthalb Stunden Hospitation. Was sehr, sehr nett und superinteressant war. Ich bin gespannt, wie es die nächsten Termine weiter geht. Auch interessant, mal in eine andere Firma reinzuschnuppern. Und eine Kollegin bei der Arbeit zu beobachten. Dass sie es super machen würde, wusste sich schon vorher. (Unter anderem deshalb habe ich sie für die Hospitation angefragt.)

Um kurz vor vier waren wir wieder zurück im Büro. Dort weiter im Text mit Drama und Mail-Gedöns, und ab sechs hatte ich dann noch anderthalb Stunden Abendkurs. Der lief okay, allerdings waren das dann auch die einzigen anderthalb Stunden, bei denen ich meinen Fuß nicht mehr schonte und hochlegte, sondern halt (relativ) viel mit Rumlaufen und so beschäftigt war. Dadurch merkte ich am Ende den langen Tag schon, und als der Liebste mich um kurz nach halb acht abholte, hatte ich das Gefühl, jetzt das Maximum an Belastung für den Tag erreicht zu haben. War froh, nicht mehr zu Fuß heimgehen zu müssen.

Daheim also gar nichts mehr weiter, ich parkte mich auf dem Sofa und lagerte den Fuß nach oben. Der Liebste hatte das Abendessen schon fertig, einen dieses Mal ganz ausgesprochen gut gelungenen Pastítsios (er hatte einen Feto in die Tofucreme gemixt, das brachte noch einmal extra Geschmack). Großartiges Essen. Vanillequark als Nachtisch. Dann Rookies bis kurz vor zehn, ganz ohne Müdigkeit oder vorzeitiges Einschlafen, und schließlich nach oben zu noch ein paar Seiten lesen (und einer blöden Thrombosespritze). Insgesamt ganz zufrieden mit dem Tag und vor allem mit meinem Fuß, der abends gut aussah und den Bürotag gut mitgemacht hat. Vermutlich passt die Prognose „14 Tage heilen“ ganz gut.