Einspringen, Mittwoch 29.4.2026

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Relativ gut geschlafen und mit Weckerlicht aufgewacht, im Gegensatz zum Liebsten, der nachts überhaupt nicht hatte schlafen können und deshalb am Rechner gesessen hatte. Und irgendwann wieder Magi zu sich ins Schlafzimmer genommen hatte, weil arme alte Katze – kein Wunder, dass Magi nicht bei mir war, ich hatte extra meine Zimmertür offen gelassen. Na ja, damit schlief ich wenigstens gut.
Laune im Haus morgens also einigermaßen durchwachsen, auch weil Magi gerade mal die Hälfte seiner Medikamente nahm und gar nichts fressen wollte (immerhin legte er sich nach einer kurzen Runde durch den Garten im Wohnzimmer aufs Sofa). Hm. Alles nicht so wirklich super. Der Nasenkater, unser Allerbester, schlabberte wenigstens sein Medikament und einen Teil des Futters und ging dann klaglos zum Pennen aufs Sofa. Der Liebste hätte sich vermutlich gern dazugelegt, stattdessen ging er duschen und ohne Frühstück bald aus dem Haus. Ich machte mir ein schnelles Müsli und war um kurz vor acht parat zum Yogakurs.

Mal wieder ein Kurs mit vielen Vorbeugen, die angeblich gut fürs Herz und zum Runterkommen und whatever sind – für mich in erster Linie anstrengend für den ganzen Ischiasbereich. Da ich das aber mittlerweile weiß, ging ich einfach nur sehr kurz in die Positionen und deutete sie quasi nur an oder wählte eine Alternativposition. War insgesamt für mich nicht so ganz effektiv vom Trainingseffekt, aber egal. Trotzdem gut.

Schnelles Aufräumen, noch eine Tasse Tee, Katzenwäsche im Bad, dann war ich um Viertel nach neun am Rechner. Der Vormittag war etwas anders als geplant: Eigentlich hatte ich nach meiner Stunde Unterricht schnell duschen und dann auf elf ins Büro gehen wollen, aber noch als ich im Unterricht war, kam die Nachricht, dass eine der Prüferinnen ausfiel. Also Planänderung: Ich versuchte am Vormittag so viel wie möglich von meinem geplanten administrativen Kram abzuarbeiten, damit ich nachmittags einspringen konnte. Klappte so halb. Um zwölf endlich schnelle Dusche, dann Mittagessen (restliche Minestrone) und ein bisschen Katzenbespaßung (Magi war den Tag über immer wieder mal da gewesen und hatte zwischendrin auch seine Morgenportion gefressen, yay), und um zehn nach eins ging ich aus dem Haus. Nur mit leichtem Pulli und Cargohose, die weiße Jacke steckte ich in die Tasche.

Den Nachmittag über war ich also größtenteils mit Prüfen beschäftigt, und das war erstaunlicherweise eigentlich recht entspannend. Man muss dabei zwar die ganze Zeit ziemlich konzentriert sein, aber dafür hat man einfach nur eine einzige Aufgabe. Und ansonsten ist die Tür zu. Im Gegensatz dazu am Dienstag: Man macht Aufgabe am Rechner, parallel kommt eine Mail rein, eine Chat-Nachricht läuft ein, Kolleg:innen latschen vorbei oder haben „mal ne Frage“ und wenn es doof läuft, klingelt auch noch das Telefon (bei uns zum Glück nicht so oft). Multitasking vom Feinsten also, und das saugt wahnsinnig Energie. Im Gegensatz dazu Prüfen: Fokussieren auf eine Sache. Und die lief dann auch noch gut.
Danach noch eine Stunde Kram, zwei Beratungen, dann war es sechs und der Arbeitstag war vorbei und ich eigentlich recht zufrieden mit dem Tagwerk. Heimweg in etwas kühlerer Luft, die weiße Jacke passte.

Der Liebste war daheim schon am Kochen, die Kater hatten sich aber noch nicht ins Haus bequemt. Ich ging also erst einmal auf Katzenversorgung: Beide waren auf der Terrasse und kamen auch eifrig mit ins Haus, die Medikamentengabe ging nur so semi (…der größte Teil wurde genommen, das ist ja schon mal etwas) und danach marschierten sie beide wieder raus. Da sie tagsüber okay gefressen hatten, fand ich das in Ordnung. Sie kamen zwei Stunden später wieder aufs Sofa.

Für den Liebsten und mich erst einmal Abendessen in Ruhe: Eine Art One-Pot-Pasta-Eintopf, Nudeln mit Kichererbsen, von uns mit Pilzen ergänzt. Einfaches, gutes Abendessen. Weil mittags die Gemüsekiste gekommen war und wir also frischen Salat hatten, noch eine Portion Salat vorher. Sehr gutes Essen, trotzdem waren wir danach irgendwie unvernünftig und wollten dringen noch Süßkram zum Nachtisch – ziemlich bescheuert. Aber egal. Wir gingen zum Supermarkt nebenan und holten Schokowaffeln und vegane Treets. Und trafen die Tochter unserer Vermieterin, die ein einjähriges Sabbatical ab Sommer plant – ein Jahr südliches Afrika – was in mir sofort wieder Sabbaticalwünsche auslöst, meines ist bereits SIEBEN Jahre her! Aber jetzt brauche ich meine Überstunden erst einmal für die Weiterbildung auf, das ist auch eine sehr gute Idee.

Anyway. Nach dem Essen erst einmal ein Spielzeug ausgepackt, das mein Chef mir bestellt hatte: Eine Art reisetauglicher Powerbank, mit diversen fest installierten USB-C-Kabeln, verschiedenen Steckbuchsen, einem Ladelement für kabelloses Laden und einem Steckerteil mit mehreren Adaptern, sodass man sie auf Reisen in diversen Steckdosen laden kann. Ob Indien auch passt, weiß ich nicht sicher (UK und USA auf jeden Fall), aber das ist insgesamt schon sehr clever. Sehr kompakt ist sie auch.
Restlicher Abend auf dem Sofa, mit zwei Katern, Süßkram und zweieinhalb Folgen QI – beste britische Comedy. Unter anderem mit John Barrowman, der mittlerweile komplett weißhaarig, aber immer noch georgeous und sehr witzig ist. Um Viertel vor zehn merkten wir beide den langen Tag (der Liebste war da schon mehr oder weniger am Schlafen) und gingen ins Bett. Ich mit ein paar Seiten Asterix, es ist mal wieder diese Phase.