Verklemmt, Dienstag 3.3.2026

Schon wieder so eine anstrengend schlechte Nacht, ewig wach gelegen, mäh. Nun ja. Am Morgen wenig Zeit, weil ich früh zur Arbeit wollte, Prüfungstag und noch ein paar Sachen zu organisieren. Ich quälte mich also etwas aus dem Bett zur Morgenroutine, Küchenrunde, der Liebste übernahm die Kater. Dann machte ich uns ein Müsli, ging etwas hektisch duschen, packte Frühstück und Mittagessen ein und kam um acht pünktlichst aus dem Haus. Draußen knapp über Null, ich hatte zum dünnen Pulli und der roten Jacke einen dicken Schal und eine Mütze mitgenommen. Die Mütze setzte ich allerdings irgendwann ab und dann wieder auf und wieder ab und überhaupt ist das ein etwas anstrengendes Wetter.

Wie gesagt pünktlich los, deshalb perfekt pünktlich da, und das wäre auch alles super gewesen, wenn ich durch das Eingangstor auf unser Gelände gekommen wäre. Das hatte aber in der Nacht irgendjemand (mit ordentlich Schwung und Gewalt, so wie es aussah) so dermaßen zugerammt, dass es sich verkantet hatte und jetzt unmöglich aufzubekommen war. Ich rief erst einmal zwei Kolleginnen an, von denen ich hoffte, dass sie durch den Hintereingang gekommen und deshalb schon im Büro wären – die eine war daheim, die andere zwar da, nahm aber nicht ab. Nerv.
Also selbst zum Hintereingang gelaufen, was einfacher klingt, als es ist, weil man dazu um drei Häuserblöcke, über einen Hinterhof und ein kleines Brückchen über den Fluss gehen muss, es ist eine Strecke von bestimmt vier Minuten. Die Kolleginnen im Büro waren tatsächlich alle von hinten gekommen und hatten deshalb noch nichts mitbekommen. Alles etwas lustig, denn nicht nur hatten wir einen Prüfungstag, es sollte auch in zehn Minuten Unterricht in zwei Kursen beginnen. Ich ging mit einer Kollegin nach vorne, von der anderen Seite kamen zwei Kursteilnehmer, und zu viert rüttelten wir am Tor – keine Chance. Die Kollegin hängte schließlich einen Zettel ans Tor (mit einer Skizze, wie man den Hintereingang finden kann), und ich rief den Hausverwalter an. Alles sehr nervig.

Durch das Manöver war mein ganzes schönes frühes Ankommen natürlich im Eimer und ich ziemlich im Zeitverzug. Dass der Kollege, der mir hätte helfen wollen, zu spät kam, half auch nicht (sein Grund: Er hatte bei sich im Garten einen entlaufenen Hund entdeckt und sich erst um dessen Verbleib kümmern müssen. Keine Ahnung, was an dem Dienstag los war). Ich richtete also leicht hektisch alles für die kommende Prüfung, aß nebenher mein Müsli im Stehen, und wir konnten tatsächlich pünktlich starten. Auch die Prüfungsteilnehmer hatten unseren Hintereingang gefunden, und kurz vor Prüfungsstart war dann auch das Tor wieder repariert.

Ab da dann ein routinierter Prüfungstag. Bis halb zwei war ich in der Prüfungsaufsicht (alles okay von ein paar bizarren Vorfällen mal abgesehen, nichts für den Blog, aber definitiv etwas fürs Kopfschütteln – manche Leute ey), dann löste mich der Kollege ab und ich machte Mittagspause (zweite Hälfte Bohneneintopf mit den Kolleginnen). Prüfungsabschluss, ein bisschen Nachbereitung (mit einer schlechten Nachricht, ebenfalls nichts für den Blog, ärgerte mich aber ziemlich und kostete mich noch eine zusätzliche Stunde) und dann noch einen ganzen Schwung administrativem Zeugs zu machen.
Um vier eine Stunde Unterricht, der gut lief, obwohl ich zu dem Zeitpunkt schon ganz schön durch war. Danach nochmal an den Schreibtisch, Zeugs abarbeiten, und um halb sieben ging ich schließlich nach Hause.

Der Liebste hatte den Tag daheim verbracht und schon das Abendessen fertig, in der Küche wartete eine große Schüssel Nudelsalat. Und er mit Neuigkeiten: Die Tierärztin hatte angerufen, weil die Laborwerte für den Nasenkater gekommen waren. Eher gemischte Resultate: Die Nierenwerte haben sich verbessert, was sehr gut ist, aber die Herzwerte haben sich ziemlich verschlechtert, das Herz ist also definitiv unter Stress – was durch den Ultraschall und die Blutdruckmessung ja auch schon gezeigt wurde. Er wird ab jetzt also noch einen Blutdrucksenker bekommen. Und außerdem waren die Entzündungsmarker oben, es scheint irgendwo im Körper eine akute Entzündung zu geben. Etwas schrotflintenmäßig wird er jetzt die nächsten zehn Tage ein Antibiotikum bekommen, und dann muss man sehen, ob dieser Wert besser ist (was also wieder einen Tierarztbesuch für das arme, gestresste Tier bedeutet). Hm. Nun ja.

Für den restlichen Abend auf jeden Fall nichts mehr an Aufregung. Wir zogen uns mit Nudelsalat aufs Sofa zurück (die Kater kamen mit, ohne Salat) und schauten (nach den Nachrichten – irgendwie muss man halt doch informiert bleiben, und für den Guardian hatte ich tagsüber keine Zeit gehabt) ein paar Folgen QI. Um neun in Bett, noch ein paar Takte lesen (so gaaaanz allmählich wird es ein bisschen spannend) und früh das Licht aus.