Neues Zimmer! Mittwoch 31.12.2025

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Schlecht geschlafen, obwohl ich (bei offener Tür) keinen Katzenbesuch hatte. Ewig wachgelegen, viel über die Arbeit nachgedacht, naja. Beim Aufstehen um Viertel nach sieben eher schlechte Stimmung, völlig anlasstypisch für Silvester. Der Liebste war schon seit fünf wach und auch eher gedämpfter Laune, aber immerhin waren die Kater versorgt worden und schon in der Ruhephase (der Nasenkater noch etwas am Futtermäkeln und ich am Ignorieren). Küchenrunde, Blick auf Timeline und Mails, wo die Ankündigung für das Regal gekommen war. Kaum hatte ich meinen Tee gekocht und mich zum Adventskranz an den Esstisch gesetzt, klingelte schon das Telefon und die Spedition war dran und kündigte ihre Lieferung „in den nächsten 20 Minuten“ an. Ich war schon beeindruckt, wie gut das lief. Und sehr froh über trockene Straßen, es war zwar saukalt draußen (wieder alles im Garten steifgefroren), aber nicht glatt.

Um halb neun (damit wirklich superpünktlich und am linken Rand ihres Zeitfensters) kam der LKW und zwei sehr nette Menschen luden die Pakete aus. Sie waren ganz froh, dass wir sie um Lieferung nur bis vor die Haustür baten und sie das Zeug nicht in den ersten Stock tragen mussten. Wo ja sowieso noch alles vollstand.
Wir trugen die Pakete erst einmal ins Wohnzimmer, das Arbeitszimmer war ja noch voll. Dann Frühstück (Brot mit der zweiten Avocadohälfte), und anschließend machte ich mir eine Kanne grünen Tee und ging für die nächsten Stunden nach oben.

Erster Schritt: Alles aus dem alten Regal und der Kommode raus und so ablegen, dass man im Zimmer noch einigermaßen laufen und die Sachen später wieder einräumen konnte. (SO froh über meine Aussortieraktion der letzten Tage.) Damit war ich gegen elf fertig. Dann der zweite Schritt: Gemeinsam mit dem Liebsten bauten wir die alten Möbel ab. Die Kommode (…von mir zu Studierendenzeiten gekauft, und zwar, als der Toom noch Stinnes hieß) wird zum Holzmüll, alle Metallgriffe und Beschläge schraubte der Liebste aber ab zur möglichen Weiterverwendung, und ich trug die Bretter vorläufig auf die Terrasse. Das Ivar-Regal wanderte als Gartenregal in den alten Ziegenstall, und der schwarze Rollcontainer wurde erst einmal im Schlafzimmer geparkt – ich würde ihn gern im Büro (also in der Firma) weiterverwenden, mal sehen.

Dann ein bisschen putzen und schließlich Pakete hochtragen und dritter Schritt: aufbauen. Das machten der Liebste und ich zusammen, und es ging ganz erstaunlich gut. Also die Zusammenarbeit zwischen uns beiden war keine Überraschung, aber auch mit den Möbeln klappte alles hervorragend. Alle Löcher richtig vorgebohrt, alle Kleinteile in ausreichender Anzahl dabei, die Anleitung verständlich, alles super. Ich habe mit dem Möbelschweden bis jetzt wenig schlechte Erfahrungen gemacht, und das hat sich wieder bestätigt. (Gut, es sind auch drei Billy-Regale, die gibt es seit Jahrzehnten – da will man hoffen, dass sie die im Griff haben.)

Wir starteten um zwölf mit dem Aufbau und hatten bis halb zwei die zwei großen Regale fertig. Kurze Mittagspause (ein paar frisch gekochte Nudeln mit dem restlichen Geschnetzelten), danach das dritte (weniger tiefe) Regal, und um drei standen alle. Und als i-Tüpfelchen stellten wir fest, dass das kleine Blumen-Regal-Dingsi, das der Liebste vor ein paar Wochen irgendwo im Sperrmüll entdeckt und wieder aufpoliert hatte (weil wohl echtes Mahagoni), perfekt vor die Regalreihe passt und damit meinem Telefon und den Ladekabeln und so weiter einen super Platz bietet.

Eigentlich hätte ich es dabei belassen können, aber ich hatte so Lust weiterzumachen, dass ich „nur mal ein bisschen“ mit Einräumen begann (das ist ja immer das Tollste an neuen Möbeln). Und dann lief es so gut und ich kam so in einen Flow, dass ich einfach alles komplett fertig einräumte. Inklusive der Bücher aus dem Schlafzimmer, die eigentlich zum Studium und deshalb ins Arbeitszimmer gehören (die ganzen Linguistik-Sachen hatte ich schon im Arbeitszimmer, Geschichte/Politik aber noch nicht). Damit ist jetzt auch im Schlafzimmer wieder deutlich mehr Platz. Ich freute mich sehr.

Gegen halb sechs war ich fertig. Kurze Säuberung, dann bereiteten der Liebste und ich uns auf Silvester vor: Im ganzen Haus die Fensterläden zumachen, den Katern alle Zimmertüren aufmachen, damit sie sich zurückziehen konnten, wenn sie wollten, und schließlich, Premiere dieses Jahr: Wir machten die Katzenklappe für die Nacht zu. Mittlerweile ist es mir zu riskant, vor allem mit Magi, der es wirklich nicht mehr so blickt, die Klappe an Silvester offen zu lassen. Und da es kalt ist, sind sie sowieso die allermeiste Zeit drinnen.

Ein alkoholfreier Gin & Tonic als Aperitif, ein Radler, wir spielten eine Runde Phase 10 (von mir spektakulär verloren), dann war es sieben und wir fingen mit dem Raclette an. Ganz klassisch mit gekochten Kartoffeln, Pilzen, Zwiebeln und Mais und natürlich dem Vegü-Raclettekäse. Sehr gutes Essen, das uns bis halb neun beschäftigt hielt, aber auch sehr mächtig, und irgendwann war mir der Käse dann auch genug (…sehr fettig logischerweise und beginnt irgendwann an den Zähnen zu kleben). Wir waren auf jeden Fall mehr als satt. Begleitet das Ganze von einem Grauburgunder vom Kaiserstuhl, nachdem unser erster Versuch (ein Rosé-Secco) überhaupt nicht lecker war und abgebrochen wurde. Weitere Flaschen zum Anstoßen oder so brauchten wir nicht mehr.

Restlicher Abend auf dem Sofa: Wir schauten erst in der ZDF Mediathek „Album 2025 – Bilder eines Jahres“ (nicht so wirklich ein Stimmungsgarant, meine Güte ist in dem Jahr viel Scheiße passiert), dann die alte Feuer-und-Flamme-Folge (Staffel 7) zu Silvester aus Bochum. Und zum Abschluss noch ein Big Fat Quiz Of Everything von 2025, das wir zwar schon kannten, aber egal. Wir wurden sowieso SEHR müde und hielten nur noch mit Mühe und Not wegen der Kater auf dem Sofa aus.
Die waren erstaunlich entspannt – der Nasenkater vor allem schlief mehr oder weniger durch, auch während der Haupt-Ballerphase zwischen 12 und halb 1. Magi auf der anderen Seite war ab Mitternacht (aber zum Glück erst da) sehr gestresst und drückte sich vors Sofa auf den Boden. Um halb eins hoben wir ihn schließlich wieder hoch, und kurz darauf rollte er sich zusammen und schlief ein. Glimpflich abgegangen, würde ich mal sagen. Und wir gingen dann, als es etwas ruhiger wurde, auch ins Bett.