Recht gut geschlafen und kurz vor dem Weckerlicht aufgewacht. Kurzer Blick auf die Dachterrasse, wo man nicht wahnsinnig viel gießen musste, aber so ein bisschen doch, und wo ich zu meinem Entsetzen eine blöde graue Schnecke an eine der Zucchinipflanzen entdeckte. Ich hoffe sehr, dass das nicht so wird wie letztes Jahr, wo wir ständig kleine Schnecken im Hochbeet hatten. (Im zweiten Stock!)
Der Liebste hatte die Kater schon versorgt, also kurze Küchenrunde und etwas Sorge um Magi, der nur zum Medikamente-Abholen reingekommen und dann wieder nach draußen verschwunden war. Auch der Kater war draußen, kam aber immerhin noch ein zweites Mal zum „richtigen“ Fressen rein und legte sich dann aufs Schattendeck, aber Magi ließ sich nicht blicken. Und als nach zehn Minuten der Kater auch wegmarschiert war, nahm der Liebste die Sache in die Hand und ging mal nach drüben. Auf dem Kohleweg kam Magi ihm dann entgegen. Seufz.
Normale Spätfrühlings-Morgenroutine also. Etwas schreiben, Brot mit Marmelade zum Frühstück, schnelle Dusche, dann gab ich den Katern eine zweite Portion (beide schon wieder im Garten) und ging auf halb neun ins Büro. Draußen gerade so kühl, dass ich Halstuch (keinen Schal mehr) und weiße Jacke brauchte. Im Rahmen guter Vorsätze und weil ich eigentlich keine lange Abendarbeit geplant hatte, nahm ich meine Fitnesstasche mit zur Arbeit.
Nun ja. Spoiler: Das wurde nichts. Insgesamt ein Tag, der zwar erfolgreich war, aber von mir auch als extrem anstrengend empfunden wurde. Einmal gab es eine Prüfung, in die ich zwar nicht involviert war, die aber viel Gewusel und tausend Leute (und irgendwie halt doch invoviert) bedeutete. Dann ein langes QM-Meeting am Vormittag, daran anschließend tausend Sachen zu erledigen. Und ich kam zwar eigentlich gut voran, das Arbeitsergebnis war in Ordnung (neben viel QM-bezogenem Zeug noch ein paar komplizierte Rechnungen, viel Kommunikation), aber es war halt ein echt auslaugender Tag. Sogar in der Mittagspause (eigentlich ja Seelenfutter mit Bangers and Mash) war ich nicht allein und musste blöden Small Talk machen. Also… war natürlich eigentlich nicht blöd, aber ich hätte sooooo gern mal 30 Minuten für mich gehabt.
Und dann gab es am Abend noch einen Vorgang, bei dem ich mich ein bisschen einmischen musste, weil da eine Sache aus dem Ruder lief oder eigentlich schon gelaufen war, und das war alles supernervig und kostete wahnsinnig viel Zeit und ich war echt genervt am Ende. Eigentlich wäre dafür das Fitness zum Abreagieren optimal gewesen, aber weil alles so lang dauerte, kam ich erst um kurz vor halb sieben aus dem Büro (anstatt wie geplant um fünf), und damit war es einfach viel zu spät. Schade.
Immerhin war der Liebste schon daheim und hatte mit dem Kochen angefangen – von den Katern nichts zu sehen. Ich schaute im Garten und sammelte den Nasenkater direkt unten ein, Magi kam mir vom Kohleweg entgegen. Problemlose Medikamentengabe, beide holten sich noch eine extra Katzenwurst ab und marschierten wieder raus, und wir zogen uns für einen ruhigen Abend aufs Sofa zurück. Ein paar Takte lesen, dann eine sehr gute Rumfort-Minestrone und ein bisschen Feuerwehrcontent (ab neun waren die Kater dann auch wieder drinnen). Ins Bett um kurz vor zehn, wieder mit einem seelenberuhigenden Asterix und der Hoffnung auf einen etwas weniger nervigen nächsten Arbeitstag.