Zu viel Input, Mittwoch 11.3.2026

  • Beitrags-Kategorie:Tagebuch

Einigermaßen gut geschlafen, aber um halb sechs aufgewacht und aufs Klo gemusst, und die Uhrzeit weiß ich nur deshalb, weil Magi bereits vor der Tür saß und wartete. Und dann natürlich mit ins Schlafzimmer und ins Bett kam, um mal nachzuschauen, ob ich nicht vielleicht schon mal so allmählich mit ihm zum Füttern gehen wolle…? Ich schaute also auf die Uhr und entschied: nope, noch zu früh. Wobei das Futter wohl nicht seine Hauptmotivation war, denn als der Liebste zehn Minuten später begann unten herumzukramen, blieb Magi erst noch eine ganze Weile bei mir, bis er schließlich runterging und sich unten sein Medikament geben ließ. Vom alten Futter war wohl noch etwas da gewesen und am neuen hatte er auch nicht so richtig viel Interesse. Vielleicht wollte er einfach Gesellschaft. Er hat allerdings wieder so viel abgenommen, dass es mir schon sehr recht wäre, wenn er mehr fressen würde. Hm.

Auf jeden Fall ein früher Start, weshalb wir beide recht viel Zeit hatten, zumal der Liebste nicht hoch ins Büro musste. Er holte uns Brot und ein paar frische Brötchen zum Frühstück (mit Mandelfrischkäse und Himbeermarmelade), dann ein bisschen Schreiben, ich machte mir eine Kanne Tee und öffnete dafür die zweite Packung Oolong (eignet sich auch hervorragend für mehrere Aufgüsse und darüber hinaus sehr gut für das Tonsieb in der Grünteekanne, weil die Blätter groß genug sind, dass sie nicht durch die Löcher fallen). Blick in die Zeitung, der Liebste kochte uns noch eine Kanne Kaffee.

Um acht war ich auf der Yogamatte. Dieses Mal mit der kleinen Box aus dem Bad am Laptop eingestöpselt, weil der Laptoplautsprecher für den Kurs eigentlich zu leise ist. Machte einen erstaunlich großen Unterschied.
Guter Kurs, einmal sehr angenehm durchbewegt, ging sehr gut. Allerdings war ich irgendwie innerlich angespannt und unruhig und hatte große Mühe, meine Gedanken beim Kurs zu behalten und mich auf meinen Körper zu konzentrieren (Achtsamkeit im tatsächlichen Sinn). Vermutlich dem frühen Aufstehen und der übervollen Erlediliste und allem geschuldet. Oh well.

Ab Viertel nach neun war ich am Schreibtisch (nach nur Zähneputzen und einer minikurzen Katzenwäsche). Eine Stunde Unterricht, dann Sachen abarbeiten. Nicht ganz so erfolgreich, wie ich erhofft hatte – dauerte alles länger als gedacht, dann kamen zwar Antworten von Kolleg:innen, aber nicht so positiv wie erhofft. Naja. Alltagsgeschäft halt. Draußen währenddessen trüber Wolkenhimmel und auch nicht mehr so mild, das Frühlingswetter scheint sich etwas zurückgezogen zu haben. Oder eigentlich nicht, Minusgrade gibt es wohl eher nicht mehr so, und Regenwetter ist für den Frühling ja typisch. Ich war auf jeden Fall froh, nicht raus zu müssen. Gerade zur Mittagspause (Viertel vor eins mit dem Liebsten, restliches Mac’n’Cheese, danach ein Stück Zwetschgenkuchen, das der Liebste morgens vom Bäcker mitgebracht hatte) ging ein Regenschauer ab, der waagrecht gegen die Scheiben flog. Hmpf.

Ab Viertel vor zwei wieder am Schreibtisch. Den Nachmittag über war ich in einer Schulung angemeldet, die von zwei bis fünf hätte gesehen sollen – ich sah mich schon einigermaßen früh Feierabend machen. Aber von wegen. Einer unserer Lieferanten (im weitesten Sinn) führt ein neues Computerprogramm ein und hat aktuell eine heiße Phase mit Schulungen und Einführungen, während das Programm noch aktualisiert und verbessert und daran herumgeschraubt wird. Dementsprechend gab es tausend Fragen, alle total wichtig (einige auch von mir), ich schrieb mir eine lange Liste an Informationen mit (…es wäre natürlich schön gewesen, wenn man irgendeine Art von Dokumentation oder Handreichung bekommen hätte, aber so weit denkt der Lieferant leider nicht) und war am Ende ziemlich kaputt. Na ja, „am Ende“: Die Schulung überzog gnadenlos, und als ich um sechs das Gefühl hatte, alle wichtigen Informationen zu haben (und den Abschlusstest gemacht hatte), verabschiedete ich mich und loggte mich aus. Der Kopf war zu dem Zeitpunkt sowieso übervoll – alles in der Großgruppe mit frontaler Erklärung und geteiltem Bildschirm. Nun ja.

Der Liebste hatte sich um halb sechs in den Bastelverein verabschiedet, weil er „nur eine halbe Stunde“ einem Menschen dort zeigen wollte, wie man die Hobelmesser an der Hobelmaschine einstellt. Um Viertel vor sieben schrieb er mir, es würde länger dauern (wie sich herausstellte, hatte der Mensch „schon mal ein bisschen angefangen“ und den halben Hobeltisch auseinandergebaut, der Honk. Das alles wieder richtig zusammenzubauen und korrekt zu justieren ist extrem diffizil). Ich versorgte also Magi (der Kater hatte seine Medikamente schon bekommen), dann Kochen: Penne mit Pilzen und Tiefkühlspinat in einer Sauce aus Hafersahne und Mandelmus. Nicht sonderlich inspiriert und ohne Rezept, ich warf die Sachen einfach irgendwie zusammen. War aber in Ordnung.

Um sieben allein essen, danach mit Katern und Laptop aufs Sofa, ein bisschen bei YouTube vorbeischauen. Der Liebste kam dann um halb neun, mit Riesenhunger und latent genervt. Noch etwas Vanilleskyr zum Nachtisch, dann zu einer Folge QI aufs Sofa. Wo ich, an den Liebsten gelehnt und mit einer Wolldecke zugedeckt, bei der Hälfte der Folge richtig einschlief. Das ist mir schon ewig nicht mehr passiert, merkwürdig. Dementsprechend ging ich um zehn ohne Buch gleich ins Bett.
Und ohne Generve, ich hatte nämlich schon zwei Stunden vorher die Fensterläden im Schlafzimmer zugemacht. Die letzte Woche hatte ich JEDEN Abend das Theater, dass ich abends die Läden zumachte und eine (eine einzige) doofe schwarze Stubenfliege ins Zimmer geflogen kam. Vermutlich gegen die Kälte in den Läden versteckt oder so, keine Ahnung. Es war definitiv nicht die gleiche, weil ich sie immer erwischte und leider töten musste – rausschmeißen ging nicht und mit Fliege im Zimmer kann ich nicht schlafen. Diesen Abend nicht: Entweder war keine im Fensterladen versteckt (noch nicht kalt genug) oder sie war durch die offene Schlafzimmertür weggeflogen. In anderen Teilen des Hauses ist sie mir egal. Nervtiere.