Noch eine Woche, Montag 12.10.2026

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Erstaunlich gut geschlafen und um sechs vom schimpfenden Kater geweckt worden. (Das wird echt mal lustig mit der Zeitumstellung.) Ich handelte ihm noch Liegenbleiben bis Viertel nach sechs ab, inklusive Dachterrassenaufenthalt, und stand dann auf. Draußen mittlerweile wirklich ordentlich frisch: Der Spalt an geöffneter Dachterrassentür für den Kater machte es sofort kalt im Zimmer, und ich dachte kurz über eine lange Pyjamahose nach. (Hasse es allerdings, von allzu vielen Kleidern im Bett eingeknotet und umwickelt zu werden.)
Morgens übliche Morgenroutine, Katzenmaintenance, Küchen- und Aufräumrunde, außerdem machte ich den Wochenplan fertig (immer noch Projekt „Tiefkühlfächer leeren“) und bestellte die Biokiste. Für die wir allerdings nicht viel brauchten: Wir sind ja nur noch die Woche da und dann ein paar Tage weg. Der Urlaub (…und die OP) kommen jetzt doch mit erstaunlich schnellen Schritten auf uns zu. Deshalb bestellte ich auch gleich noch das Zeitungsabo für den Urlaubszeitraum ab.

Zum Frühstück Brot mit Marmelade, leicht anstrengendes Essen, weil ich ab dem zweiten oder dritten Bissen Schluckauf bekam. (Mit ein Grund, warum ich Brot nicht so gern mag: Es löst bei mir fast jedes Mal Schluckauf aus, keine Ahnung warum.) Danach noch ein Stück Apfelkuchen. Eine Sache finde ich bei Apfelkuchen ja sehr typisch: Er ist frisch unglaublich toll, beginnt aber schnell zäh und gatschig zu werden und muss echt zügig gegessen werden, bevor er einem auf den Keks geht. Dieser mit dem Kakao und den Nüssen war dazu auch nicht sonderlich leicht verdaulich.

Ab kurz vor neun am Schreibtisch. Den Tag über hatte ich glücklicherweise nur einen Termin, aber es war trotzdem alles so voll, dass ich ziemlich zu tun hatte. Viel, viel Kommunikation, dazu ein längeres, spontanes Meeting mit dem Chef, und jede Menge an administrativen Punkten abzuarbeiten. Um zwölf dann den Skandinavierkurs bis halb zwei, etwas Nachbereitung und um Viertel vor zwei schon leicht zittrig in die Mittagspause. Die Erlediliste sah nach dem konzentrierten Vormittag immerhin wieder einigermaßen okay aus.

Mittagspause mit dem Liebsten, der von seinem Vormittagstermin auswärts bald wieder nach Hause gekommen war. Restlicher „Eier“salat, eine Seitanwurst, danach noch einmal Apfelkuchen und ein Espresso.

Kurz nach zwei war ich wieder am Schreibtisch. Etwas ruhigeres Arbeiten, abhaken, keine Termine mehr. Das und die Mittagsmüdigkeit schlugen jetzt zu: Hatte ich morgens noch von einem normalen Pullover auf einen leichten Baumwollpulli gewechselt wegen „heiß!“, begann ich jetzt zu frieren wie ein Schneider, trotz Hoodie. Irgendwann wickelte ich mir sogar eine Decke um die Beine, aber da das Frieren eher kreislaufbedingt war, half diese auch nicht viel. Dabei hatte ich einen extra kuschligen, neuen Hoodie an (den der Liebste mir aus der Mitarbeiter-Kollektion seines Arbeitgebers mitgebracht hatte – jetzt müssen wir zwar aufpassen, dass wir nicht im albernen Partnerlook herumlaufen (er hat den gleichen natürlich auch), aber er ist halt einfach soooo schön.)

Um halb sechs machte ich Schluss – eigentlich war ich Krankheitsspringer, aber es war niemand krank, yay. Nach kurzer Katerbespaßung (der Kater war schon ab halb fünf meckernd ins Arbeitszimmer gekommen) gingen wir erst einmal zum Supermarkt nebenan. Es waren ein paar Sachen aufgelaufen, die wir vor allem dort bekommen (Shmilk, bestimmte Arten Katzenfutter, dann natürlich Wasser und alkoholfreies Bier, Druckerpapier, ein kleiner Putzeimer). Am Ende leider mit wieder dreistelliger Summe. (Dafür jetzt wieder alle Vorräte voll.) Draußen war es, nach einem trockenen Tag mit nur ein paar Wolken, übrigens nur unbedeutend kühler als im Haus, ich brauchte zum Einkaufen nur die weiße Windjacke.

Gemeinsames Kochen: Klassischer Kartoffelbrei, dazu hatte ich zwei vegane „Steaks“ zum Auftauen rausgeholt. (Hätte bei den Tiefkühlfächern großartig zur Leerung beigetragen, wenn der Liebste nicht zwei neue vegane Steaks im „kurzes MHD“-Fach gefunden und eingepackt hätte. Eher kontraproduktiv, aber die Green-Mountain-Steaks sind schon ziemlich gut.) Außerdem machte ich aus einem Pfund Karotten einen warmen Karottensalat, im Topf gedünstet (nur kurz, damit sie Biss behalten) und mit Koriander und Limettensaft eher orientalisch angehaucht.
Sehr gutes Essen, zum Herbstwetter genau das richtige Komfort Food. (Der Liebste hat übrigens jetzt endlich Zeit gefunden, Holz zu machen, denn es wird nicht mehr lang dauern, bis wir im Wohnzimmer heizen müssen.)

Als Abendunterhaltung mal wieder Lust auf Blaulichtquatsch, und beim Klicken durch die ARD-Mediathek fanden wir Die Heli-Retter, zum Christoph 22 am BWK Ulm. Kennen wir noch nicht, ist sehr gut gemacht, spannend und dann auch noch mehr oder weniger bei uns in der Nähe (nicht gerade ums Eck, aber der Dialekt war zumindest sehr vertraut). Das wurde dann die Begleitung des Abends bis zur Bettgehzeit um zehn. Zwar ganz schön gruselig (die Heli-Einsätze haben tendenziell immer die eher heftigeren Sachen, und vermutlich wurde es auch absichtlich spektakulär geschnitten), aber wenn man daheim auf dem warmen Sofa sitzt, dann passt das schon.