Gut geschlafen, nur diesen Morgen noch frühere Katze als sonst (ich denke, es war 5 Uhr) und besonders ausdauernd, bis er endlich mit Miauen aufhörte und sich zum Warten neben mich legte (5:58). Um sechs stand ich auf, wollte einen frühen Start: Yogakurs, bald darauf Unterricht und anschließend Meetingschlange. Draußen das Geräusch von rasselndem Regen, und ich hätte gern etwas in Ruhe den Tag gestartet, und sei es nur, damit Zeit für eine richtige heiße Dusche bleibt.
Erst einmal Katzenmaintenance, dann räumte ich mit dem Liebsten gemeinsam endlich die vor ein paar Wochen gekauften Motorradklamotten in den Schrank (Wetter aktuell nicht so, dass man unbedingt fahren möchte). Dann Küchenrunde, Tee und Blick aufs Handy, wo ich sah, dass meine Unterrichtsteilnehmerin mir für den Morgen abgesagt hatte: Da war sie schon, die geschenkte Stunde, die mir einen etwas ruhigeren Morgen verschaffte.
Müsli zum Frühstück, bisschen Schreiben und um kurz nach acht fast pünktlich zum Yogakurs auf der Matte. Wenn auch leicht genervt, weil meine Box über Kabel plötzlich nicht mehr erkannt wurde (was eigentlich nicht am Linuxrechner liegen kann, ich hatte die Box dort schon mehrfach eingestöpselt). Also Ton direkt vom Laptop, und das war relativ leise und dadurch anstrengen, und… naja.
Trotzdem guter Kurs, anstrengend, klar, aber tat natürlich sehr gut. Ich habe den Kurs schon echt vermisst (Üben daheim wäre zwar auch super, wenn ich mir regelmäßig die Zeit dafür einräumen könnte, ist aber definitiv nicht das Gleiche). Bisschen blöd, dass es die nächsten Wochen gleich wieder nichts werden wird.
Nach dem Kurs kochte ich eine Kanne Kaffee und eine Kanne Tee (wurden beide im Lauf des Tages getrunken), dann gründliche Körperpflege, zweiter Blick auf den Kater (der pennte im Wohnzimmer: Draußen war es sehr, sehr neblig und nieselfeucht) und um kurz vor halb elf war ich am Schreibtisch.
Am Vormittag ein bisschen administratives Gedöns, dann ein längeres QM-Meeting. Ausgesprochen erfolgreich, fand ich dieses Mal, wir kamen ein paar gute Schritte voran. Erstaunlicherweise bekam ich tatsächlich ein paar wirklich hilfreiche Anregungen von Lechat, und da er sie mit Quellenangabe machte (und sie sich auf einen konkreten Gesetzestext bezogen), konnte ich sie auch einfach verifizieren. Wir sind in einem guten Fahrwasser, was unser QMS angeht, und müssen uns jetzt vermutlich etwas niederfrequenter treffen.
Mittagspause eher kürzer, ein bisschen Rätsel, einmal mit dem Kater in den Garten (der Nebel hatte sich mittlerweile aufgelöst und wir hatten einen schönen, klaren Sonne-Wolken-Mix), zweite Hälfte Nudelsalat. Außerdem putzte ich eins der Katzenklos und bestellte die Zugtickets für Garmisch. Um kurz nach eins schon wieder am Schreibtisch.
Nachmittags dann etwas Generve: Ich wartete auf Antworten per Mail, und obwohl ich zweimal nachhakte und irgendwann sogar anrief (erfolglos), kam halt einfach nix. Also leitete ich dementsprechende Schritte in die Wege, informierte darüber… und die Mailantwort kam original 10 Minuten später, leicht panisch. Noch rechtzeitig, dass ich die Schritte wieder rückgängig machen konnte, aber trotzdem. Seriously. Die Erklärung der Person: Ich hätte meine Mails als Antwort zur ersten Mail geschickt, deshalb hätte sie sie nicht als „neu“ wahrgenommen, sondern halt als eine Kette, die sie nicht mehr zu lesen bräuchte. Das ist mal eine Ausrede, die ich auch noch nicht gehört habe.
Noch ein Meeting am Nachmittag (halb-erfolgreich, weil die Person, die das Meeting abhält, halt überhaupt keine Ahnung hat – aber eine andere Teilnehmerin konnte mir immerhin eine Frage beantworten, wenigstens etwas), dann ein Webinar, das (für mich) völlig sinnlos war, weil viel zu trivial in den Inhalten. Aber so konnte ich wenigstens eine ganze Latte an wichtigen administrativen Sachen nebenher erledigen.
Kurze Unterbrechung um fünf, weil da die Katzensitterin kam, um sich den Schlüssel zu holen und alles durchzusprechen (sie kennt eigentlich alles, aber es ist doch immer etwas anders, vor allem jetzt, wo Magi nicht mehr da ist), dann weiter im Text bis halb sieben. Da sah dann alles ziemlich gut aus und ich machte Schluss.
Der Liebste war noch im Bastelverein verabredet und kam erst um kurz nach sieben, deshalb Kochen alleine: Aus Ramen, Pilzen, Pak Choi, Edamame, dazu Chili, Ingwer und Pimientos (von der Dachterrasse) machte ich uns ein Stir Fry. Soße dazu selbst zusammengerührt, sweet&sour Chili Sauce als Basis, damit geht ja nichts schief. Sehr gutes Essen.
Und dann zu den Rookies aufs Sofa, dieses Mal ohne Feuer – es ist wieder ein kleines bisschen wärmer geworden. Sodass wir sogar Lust hatten, das neu gemachte Eis auszuprobieren. Warum es sich „Mousse au Chocolat-Eis“ nennt, ist mir allerdings nicht so ganz klar. Im Endeffekt ist es ein (sehr gutes, sehr cremiges, sehr intensiv schokoladiges) Schokoladeneis. Ziemlich fettig, aber nun ja. Sehr gut auf jeden Fall.
Um Viertel vor zehn ins Bett, ohne Buch: Das angefangene hält mich nicht so, ich bin aber noch nicht so weit, es einfach wegzulegen. Nun ja.