Auf nach Garmisch, Sonntag 18.10.2026

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Am Morgen die übliche Routine: aufgestanden um kurz nach 6 Uhr und nach Kater und Küche geschaut. Eine Tasse Tee, der Liebste machte uns Porridge zum Frühstück, nachdem ich erst die Haferkörner verlesen hatte. Ein bisschen schreiben, dann Dusche, letzte Sachen zusammenpacken und um kurz nach 9 Uhr gingen wir auf den Zug.

Am Bahnhof die erste Irritation: Der Zug nach Stuttgart fuhr zwar pünktlich, aber mit komischen Fehlermeldungen auf der Anzeige. Wie sich herausstellte, hatte es einen Personenunfall auf der Strecke gegeben. Ein bisschen Warten und Reden mit der sehr auskunftsfreudigen Zugbegleiterin, dann fuhren wir bis Wendlingen, wo unser Zug stehen blieb (Strecke war noch gesperrt) und wieder zurückfuhr. Aber ohne uns, wir stiegen in einen Regionalexpress nach Ulm um. Mit ein bisschen Glück bekamen wir dort sogar einen früheren (!) ICE nach München Hauptbahnhof und konnten in die Regionalbahn nach Garmisch umsteigen. Zwar nicht super optimal (die Züge rochen komisch und wir waren in jedem Zug nur maximal eine Stunde, zu kurz für richtige Zug-Entspannung), aber egal, wir hatten Essen dabei, ich hörte heruntergeladene Podcasts und im ICE gab es einen Kaffee. Um 2 Uhr waren wir in Garmisch und damit eine Stunde früher als geplant: perfekt. Und der Nieselregen vom Morgen hatte sich auch verzogen, nur noch ein bisschen wolkig.

In Garmisch erst einmal vom Bahnhof mehr oder weniger direkt ins Café Krönner. Dort war anders als letztes Jahr die Dachterrasse zu, aber wir setzen uns gern rein, es war draußen sowieso recht kalt. Zwei Stück Torte (Haselnuss-Sahne und Schoko-Punsch) außerdem Milchkaffee für den Liebsten und ein Kännchen grünen Tee für mich. Alles super, auch wenn der Kuchen sehr süß war und wir eigentlich gegen den Durst dringend Wasser gebraucht hätten. Das war nur leider etwas teuer.

Leicht genervt waren wir allerdings beim Blick auf die Karte. Wir mussten unseren Ferienwohnungsschlüssel im Büro der Ferienwohnungsverwaltung abholen, und wie sich herausstellte, war das Büro am anderen Ende der Stadt. Etwas blöd, da wir unsere Ferienwohnung extra in der Nähe des Bahnhofs und zentrumsnah gebucht hatten. So latschten wir halt einmal quer durch den Ort wirklich bis an den Stadtrand und kamen um halb vier ziemlich verschwitzt dort an.
Zweite blöde Sache: das Büro war erst ab vier geöffnet und niemand war dort. Wir standen also blöd in der Sonne und warteten, beide ziemlich müde und ich mit leichtem Kopfweh. Nach einer Viertelstunde kam ein Auto mit zwei Frauen, von denen eine auch den Schlüssel holen wollte, also ein anderer Ferienwohnungsgast. Sie war ziemlich genervt von der Warterei, bot uns aber an, uns mit ihrer Freundin später wieder zurückfahren zu können. Das nahmen wir gern an.

Als um fünf nach vier noch niemand aufgetaucht war, rief der Liebste auf der Handynummer an, bekam dort von einer etwas pampigen Frau die Nummer zum Schlüsseltresor und konnte unsere Schlüssel und weitere Informationen rausholen. Dann also Shuttleservice durch die beiden netten Frauen (die nicht selber in der gleichen Ferienwohnungsanlage wohnten, sondern nur Besuchs-Familie), und um halb fünf waren wir schließlich glücklich da. Nicht ganz so nett wie letztes Jahr, da im Neubaugebiet in einem Wohnblock, aber schon sehr zentral und alles gut eingerichtet und okay.

Daheim erst einmal bisschen Ruhepause: Zeugs auspacken, aufs Sofa legen, Augen zumachen, Wasser trinken, und als wir Schwarztee in der Küche entdeckten, für jeden eine Tasse Tee. Um sechs machten wir eine kleine Spazierrunde, schauten uns das Zentrum von Partenkirchen an (letztes Jahr waren wir ja quasi nur in Garmisch), holten uns dann zwei Flaschen Bier und ein paar Tuc im Bahnhof und gingen wieder heim. Dort ruhiger Abend, wir waren beide ziemlich müde. Wir aßen die mitgebrachten Tortellini mit Pesto zu Abend, danach Kekse und eine Flasche Bier, und da wir es nicht schafften den Smart TV zu aktivieren, lief es auf ein bisschen reden und vor allem lesen hinaus. Ich startete endlich wieder ein neues Buch.

Um zwanzig nach neun gingen wir schon schlafen oder zumindest ins Bett. Beide ein bisschen müde, ich fühlte mich auch nicht ganz fit, mir war kalt und überhaupt waren wir froh über die Ruhe. Reisen ist nämlich anstrengend.